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Nordirland-Konflikt Sinn-Fein-Chefin hält Brexit und Friedensabkommen für unvereinbar

Der Brexit könnte eine befestigte Grenze zwischen Irland und dem britischen Nordirland bedeuten. Jetzt schaltet sich die neue Parteichefin der irischen Katholiken ein.
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Die Sinn-Fein-Chefin macht sich Sorgen um ein Wiederaufflammen des Nordirlandkonflikts. Quelle: AFP
Mary Lou McDonald

Die Sinn-Fein-Chefin macht sich Sorgen um ein Wiederaufflammen des Nordirlandkonflikts.

(Foto: AFP)

LondonDie neue Parteichefin der irisch-katholischen Sinn Fein, Mary Lou McDonald, hält den britischen EU-Austritt für unvereinbar mit dem Friedensabkommen (Karfreitagsabkommen) in Nordirland. Das sagte McDonald am Donnerstag vor Journalisten in London. Mit dem Abkommen wurde 1998 der jahrzehntelange Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten im britischen Nordirland beendet.

Durch den geplanten EU-Ausstieg Großbritanniens könnte eine befestigte Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland entstehen. Das weckt Befürchtungen, der Konflikt könnte wieder aufflammen. Offiziell wollen das alle Seiten verhindern, doch ein Austritt Londons aus der Zollunion würde Grenzkontrollen wohl unvermeidbar machen.

Forderungen von Brexit-Befürwortern, das Karfreitagsabkommen zu überdenken, bezeichnete McDonald als „zutiefst schockierend und verantwortungslos“.

Das Karfreitagsabkommen sieht vor, dass die beiden größten protestantischen und katholischen Parteien gemeinsam die Regionalregierung stellen. Doch die Gespräche zwischen Sinn Fein und der protestantischen DUP sind seit mehr als einem Jahr erfolglos.

Die 48-jährige McDonald übernahm Anfang Februar die Leitung von Sinn Fein von Langzeit-Chef Gerry Adams. Anders als Adams gilt sie als unbelastet aus dem Bürgerkrieg.

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  • dpa
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