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Putin auf dem roten Platz

Russlands Präsident ruft zu einer friedlichen Lösung zwischen dem Iran und Israel auf.

(Foto: AFP)

Newsblog zu Iran Russlands Präsident Putin will zwischen Israel und dem Iran vermitteln

Die USA kündigen den Atom-Deal auf. Trotz drohender Sanktionen unterstützen die EU, China und Russland den Iran. Die Entwicklungen des Tages im Newsblog.
Update: 09.05.2018 - 19:08 Uhr 29 Kommentare

DüsseldorfUS-Präsident Donald Trump verkündet den Ausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran. Scharfe Sanktionen sollen folgen, der Iran reagiert wütend, die verbleibenden Partner des Vertrags bemühen sich um Schadensbegrenzung. Die Entscheidung der USA hat nicht nur weitreichende politische Folgen, auch die Wirtschaft ist alarmiert.

18:54 Uhr - Putin ruft zu Konfliktlösung zwischen Israel und dem Iran auf

Angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Israel und dem Iran hat der russische Präsident Wladimir Putin zu einer Lösung des Konflikts aufgerufen. Im Gespräch mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte Putin am Mittwoch in Moskau, er wolle versuchen, dabei zu helfen.

Israel sieht in der iranischen Militärpräsenz im Bürgerkriegsland Syrien eine Bedrohung seiner Sicherheit. Am Dienstagabend waren bei einem mutmaßlich israelischen Raketenangriff in Syrien Berichten zufolge unter anderem mehrere Iraner getötet worden.

Netanjahu erhob bei seinem Besuch in Moskau schwere Vorwürfe gegen die Führung in Teheran. „Es ist schwer zu glauben, dass es 73 Jahre nach dem Holocaust bei uns im Nahen Osten ein Land gibt - den Iran - das offen dazu aufruft, den Staat Israel zu zerstören“, sagte er.

Netanjahu hatte zuvor gemeinsam mit Putin die Parade zum Sieg der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg auf dem Roten Platz angeschaut.

18:52 Uhr - Deutsche Wirtschaft hofft auf Schutz für Iran-Geschäfte

Die Entscheidung Donald Trumps, die Sanktionen gegen den Iran wiederzubeleben, könnte deutsche Unternehmen hart treffen. Die hoffen nun auf Beistand aus der EU. Führende Verbände schütteln auch über einen Appell des neuen US-Botschafters in Berlin den Kopf.

Führende Verbände kritisierten am Mittwoch in Berlin scharf den Aufruf der Amerikaner an deutsche Unternehmen, den Austausch mit Teheran unverzüglich zurückzufahren. Der Industrieverband BDI und der DIHK appellierten an Bundesregierung und EU, den europäischen Handel mit Iran zu schützen. Der Außenhandelsverband BGA warnte vor Chaos.

Deutschland ist neben Frankreich einer der wichtigsten europäischen Handelspartner des Iran. Der deutsch-iranische Handel ist allerdings überschaubar - auch wenn er nach der Lockerung der Sanktionen im Zuge des Atomabkommens 2015 zugenommen hatte. 2017 hatte er nach Angaben des BGA ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro erreicht.

16:37 Uhr - EU-Kommissionspräsident sieht EU und USA in einer diplomatischen Krise

Zwischen der EU und den USA gibt es nach den Worten von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mittlerweile eine echte diplomatische Krise. „Ich bedauere zutiefst die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten, die ich für unnötig halte“, sagte Juncker am Mittwoch zum Rückzug der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran.

Die Entscheidung diene nicht dem Frieden und hätte so nicht getroffen werden dürfen. Eine echte diplomatische Krise auszulösen sei aber nicht notwendig, weil es sie bereits gebe, sagte Juncker vor Abgeordneten des flämischen Regionalparlaments.

16:35 Uhr - Euro legt nach anfänglichen Verlusten zu

Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat den Eurokurs am Mittwoch nur vorübergehend belastet. Am Morgen war er zeitweise noch bis auf 1,1823 Dollar gefallen und hatte so den niedrigsten Stand seit Dezember 2017 erreicht. Im Tagesverlauf legte der Eurokurs jedoch deutlich zu und lag am Nachmittag bei 1,1883 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1879 (Dienstag: 1,1870) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8418 (0,8425) Euro.

