Nordkorea feiert Militärgründung USA fürchten ersten Test von Langstreckenraketen

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea geht in die nächste Runde. Eine US-Flugzeugträgergruppe soll vor der Koreanischen Halbinsel eintreffen – und Nordkorea begeht den Feiertag zur Gründung seines Militärs.
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Hier zeigt Nordkorea die Vernichtung der USA

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SeoulGerade erst präsentierte Nordkorea seine Neuheiten im Waffenarsenal: Am 105. Geburtstag des 1994 verstorbenen Landesvaters Kim Il Sung machten Militärexperten den Prototypen einer Interkontinentalrakete aus, die wohl eines Tages auch Ziele in den USA erreichen könnte. Nur wenige Tage später scheiterte Nordkorea mit einem erneuten Raketentest. Südkorea und seine Verbündeten blicken deshalb mit Skepsis auf den (morgigen) Dienstag: Dann feiert Nordkorea die Gründung seines Militärs – womöglich mit einem abermaligen Raketenstart?

Das Land zelebriert Jahrestage häufig mit der Zurschaustellung seiner militärischen Errungenschaften. Vertreter Südkoreas sagen, es bestehe die Möglichkeit, dass Nordkorea zum Jahrestag des Militärs seinen sechsten Nukleartest oder den Jungfernstart einer ballistischen Langstreckenrakete planen könnte.

Dieser Schritt würde das derzeit überaus angespannte Verhältnis Nordkoreas mit den USA auf die Probe stellen. US-Präsident Donald Trump setzt dabei unter anderem auch auf Druck vonseiten Chinas - Nordkoreas einzigem größeren Partner - auf Pjöngjang, anstatt militärisch einzuschreiten oder das nordkoreanische Regime unter Machthaber Kim Jong Un zu stürzen. Dass nun auch noch ein US-Bürger in Nordkorea in Gewahrsam genommen wurde und die Zahl der in dem Land festgehaltenen Amerikaner somit auf drei steigt, dürfte die Situation nicht einfacher machen.

Einen Tag vor dem militärischen Jahrestag Nordkoreas rief der chinesische Staatschef Xi Jinping in einem Telefonat mit Trump zu Zurückhaltung im Umgang mit Nordkorea auf. China hoffe, alle Beteiligten würden die Verschärfung der Situation auf der Koreanischen Halbinsel vermeiden, sagte Xi laut Berichten des staatlichen TV-Senders CCTV.

Die Trump-Regierung hatte zuvor mehrmals gewarnt, dass alle Optionen „auf dem Tisch“ lägen, um Nordkorea von der Entwicklung einer Rakete mit Nuklearsprengkopf abzuhalten, die die US-Küste erreichen kann - inklusive eines militärischen Eingreifens.

Militärparade als Geburtstagsgeschenk
Feierlichkeiten in Pjöngjang
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Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-Un winkt in Pjöngjang. Zu Ehren des 105. Geburtstags seines Großvaters und Staatsgründers Kim Il Sung findet im Stadtzentrum der nordkoreanischen Hauptstadt eine Militärparade statt. Kim ist sichtbar erfreut.

Der Staat ist überall
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Plakate des Staatsgründers Kim Il-Sung (l.) und des letzte Staatsführers Kim Jong-Il (r.) werden auch noch nach ihrem Tod verehrt und sind im alltäglichen Leben – und natürlich auch während der Feierlichkeiten – allgegenwärtig.

Armee im Stechschritt
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In Reih und Glied marschieren die Soldatenmassen im Stechschritt und mit der roten Flagge durch die nordkoreanische Hauptstadt.

Militärparade in Pjöngjang
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Die Armee ist ihrem Führer Kim Jong-Un tief ergeben und schaut zu ihm auf. Kim regiert sein Land mit eiserner Hand und setzt auf internationale Abschreckung und Provokationen.

Raketentest
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Zuletzt provozierte das Regime mit dem Test der ballistische Mittelstreckenrakete Pukguksong-2.

Militärische Stärke zeigen
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Natürlich protzt das Regime auch während des höchsten Feiertages mit seiner militärischer Stärke und stellt schweres Gerät zur Schau. Das soll zeigen: Nordkoreanische Raketen könnten das amerikanische Festland erreichen.

Frauen in der Armee
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In der nordkoreanischen Volksarmee dienen auch viele weibliche Soldaten. Ähnlich wie ihre männlichen Kollegen marschieren auch sie in Reih und Glied.

Trump sprach auch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe über das Thema. Bei einem Telefonat wurde vereinbart, Nordkorea auf eine Abkehr von „provokanten Aktionen“ zu drängen. Das Atom- und Raketenprogramm des Landes sei eine extrem ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit, sagte Abe danach. Die internationale Gemeinschaft und sein Land seien gefährdet.

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