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Nordafrika Vereinte Nationen bringen Migranten aus Tripolis in Sicherheit

Als Reaktion auf die anhaltende Gewalt haben die Vereinten Nationen Flüchtlinge aus einem Internierungslager bei Tripolis evakuiert. Zuvor waren dort bewaffnete Personen aufgetaucht.
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Kämpfer einer bewaffneten Gruppe aus Misrata, die den Streitkräften unter Fayiz as-Sarradsch (GNA) nahe steht, bereiten sich auf Kämpfe gegen die selbsternannte Libysche Nationalarmee (LNA) unter der Leitung von General Chalifa Haftar vor. Quelle: dpa
Tripolis

Kämpfer einer bewaffneten Gruppe aus Misrata, die den Streitkräften unter Fayiz as-Sarradsch (GNA) nahe steht, bereiten sich auf Kämpfe gegen die selbsternannte Libysche Nationalarmee (LNA) unter der Leitung von General Chalifa Haftar vor.

(Foto: dpa)

New YorkAngesichts der Kämpfe um die libysche Hauptstadt Tripolis haben die Vereinten Nationen internierte Flüchtlinge an einen sicheren Ort gebracht. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration hätten am Mittwoch 328 Personen aus dem Internierungslager Kasr Bin Ghaschir in Sicherheit gebracht, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Die verbliebenen Insassen sollten am Donnerstag folgen. Dies sei eine Reaktion auf die Gewalt in dem Zentrum am Dienstag.

In der Einrichtung 20 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Tripolis befanden sich etwa 890 Flüchtlinge und Migranten, als dort nach Angaben Dujarrics „bewaffnete Akteure“ auftauchten.

Libyen ist nach dem Sturz und Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi zu einer wichtigen Durchgangsstation für Migranten geworden, die aus Afrika nach Europa wollen. Tausende werden von bewaffneten Gruppen oder Schleusern festgehalten.

Nachdem Kämpfe zwischen der sogenannten Libyschen Nationalarmee des Generals Chalifa Haftar und anderen Milizen ausgebrochen sind, befanden sich nach UN-Angaben etwa 3600 Flüchtlinge und Migranten in der Nähe der Frontlinien.

Die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung in Tripolis warf den Angreifern vor, Zivilisten zu töten und zu vertreiben und Kinder für den Krieg zu rekrutieren. Außerdem nähmen sie Wohngebiete mit schwerer Artillerie und Raketen ins Visier, hieß es in einem Brief vom 18. April, der am Donnerstag herumging. Der UN-Sicherheitsrat solle eine Delegation einsetzen, um die Fakten festzustellen.

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