16.06 Uhr - USA will daran arbeiten, dass der Iran niemals eine Atomwaffe baut

Die USA werden nach den Worten von Verteidigungsminister Jim Mattis mit ihren Verbündeten und Partnern weiter daran arbeiten, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erhält. Und die USA würden mit anderen Staaten zusammenarbeiten, um den bösartigen Einfluss des Iran zurückzudrängen, sagte Mattis in einer Senats-

15.38 Uhr - Irakischer Präsident Fuad Masum hält Trumps Entscheidung für „voreilig“

Iraks Präsident Fuad Masum bedauert die Entscheidung Trumps. Er sei nach diesem „voreiligen und unbedachten“ Beschluss sehr besorgt, sagte er im staatlichen Fernsehen.

15.20 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz will europäische Firmen schützen

Bundesfinanzminister Scholz will die Folgen für europäische Firmen möglichst gering halten. Er werde alles Mögliche versuchen, damit diese nicht allzu sehr beeinträchtigt werden, sagt der SPD-Politiker. Er werde heute noch deswegen mit Partnern in den USA telefonieren.

14.55 Uhr - Südkorea unterstützt friedliche Lösung beim Iran-Abkommen

Das Präsidialamt in Südkorea will sich laut einer Erklärung bemühen, die Auswirkungen des US-Rückzugs vom Iran-Abkommen für südkoreanische Firmen zu minimieren. Südkorea unterstütze Bemühungen für eine friedliche Lösung.

14.52 Uhr - Saudi-Arabien will Turbulenzen am Ölmarkt verhindern

Saudi-Arabien ist nach der US-Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran bemüht, die Investoren am Ölmarkt zu beruhigen. Es seien bis zum Sommer oder sogar Herbst keine handfesten Auswirkungen auf die Ölmärkte zu erwarten, sagte am Mittwoch ein Insider des Förderkartells Opec, der mit der Strategie Saudi-Arabiens vertraut ist, der Nachrichtenagentur Reuters. Das Königreich sei bei Bedarf auch bereit, durch eine Steigerung seiner Produktionskapazitäten für eine Stabilisierung zu sorgen. Dies werde es jedoch „nicht im Alleingang“ tun. Saudi-Arabien stimme sich eng mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ab, die dieses Jahr den Vorsitz der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) innehaben. Dies gelte auch für das Nicht-Opec-Mitglied Russland.

13.55 Uhr - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht Friedensprozess im Mittleren Osten gefährdet

Bei einem Mittagessen zu Ehren des kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos in Berlin, kommentierte Bundespräsident Steinmeier Trumps Entscheidung: „Ein langfristiger Friede im Mittleren Osten ist nicht wahrscheinlicher geworden.“ Nun gebe es „mehr Konfrontation und mehr Unberechenbarkeit in dieser spannungsgeladenen Region“. Die „Friedensdiplomatie hat einen schweren Rückschlag erlitten“, sagt Steinmeier, der als Außenminister das Abkommen mit ausverhandelt hatte.

13.45 Uhr – Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bescheinigt Iran Vertragstreue

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, hat das Atomabkommen mit dem Iran verteidigt. Der Iran sei durch das Abkommen Gegenstand des „stärksten Systems nuklearer Überwachung“, teilte Amano in einer knappen schriftlichen Stellungnahme mit. Die Kontrollen der UN-Behörde seien ein signifikanter Gewinn. Zum aktuellen Zeitpunkt könne die IAEA bestätigen, dass sich der Iran an alle Vereinbarungen des Atomabkommens halte. Das Atomprogramm des Irans wird von der IAEA extrem genau überwacht.

13.41 Uhr - Die britische Regierung wollte den Austritt der USA verhindern

Der britische Außenminister Boris Johnson erklärt, Großbritannien habe ihr Möglichstes getan, um die Aufkündigung des Abkommens durch die USA zu verhindern. Das Land stehe so lange zu dem Abkommen, solange der Iran alle Auflagen erfülle.

