Noch keine Regierung Draghi mischt sich in Italiens Staatskrise ein

EZB-Präsident Draghi kann sich die Regierungskrise in seinem Heimatland nicht tatenlos ansehen. Er soll Staatspräsident Napolitano vor einem Rücktritt gewarnt haben – Rom könne in der Krise nicht führungslos sein.
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EZB-Präsident Draghi mischt sich in die italienische Staatspolitik ein. Quelle: dpa

EZB-Präsident Draghi mischt sich in die italienische Staatspolitik ein.

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RomEZB-Chef Mario Draghi hat sich Medienberichten zufolge in die Staatskrise in Italien eingeschaltet. Draghi habe den italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano in einem Telefonat vor einem Rücktritt gewarnt, hieß es in allen großen Zeitungen des Landes am Sonntag. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone dürfe wegen der jüngsten Spannungen an den Finanzmärkten nicht führungslos sein.

Hintergrund waren Zeitungsberichte, wonach Napolitano seinen frühzeitigen Rücktritt bekanntgeben könnte, um Neuwahlen zu ermöglichen. Der 87-Jährige erklärte aber am Samstag, er werde bis zum Ende seiner Amtszeit am 15. Mai Präsident bleiben.

Dem Staatsoberhaupt ist es untersagt, in den letzten Monaten seines Mandates das Parlament aufzulösen. Napolitano will nun weiter versuchen, die Pattsituation zu lösen, die durch die Parlamentswahl im Februar entstanden ist. Keine der politischen Allianzen konnte dabei eine eindeutige Mehrheit erringen.

Italien ist eines der Sorgenländer in der Euro-Zone. Das Land steckt in einer Rezession und leidet unter einer hohen Arbeitslosigkeit. Der Schuldenberg ist so hoch wie in keinem anderen Euro-Staat. Investoren reagierten auf die Krise relativ gelassen, weil die EZB angekündigt hat, notfalls wieder Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen.

Ein Sprecher der EZB in Frankfurt lehnte einen Kommentar ab. Vom Präsidialamt in Rom war am Sonntag zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

  • rtr
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85 Kommentare zu "Noch keine Regierung: Draghi mischt sich in Italiens Staatskrise ein"

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  • @Rechner: Klar alles ist möglich. Ich bin allerdings überzeugt, dass wenn CIA o.ä Organisationen Einfluss nehmen wollen, dies viel subtiler und effizienter geschieht und nicht so reißerisch in der Öffentlichkeit

  • ie versuchen wohl mit "allen" Mitteln den Euro zu retten -auch mit Erpressung ?! Pfui Deibel nochmal.
    Zurück mit den nationalen Währungen daß endlich Frieden in diese EU einkehrt und weg mit diesem verdammten EURO:

    Völker hört die Signale auf zum letztem Gefecht.
    Geht endlich auf die Strasse und demonstriert den EURO weg.

  • Die Diktatur der Finanzaristokratie wird deutlich.

    EZB und ESM geben Weisungen an den Präsidenten eines EURO- Staates und dieser Präsident pariert.

    Wir müssen zurück zur EU.

  • In der Einschätzung des Aufwands stimme ich Ihnen zu.

    Aber:

    1. Glauben Sie wirklich, daß jemand jahrelang als Hobby 3-4 Mitarbeiter bezahlt?

    2. Können Sie sich vorstellen, daß die betreffenden den finanziellen Hintergrund haben, sich derartige Ausgaben als Hobby leisten zu können?

    3. Können Sie sich vorstellen, daß jemand als "Hobby" jahrelang und kostspielig derart primitive Propaganda betreibt? Als Hobby tut man doch eher Dinge, von denen man ehrlich überzeugt ist oder die einem Spaß machen.

    ...

    Andrerseits ist eine derartige Vorgehensweise typisch für CIA/Foundations.

    ...

    Bloß weil die meisten Verschwörungstheorien Blödsinn sind ist die Nichtexistenz von Verschwörungen damit nicht bewiesen.

    Jedenfalls taucht das Wort "conspiracy" verdächtig häufig im angelsächsischen "common law" auf.

