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Neues Video Terrormiliz IS ermordet Japaner

Die Terrormiliz IS mordet weiter: Nun will sie eine japanische Geisel getötet haben. Ein Kollege des Journalisten ist weiter in Gefangenschaft der Gruppe – die Islamisten wollen ihn gegen eine Gefangene austauschen.
25.01.2015 - 17:00 Uhr Kommentieren
Fernsehbild der Geisel Kenji Goto: Die Terrormiliz IS will den Journalisten gegen eine gefangene Islamistin austauschen. Quelle: Reuters

Fernsehbild der Geisel Kenji Goto: Die Terrormiliz IS will den Journalisten gegen eine gefangene Islamistin austauschen.

(Foto: Reuters)

Tokio Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll eine der beiden japanischen Geiseln in ihrer Gewalt getötet haben. Im Internet wurde am Samstag ein entsprechendes Video verbreitet. Es zeigt ein Standbild des entführten Journalisten Kenji Goto, der ein Foto seines mutmaßlich getöteten Kollegen Haruna Yukawa hochhält.

Japan reagierte entsetzt, zeigte sich aber unnachgiebig. „Das ist ungeheuerlich“, erklärte Regierungschef Shinzo Abe am Sonntag und forderte die Freilassung des 47 Jahre alten Goto. Die Aufnahme sei wahrscheinlich authentisch. Sie habe eine „hohe Glaubwürdigkeit“, sagte Abe. Japan werde dem Terrorismus niemals nachgeben.

„Wir stehen Seite an Seite mit unserem Verbündeten Japan“, erklärte US-Präsident Barack Obama während seines Fluges nach Indien, wo er an am Sonntag einen Staatsbesuch begann. Gemeinsam werde man dafür kämpfen, die Mörder vor Gericht zu stellen und die Terrormiliz zu besiegen. Großbritanniens Premierminister David Cameron lobte Abes „standhafte Haltung“ den Terroristen gegenüber.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich „zutiefst erschüttert“ über die Ermordung der japanischen Geisel durch den IS. „Der barbarische Akt (...) bestärkt uns in dem Willen, uns dem menschenverachtenden Terror dieser Organisation weiterhin mit aller Kraft entgegen zu stellen“, sagte er in einer Mitteilung.

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    Es war das erste Mal, dass der IS japanische Geiseln genommen hatte. Die Dschihadisten hatten Anfang der Woche im Internet ein Video der gefangenen Japaner verbreitet. Darin verlangte ein IS-Kämpfer von der japanischen Regierung, 200 Millionen Dollar Lösegeld innerhalb von 72 Stunden zu zahlen. Die japanische Regierung ging davon aus, dass diese Frist am Freitag abgelaufen ist. Laut Medien hat die Regierung versucht, über verschiedene Kanäle mit dem IS in Verbindung zu treten, um die Freilassung der Geiseln zu bewirken. Näheres war nicht bekannt.

    Mit der Lösegeldforderung in dieser Höhe konterte der IS Japans finanzielle Hilfe für den Kampf gegen die Terrormiliz. Die Regierung in Tokio hatte angekündigt, von den Dschihadisten bedrohte Länder mit 200 Millionen Dollar zu unterstützen. Die Mittel sollen laut Abe für die Flüchtlingshilfe verwendet werden.

    In dem Video vom Samstag heißt es, der IS wolle kein Geld mehr, sondern fordere die Freilassung einer in Jordanien inhaftierten radikalen Islamistin. Bei der namentlich genannten Frau - Sadschida al-Rischawi - handelt es sich um eine Extremistin, die im Jahr 2005 mit einem Selbstmordattentat gescheitert war.

    Weitere grausame Einzelheiten wie in früheren Videos sind in der Aufnahme vom Samstag nicht zu sehen. Eine Stimme - angeblich die der japanischen Geisel - bittet die Regierung in Tokio, den Forderungen der Extremisten nachzukommen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf eine Regierungsquelle meldete, soll die Aufnahme mit dem vermutlich lebenden Goto am Samstag zunächst an dessen Frau per E-mail geschickt worden sein, bevor sie in der Nacht (Ortszeit) ins Internet gestellt wurde.

    Yukawa soll nach Medienberichten im August 2014 von der Terrormiliz in Marea gefangen genommen worden sein, als er mit syrischen Rebellen unterwegs war. Goto, ein freier Journalist, war in Syrien verschleppt worden.

    • dpa
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