13.30 Uhr – Merkel hält an Atomdeal fest

Deutschland bleibt nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien dem Atomabkommen mit dem Iran verpflichtet. Der Rückzug von Trump aus dem Vertrag sei „schwerwiegend“ und löse Bedauern und Sorge aus, sagte Merkel. Sie bekräftigte, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen weiter einhalten müsse. Dies sei bisher nach Einschätzung der internationalen Atomenergiebehörde IAEA der Fall.

Allerdings müsse sichergestellt werden, dass Teheran auch in Zukunft kein nicht-ziviles Atomprogramm verfolge. Besorgnis löse derzeit das ballistische Raketenprogramm des Landes aus, aber auch die destabilisierende Rolle des Iran im Jemen. Iran dürfe Spannungen in der Region nicht erhöhen, sondern müsse friedensstiftend aktiv werden. Merkel plädierte für ein breiteres Abkommen.

13.20 Uhr – Regierung prüft Folgen für deutsche Unternehmen

Die Bundesregierung prüft laut Regierungssprecher Steffen Seibert, welche Folgen die Aufkündigung des Abkommens durch die USA für deutsche Unternehmen haben könnte. Es sei auch zu analysieren, „wann könnte eine solche Bedeutung eintreten“.

12.20 Uhr – Deutsche Wirtschaft fordert Hilfe von der Politik

Die deutsche Wirtschaft bangt um ihr Iran-Geschäft und bittet die Politik um Hilfe. Das einseitige Agieren der US-Regierung stellt diese Geschäfte nunmehr unter einen enormen Vorbehalt“, warnte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer. Aufgrund der exterritorialen Wirkung der Sanktionen drohten den Unternehmen in den USA empfindliche Strafen. „Angesichts dieser Entwicklung ruft die deutsche Wirtschaft die Bundesregierung und EU dazu auf, die Geschäfte zu sichern“, forderte Schweitzer.

11.57 Uhr – Irans oberster Führer droht mit Ausstieg

Der oberste politische und religiöse Führer Irans hat die Ankündigung von Trump zum Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen als dumm bezeichnet. „Mr. Trump, ich sage Ihnen im Namen des iranischen Volkes: Sie haben einen Fehler gemacht“, hieß es auf der offiziellen Website von Ajatollah Ali Chamenei. Trump habe in seiner Rede einige dumme und oberflächliche Aussagen gemacht und vermutlich mehr als zehn Lügen erzählt. „Er hat das Regime und das Volk bedroht.“ Chamenei hatte dem Atomabkommen nur widerwillig zugestimmt und den USA wiederholt öffentlich vorgeworfen, sich nicht an die gemachten Zusagen zu halten. Er drohte zudem mit einem Ausstieg aus dem Atomdeal, sollte dieser nicht vertragsgerecht umgesetzt werden. „Es besteht keinerlei Logik, in dem Abkommen zu bleiben, wenn uns das EU-Trio dessen Umsetzung nicht versichert“, sagte der Ajatollah. Aber auch dem EU-Trio aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland sollten die iranischen Verantwortlichen nicht ganz trauen, da sie auch Verbündete der USA seien, betonte der Kleriker, der laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Entscheidungen hat.

11.55 Uhr – Maas ruft Iran zu besonnener Reaktion auf

Außenminister Heiko Maas hat den Iran aufgefordert, zurückhaltend auf den Ausstieg der USA aus dem Atom-Abkommen zu reagieren. Er rufe die Führung in Teheran dazu auf, weiterhin besonnen zu handeln und die Verpflichtungen aus dem Abkommen weiter zu erfüllen“, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Die Aufkündigung des Abkommens durch Trump sei nicht nachvollziehbar, sagte Maas. Sie werfe die Bemühungen um Stabilität in der Region „nicht unwesentlich zurück“. Es gelte nun, eine „unkontrollierte Zuspitzung in der Region“ zu verhindern.

11.35 Uhr – EU-Statten wollen den Iran unterstützen

Die EU-Staaten wollen dafür sorgen, dass der Iran auch nach dem Rückzug der USA von dem internationalen Atomabkommen profitiert. Die Aufhebung von Sanktionen sei ein wesentlicher Bestandteil des Abkommens und habe einen positiven Einfluss auf die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran, teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini im Namen aller Mitgliedstaaten mit. Die EU sei entschlossen sicherzustellen, dass dies auch weiterhin der Fall sein werde.