    Aber "conspiracies" gibts natürlich nur bei den bösen anderen ...

  • @Rechner: Ein Internetzugang, 3-4 Mitarbeiter und im wesentlichen tendenziös ausgewählte und häufig schlecht (oder nur teilweise) übersetzte Agenturmeldungen von Reuters oder Bloomberg) fertig sind die Deutschen Wirtschafte Nachrichten.Der finanzielle Aufwand dürfte sich in Grenzen halten. Stimme Ihnen bei der Bewertung der Seite ja 100%ig zu, glaube dabei aber nicht an transatlantische Verschwörungen. Allgemeine Volksverdummung wird da betrieben.

  • 'Nachrechner' sagt
    ---------------------
    Suchen Sie die Firma, die die Deutschen Wirtschaftsnachrichten (Firmierung finden Sie Impressum) rausgibt im elektronischen Bundesanzeiger. Es gibt drei übergeordnete Firmen (Namen finden Sie jeweils im letzten Absatz) und am Ende eine Privatperson, die dahinter steht. Eine Bankerin, die früher für die Citibank und heute für die UBS in der Schweiz arbeitet. Das Ganze scheint mir nicht mehr als ein Hobby zu sein, herausgegeben vom ehemaligen Chefredakteur der Berliner Zeitung.
    ---------------------

    Alles schon bekannt.

    Bloß ist das keine "Hobbyzeitung".

    Dafür ist es zu brutal-tendenziös und zu aufwändig.

    Natürlich wird immer ein halbwegs plausibler Hintergrund angerichtet für Auslands-Propaganda.

    Beobachten Sie das Blättchen doch 'mal selber, und schätzen Sie den notwendigen Zeitaufwand ab!

    Und das läuft schon ein paar Jahre.

    ...

    Geschaßte Exbanker und Journalisten sind ein gefundenes Fressen für Dienste und Foundations.

    Haben keine übertriebenen Einkommenswünsche und sind verzweifelt und anpassungswillig.

    ...

    Beim Auftritt dem entgegenstehender Fakten wäre ich selbstverständlich zu einer Gegendarstellung bereit.

    Kann mir aber nicht vorstellen, daß selbst ein wirklich schlechter Journalist derartig primitive Lügenpropaganda als "Hobby" betreibt.

    Vor allem, wenn der "Hobbyist" dann eine wirklich gut gemachte Netzstelle zustande bringt.

    Das paßt alles nicht zusammen.


  • Es gilt schlichtweg diese Manipulation zu durchschauen, zu erkennen. Die US Amerikaner sprechen von Psychologischen Operationen. Goldman und Co. arbeitet damit, EZB, unsere Regierung.

    Schöne Ostergrüsse an hiesige PsyOps-HB Watcher...

  • Jaja Herr Draghi muß nur mit dem Finger schnippsen und schon gehorchen alle dem Goldman Sachs Mann.
    Ich schätze mal da ist aucg Erpressung mit im Spiel.
    Seitens der EZB-zwecks Finanzen.
    Diese darf nach ihrem eigenen Statut nur Staatsanleihen mit
    1A Bonität ankaufen,aber wen interessiert das schon.
    Die Regierungen kuschen da sie das Geld der EZB brauchen und das VOLK IST IM HYPNOSE TIEFSCHLAAAF !!
    Kauft Leute kauft und schlaft dabei weiter !!

  • @Hardie67: Das war historisch auch noch nie anders. Lesen Sie mal Reinhart & Rogoff: "This Time is Different" eine sehr gute Analyse über die letzten 800 Jahre. Schuldenbremse u.ä sind schon die richtigen Mechanismen, im Grunde geht dies aber an Grundfragen der Demokratie, denn gewählt wird der mit den schönsten Versprechungen - egal was die kosten, solange die nächste Generation die Rechnung bezahlt. Das haben auch schon die klassischen griechischen Philosophen festgestellt, dass die Demokratie so ihre Tücken hat.

  • @champus
    Goldma(e)n(ner) verstehen "es", in jeder Hinsicht.....

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