Neues Buch Michelle Obama rechnet mit Donald Trump ab

In ihrem neuen Buch „Becoming“ greift die frühere First Lady Michelle Obama Trump an. Sie sei schockiert gewesen, als er Präsident geworden sei.
Update: 09.11.2018 - 17:39 Uhr Kommentieren
Michelle Obama greift Präsident Trump in ihrem neuen Buch „Becoming“ an. Quelle: AP
Michelle Obama

Michelle Obama greift Präsident Trump in ihrem neuen Buch „Becoming“ an.

(Foto: AP)

WashingtonDie frühere First Lady der USA, Michelle Obama, ist den Nachfolger ihres Ehemannes im mächtigsten Amt der Vereinigten Staaten scharf angegangen. Sie sei schockiert gewesen, als Donald Trump im November 2016 Präsident geworden sei, schrieb sie in ihrem neuen Buch „Becoming“, das in der kommenden Woche erscheinen wird. Die Nachrichtenagentur AP lag vorab ein Exemplar vor.

Die Vorwürfe seien verrückt und gemein gewesen. Fanatismus und Fremdenfeindlichkeit seien schwer zu übersehen, sagte Obama in einem Interview mit dem Sender ABC, das am Freitag ausgestrahlt wurde. Dass Trump in seinem Wahlkampf die US-Staatsbürgerschaft ihres Mannes angezweifelt habe, sei gefährlich und scheinheilig gewesen. Dies habe absichtlich Spinner anstacheln sollen.

„Was, wenn jemand mit einer labilen Psyche sein Gewehr lädt und nach Washington fährt. Was, wenn jemand nach unseren Mädchen Ausschau hält. Donald Trump hat mit seinen rücksichtslosen Unterstellungen meine ganze Familie einem Sicherheitsrisiko ausgesetzt. Das werde ich ihm nie verzeihen“, schreibt Obama.

Obama verrät auch, was sie bei der Wahl von Trump am 8. November 2016 fühlte Sie könne nicht fassen, dass so viele Frauen einen Frauenhasser den Vorzug gegenüber Hillary Clinton gelassen haben, eine „außergewöhnlich qualifizierte Frau“. Sie sei wütend gewesen, als die „Access Hollywood“-Aufnahmen Trumps umstrittene Aussagen über Übergriffe auf Frauen ans Licht brachten. Seine Botschaft sei „Ich kann dich verletzten und damit davonkommen“, schrieb Obama.

Sie warf dem Präsidenten außerdem vor, bei einer Wahlkampfveranstaltung Körpersprache eingesetzt zu haben, um Clinton zu „stalken“. Er sei ihr auf der Bühne gefolgt und nah an sie herangetreten, um ihre Präsenz klein zu machen. Unter Politik- und Literaturfans wird „Becoming“ mit Spannung erwartet. Obama gilt weltweit als beliebte Politpersönlichkeit und Memoiren der früheren First Ladies, darunter Clinton und Laura Bush, sind in der Regel Bestseller.

Auch die „Washington Post“ und der Sender CNN berichteten vorab aus der 426 Seiten langen Biografie, die am Dienstag in den USA im Handel erscheint. Obama schreibt auch über andere Dinge wie beispielsweise Eheprobleme und Eheberatung sowie das Thema Fehlgeburten. Obama stellt auch klar, dass sie bei der Präsidentenwahl im November 2020 nicht antreten wird.

„Ich war niemals ein Fan von Politik, und meine Erfahrungen in den vergangenen zehn Jahren haben wenig dazu beigetragen, das zu ändern. Die Gemeinheit stößt mich weiter ab.“ Michelle Obama ist bei den Demokraten weiterhin sehr beliebt. Einige haben gehofft, dass sie 2020 gegen Trump antreten wird. Obama hatte allerdings schon mehrfach klargestellt, dass sie nicht kandidieren wird.

  • ap
  • dpa
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