11.15 Uhr – Autoindustrie fordert von EU Einsatz für Handel mit dem Iran

Die deutsche Automobilindustrie fordert die EU-Kommission auf, sich für die Handelsbeziehungen mit dem Iran einzusetzen. Durch die US-Entscheidung sei eine neue Lage entstanden. „Nun ist die EU aufgefordert, eine klare Position zu beziehen, die neben außen- und sicherheitspolitischen Aspekten auch die Wirtschaftspolitik berücksichtigt“, sagt ein Sprecher des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

10.55 Uhr – Deutsche Wirtschaft kritisiert Grenells Iran-Tweet

Aus der deutschen Wirtschaft kommt Kritik an der Forderung des neuen US-Botschafters Richard Grenell, die Geschäfte mit dem Iran zu beenden. „Herr Grenell ist ja erst kurz Botschafter in unserem Land und wird sich sicherlich in seine neue Rolle noch einfinden“, sagte das Geschäftsführende Vorstandsmitglied der Deutsch-Iranischen Handelskammer, Michael Tockuss, der Nachrichtenagentur Reuters. „Ich bin auch sicher, dass unser Auswärtiges Amt ihn darauf hinweisen wird, dass es nicht seine Aufgabe sein kann, deutschen Firmen Anweisungen zu geben oder zu drohen.“

10.45 Uhr – EU hält an Lockerung der Iran-Sanktionen fest

Die Europäische Union (EU) hält an der vollen Umsetzung des Abkommens fest. Man werde sicherstellen, dass die Sanktionen gegen Iran aufgehoben blieben, solange der Iran seine Verpflichtungen erfülle, erklärt die EU.

10.42 Uhr – Nahles deutet US-Rückzug als Anschlag auf transatlantisches Bündnis

„Das Abkommen mit dem Iran zu kündigen halte ich für einen schwerwiegenden Fehler, und es versetzt die gesamte Welt in große Sorge“, sagt SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles in Berlin. US-Präsident Donald Trump habe damit „die Welt unsicherer“ gemacht. Nahles fügt hinzu: „Es ist vor allem auch ein großer Anschlag auf das transatlantische Bündnis.“ Sie freue sich, dass der Iran „erstmal sehr besonnen“ reagiert habe.

10.40 Uhr – Iran soll Garantien anderer Staaten einholen

Dem iranischen Parlament liegt ein Antrag vor, mit dem die Regierung unter Präsident Ruhani aufgefordert wird, „notwendige Garantien“ von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China sicherzustellen. In dem Antrag wird eine „proportionale und gegenseitige“ Reaktion der Regierung auf den US-Rückzug aus dem Abkommen verlangt.

10.20 Uhr – Russland hält an Atomabkommen fest – Maas und Lawrow wollen sich beraten

Russland wird am Iran-Abkommen nach Worten von Außenminister Sergej Lawrow festhalten. Sein Land fühle sich dem Abkommen verpflichtet, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax den Minister. Bundesaußenminister Heiko Maas und Lawrow wollen nach russischen Agenturberichten in Moskau über die Situation beraten.

10.15 Uhr – SPD-Sprecher sieht in Aufkündigung schweren Rückschlag für Verhältnis zwischen den USA und Europa

Der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Nils Schmid, spricht im Hessischen Rundfunk von einem „schweren Rückschlag für die Beziehungen Europas zu den USA“. Wenn der Iran aus dem Abkommen aussteige, werde es schwierig. „Dann ist die Alternative nur noch, dass wir entweder den Iran als Atommacht akzeptieren oder auf militärische Lösungen ausweichen, die allerdings in der Vergangenheit zu Recht verworfen worden sind“, zitiert der Sender Schmid.

