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NordafrikaGaddafi-Sohn tritt bei Präsidentenwahl in Libyen an

Saif al-Islam al-Gaddafi will der nächste Präsident Libyens werden. Er ist der Sohn des früheren Machthabers und konkurriert gegen einige aktive Politiker im Land. 14.11.2021 - 12:54 Uhr Artikel anhören

Sechs Wochen vor der geplanten Präsidentschaftswahl will der Sohn des getöteten früheren Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi sich als Kandidat aufstellen lassen.

Foto: dpa

Tripolis. In Libyen will ein Sohn des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi an der Präsidentenwahl teilnehmen. Saif al-Islam al-Gaddafi habe sich am Sonntag als Kandidat für die Wahlen am 24. Dezember registrieren lassen, teilte ein Mitarbeiter der Wahlkommission mit. Auf Internetplattformen verbreitete Fotos zeigen Gaddafi in traditionellem braunen Gewand und Turban, mit grauem Bart und Brille, bei der Unterzeichnung von Dokumenten im Registrierungszentrum in der südlichen Stadt Sebha.

Gaddafi ist eine der prominentesten Persönlichkeiten, die für das Präsidentenamt kandidieren. Auf der Liste stehen auch der Militärkommandant im Osten des Landes, Khalifa Haftar, Regierungschef Abdulhamid al-Dbeibah und Parlamentspräsident Aguila Saleh. Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen, an Erdöl reichen Land.

Die Ära Gaddafi ist vielen Libyern immer noch als harte Autokratie in Erinnerung. Zudem sind Saif al-Islam und andere ehemalige Regimeangehörige schon so lange nicht mehr an der Macht, dass es für sie schwierig sein könnte, so viel Unterstützung zu mobilisieren wie ihre großen Rivalen, sagen Analysten.

Am 24. Dezember sollen - wie es der Friedensplan der Vereinten Nationen (UN) vorsieht - sowohl Präsident als auch Parlament gewählt werden. Die beiden Wahlen gelten als wichtiger Schritt in den Bemühungen, eine neue politische Führung zu installieren, deren Legitimität weithin akzeptiert wird. Allerdings drohte der Friedensprozess immer wieder am Streit über die verfassungsmäßige Grundlage der Wahlen, das Wahlgesetz und über Fragen der Glaubwürdigkeit zu scheitern.

rtr
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