9.45 Uhr – China will weiterhin für Abkommen einstehen

Das chinesische Außenministerium ruft alle Beteiligten zu einer verantwortungsbewussten Haltung auf. China werde das Abkommen mit dem Iran weiter absichern. Außenamtssprecher Lu Kang, bedauerte Trumps Entscheidung. Es sei ein multilaterales Abkommen, das der UN-Sicherheitsrat gebilligt habe. „Alle Seiten sollten es ernsthaft umsetzen.“

Die Vereinbarung sei wichtig, um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern sowie Frieden und Stabilität im Nahen Osten zu fördern. Es setze auch ein Beispiel für die Lösung von Krisen durch politische Mittel. Der Sprecher forderte die USA auf, „auf den richtigen Weg zurückzukehren“ und das Abkommen weiter zu erfüllen.

9.35 Uhr – Erdogan: Ausstieg schadet den USA selbst

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan rechnet damit, dass der Ausstieg auf die USA selbst negativ zurückfallen wird. Die USA würden durch diese Entscheidung verlieren, sagt er nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu.

9.20 Uhr – Trumps Entscheidung perlt an Dax-Anlegern ab

Von Trumps Aufkündigung des Atomdeals haben sich Dax-Anleger nicht aus dem Konzept bringen lassen. Eine Reihe positiver Firmenbilanzen stützte die Kurse am Mittwoch. Der deutsche Leitindex lag zur Eröffnung 0,1 im Plus bei 12.921 Punkten. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump komme nicht überraschend, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

9.00 Uhr – Irans Revoultionsgarden hält Ende des Deals für besiegelt
Der Chef der im Iran einflussreichen Revolutionsgarden hält das Ende des Atomabkommens nach dem US-Ausstieg für praktisch besiegelt. Die Europäer seien zu eng mit den Amerikanern verbunden, als dass sie eine unabhängige Entscheidung treffen könnten, sagt Generalmajor Mohammed Ali Dschafari laut der Nachrichtenagentur Fars News: „Das Schicksal des Iran-Deals ist klar.“

8.50 Uhr – Ischinger hält Aufkündigung für Trumps größten Fehler

Der Chef des Münchener Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger betrachtet Trumps Iran-Entscheidung als den „schwersten und folgenreichsten“ Fehler in dessen bisheriger Amtszeit. „Dies ist gefährlich“, sagt er im ZDF-Morgenmagazin. Er spricht von einer Flamme, die angezündet worden sei, „vor der ich Angst habe“.

8.20 Uhr – Außenminister von Großbritannien, Frankreich und Deutschland treffen Montag Vertreter Teherans
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird im Laufe des Tages mit Hassan Ruhani sprechen. Das verkündete der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian. Kommenden Montag sei ein Treffen mit Vertretern Deutschlands, Großbritanniens und des Iran geplant. Drian warnte, es bestehe ein „echtes Risiko“, dass es nach Trumps Entscheidung zu einer Konfrontation im Nahen Osten komme könne. Gleichzeitig erklärte Drian, das Abkommen sei „nicht tot“. Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zeigten, dass der Iran das Abkommen respektiere.

8.06 Uhr – Irans Parlamentspräsident: „Iran muss Deal nicht einhalten“
Irans Parlamentspräsident Ali Laridschani wertet den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen als Verstoß gegen die Vereinbarung. Die USA würden dadurch isoliert, sagt er laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens vom Mittwoch. US-Präsident Donald Trumps Abkehr von dem Atomdeal sei „eine diplomatische Show“. Frieden und Sicherheit seien bedroht. Der Iran sei angesichts der gegenwärtigen Lage nicht dazu verpflichtet, seine Zusagen einzuhalten. „Ich bin mir nicht sicher, ob die europäischen Unterzeichner des Abkommens ihre Versprechen erfüllen werden.“ Trump verstehe offensichtlich nur die Sprache der Gewalt.

7.45 Uhr – Iran-Entscheid setzt Asiens Börsen zu

Die Aufkündigung des Atom-Abkommens hat Anlegern in Asien am Mittwoch Kopfschmerzen bereitet. „Die kurzfristigen Auswirkungen scheinen zwar begrenzt zu sein“, sagte Anlagestratege Norihiro Fujito von der Investmentbank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley. Sollte der Ölpreis allerdings hoch bleiben, könnte dies die Inflation befeuern und die Konjunktur belasten. Der japanische Nikkei-Index fiel um 0,4 Prozent auf 22.408 Punkte. Die Börse in Shanghai bröckelte um 0,2 Prozent ab. Durch den US-Ausstieg könnten Rohöl-Lieferungen im Volumen von mehreren Hunderttausend Barrel pro Tag dem Weltmarkt entzogen werden. Dies trieb den Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee um 2,5 Prozent in die Höhe auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 76,75 Dollar je Fass.

„Deutsche Firmen sollten Geschäfte mit dem Iran sofort stoppen“

7.24 Uhr - US-Flagge brennt im iranischen Parlament
Im iranischen Parlament haben Abgeordnete eine US-Fahne angezündet und mit Rufen Amerika den Tod gewünscht. Damit reagierten sie am Mittwoch auf den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran. Die iranischen Parlamentarier verbrannten auch Papier, das das Atomabkommen symbolisierte. Die Aktion der Abgeordneten veranschaulichte die Wut von Iranern über Trumps Entscheidung. Todeswünsche an Amerika sind im Iran wiederholt ausgerufen worden, auch im Parlament.

7.10 Uhr – Iran kündigt Abkommen vorerst nicht auf

Der Iran will nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen vorerst an dem Deal festhalten, macht die endgültige Entscheidung darüber jedoch von den anderen Vertragspartnern abhängig. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif schrieb am Mittwoch auf seiner Twitter-Seite, er werde demnächst auf Anweisung von Präsident Hassan Ruhani eine Pendeldiplomatie starten. Danach werde der Iran sich dann endgültig entscheiden, ob er weiterhin im Abkommen bleiben werde. Bei den Verhandlungen mit dem EU-Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie China und Russland gehe es in erster Linie um die vertragsgerechte Umsetzung des Deals. Es müsse versichert werden, dass der Iran voll und ganz von den wirtschaftlichen Vorteilen des Abkommens profitieren könne, teilte Sarif mit. Wie lange diese Verhandlungen dauern werden, sagte er nicht.

6.50 Uhr – Japan und Australien halten an Deal fest
Trotz des Rückzugs der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran werden Australien und Japan den Pakt weiter unterstützen. Er bedaure die Entscheidung der Vereinigten Staaten und rufe nun alle verbliebenen Vertragspartner zur Zurückhaltung auf, sagte der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull am Samstag. In Japan bekräftigte das Außenministerium, die Regierung sei weiterhin von dem Deal überzeugt. Das Land hoffe auf eine fortdauernde „konstruktive Antwort der involvierten Nationen“.

6.40 Uhr – Ölpreis steigt stark
Der Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat die Ölpreise am Mittwoch kräftig in die Höhe getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 76,70 US-Dollar. Das waren 1,85 Dollar mehr als am Vortag. Am Dienstagabend waren die Ölpreise allerdings ohne ersichtlichen Grund deutlich gesunken. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni kletterte um 1,60 Dollar auf 70,66 Dollar. Mehr lesen Sie hier.

6.00 Uhr – Türkei bedauert US-Alleingang
Die Türkei hat den einseitigen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran bedauert und zu einer Verhandlungslösung in dem Konflikt aufgerufen. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) habe in regelmäßigen Abständen bestätigt, dass der Iran sich an die Vorgaben gehalten habe, teilte das Außenministerium in Ankara in der Nacht zu Mittwoch mit. Vor diesem Hintergrund sei es ein „unglücklicher Schritt“, dass die USA das Abkommen einseitig aufgekündigt hätten. Ankara rief dazu auf, das Abkommen unter Kontrolle der IAEO weiterhin „in voller Transparenz, ohne Unterbrechung und vollständig umzusetzen“.

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29 Kommentare zu "Newsblog zu Iran: Russlands Präsident Putin will zwischen Israel und dem Iran vermitteln"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Flächendeckende Bombardments verursachen Kollateralschäden daher sind Drohnen u.s.w. das Mittel um die Mullahs zu vernichten, sollte das nichts nutzen kommen die Abrams
    mit den beliebten Uran-Kern-Geschossen. Damit sollte es doch möglich sein an Jungfrauen zu sparen und Arbeitsplätze zu fördern.

  • Und ein Krieg gegen Iran ist im Interesse des amerikanischen Volkes? Trump verteidigt die Arbeitsplätze der amerikanischen Stahlkumpel mit Bomben gegen die Mullahs auf der anderen Erdhalbkugel?

    Hören Sie doch auf!

  • @ Stefan Schmidt
    Sie haben das sehr gut analysiert. Die wenigsten Deutschen realisieren, dass Trump genau das tut, wofür er von den Amerikanern gewählt wurde. Und damit tut er genau das, was in seinem "Dienstvertrag" steht.
    Merkel dagegen tut genau das Gegenteil von dem, was in ihrem "Dienstvertrag" bzw. im Amtseid steht: da geht es nämlich um das Wohl des DEUTSCHEN VOLKES, aber eben nicht um das Wohl der Amis oder der Franzosen oder der EU oder der Migranten oder das Wohl von sonst irgend einem.

    "3. Mit den Sanktionen gegen Jedermann hält er die Chinesen, Russen und Europäer auf Abstand, weil er hier einen Hebel hat, die Exportüberschüsse der o. g. einzuschränken bzw. Importe in die USA zu bestrafen."
    Dazu muss er aber seinen mächtigsten Feind besiegen, den "Deep State" bzw. "The Swamp", zu dem immer offensichtlicher auch die Fed (bzw. deren Hintermänner) zählt.
    Und wer sich im Immobiliensumpf von New York nicht nur behauptet hat, sondern ausgesprochen erfolgreich war, dem ist absolut zuzutrauen, dass er auch einen noch viel größeren Sumpf trockenlegt Trump ist alles andere als der Trottel, für den ihn insbesondere die meisten Deutschen halten. Und natürlich weiß er auch, dass er das grottenschlechte Handelsbilanzdefizit der USA reduzieren muss. Wenn die eigene Zentralbank dann aber die Zinsen hochschraubt und die Währung aufwertet, dann kann das nicht funktionieren. Trump muss also auch bei der Fed ausmisten - und hier kann man ihm nur allergrößten Erfolg wünschen...


  • Der gute Herr Maidan fängt an Moslems zu unterteilen, wo bleibt nur ihre System-Meinung, daß der Islam zu Deutschland gehört und daher die Attentäter via Deutschland kamen.
    Wie schlecht die Terror-Taten hier in der Presse verschleiert werden, ist schon ein Skandal.
    Der Widerstand des deutschen Systems ist legendär, Weihnachtmärkte heißen jetzt Jahres- End-Märkte, wie in der DDR.

  • Ja, um die Saudis hat sich Trump verdient gemacht, das kann man wohl sagen. Ein Land übrigens, aus dem die Mehrzahl der Attentäter vom 11. September stammte und das als wahabitische Hochburg die islamistischen Radikalen in Syrien massiv unterstützt.

  • Da ist er wieder, der kleine Neider aber immerhin erkennt er Herrn Trumps Verdienst an.

  • Ob der Donald wieder Säbeltanz bei den Saudis macht? Vielleicht spendieren sie ihm diesmal auch ne gratis Sause mit Luxusnutten? Verdient hätte er's ja.

  • Frau Annette Bollmohr 09.05.2018, 09:39 Uhr

    „Nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen hält der Iran an dem Deal fest“
    Zum Glück.
    Wenn Trump und die israelische Regierung durchdrehen, muss der Rest der Welt nicht mit.
    -----------------
    Völlig richtig.

    Trump und Netanjahu lenken von ihren Problemen ab. Trump mit seinen diversen Affären und Netanjahu mit der Korruptionsaffäre. Wie hatte sich doch Netanjahu geäußert: es sei eine "Kampagne der Verfolgung". Das erinnert sehr stark an die relevanten Sprüche von Trump.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @Herr Old Harold
    09.05.2018, 13:56 Uhr

    "Die haben mit ihrer parlamentarischen Mehrheit der Rechten gerade beschlossen, dass der Siedlungsbau und damit Bodenraub von palästinensischen Mitbürgern hemmungslos weitergehen darf."

    Die Israelis machen lediglich in ihrem eigenen Land (Israel) das, was Muslime in der ganzen Welt machen.

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