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Nordkorea Führer Kim Jong Un gibt seiner Schwester Kim Yo Jong wohl mehr Macht

Das nordkoreanische Regime hat laut Geheimdienstberichten nun eine Nummer zwei. Kim Yo Jong soll ein Teil der Staatsgeschäfte verantworten.
21.08.2020 - 17:29 Uhr Kommentieren
Der nordkoreanische Machthaber hat seine Schwester in den inneren Machtzirkel befördert. Quelle: dpa
Kim Jong Un und Kim Yo Jong

Der nordkoreanische Machthaber hat seine Schwester in den inneren Machtzirkel befördert.

(Foto: dpa)

Tokio Kim Jong Un ist bisher Nordkoreas alleiniger Führer. Nun mehren sich die Anzeichen, dass er seine jüngere Schwester Kim Yo Jong zur Vize-Diktatorin befördert. Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdiensts soll der 36-Jährige die vermutlich vier Jahre jüngere stellvertretende Leiterin der Einheitsfrontabteilung mit einem Teil der Staatsgeschäfte betraut haben.

Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap berichtet aus dem Geheimdienstbriefing des Parlaments, dass Diktator Kim derzeit Macht delegiere. Er würde zwar immer noch seine absolute Autorität behalten. Aber Kim Yo Jong seit faktisch Führerin Nummer zwei. Allerdings sei sie noch nicht offiziell seine Nachfolgerin in der Erbdiktatur, die dieses Jahr das 75-jährige Gründungsjubiläum der Arbeiterpartei feiert.

Damit widerspricht Südkoreas Nachrichtendienst Gerüchten, dass die junge Machthaberin womöglich degradiert worden sei. Stattdessen soll sie in der neuen Führungsstruktur nun für die Beziehungen mit Südkorea und sogar den USA zuständig sein sowie weitere Geschäfte leiten.

Pak Pong Ju, der stellvertretende Vorsitzende der Kommission für staatliche Angelegenheiten, und der neue Premierminister Kim Tok Hun wurden derweil mit der Kontrolle der Wirtschaft beauftragt.

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    Als Motiv für die Arbeitsteilung nennen die Geheimdienstler zum einen eine Entlastung des Führers. Zum anderen gehe es auch darum, Verantwortung für politische Fehler abzuschieben. Denn Kim hatte neben Atomraketen der Bevölkerung auch ein besseres Leben versprochen, aber bisher nur die erste dieser Ankündigungen wahr gemacht.

    Neuer Fünf-Jahresplan

    Das Zentralkomitee der Arbeiterpartei hatte am Mittwoch eingestanden, dass sich die Erreichung der Ziele „ernsthaft“ verzögere und der Lebensstandard der Menschen sich nicht spürbar verbessert habe.

    Nicht nur hemmen die Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA weiterhin den Außenhandel und damit die Deviseneinnahmen. Zusätzlich leidet das Land an Folgen sozialer Distanzierung im Covid-19-Kampf und jüngst auch unter Überschwemmungen. Im kommenden Jahr soll daher ein weiterer Fünf-Jahresplan neue Ziele ausgeben.

    Eine Beförderung von Kim Yo Jong zur mächtigsten Frau Nordkoreas wäre dabei nicht überraschend. Wie ihr Bruder stammt sie aus der dritten Ehe des früheren Führers Kim Jong Il. Und wie der Diktator ist sie für nordkoreanische Verhältnisse weltläufig aufgewachsen: Beide sollen in der Schweiz zur Schule gegangen sein.

    In Nordkorea trat sie öffentlich das erste Mal bei der Beerdigung ihres Vaters im Jahr 2011 auf. 2018 folgte dann bei den olympischen Winterspielen in Südkorea ihr erster Auftritt auf globaler Bühne. Sie war das erste Mitglied der Diktatorenfamilie, das seit der Teilung südkoreanischen Boden betrat.

    Seither wurde immer klarer, dass sie eine enge Vertraute des Diktators ist. So begleitete sie Kim Jong Un zu Gipfeltreffen mit Südkoreas Präsident Moon Jae In, US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping.

    In diesem Jahr richtete sich Kim Yo Jong mit einer Art offenen Brief an Trump und richtete Drohungen gegen Südkorea. Seitdem darf sie auch als außenpolitische Stimme des Regimes gelten. 

    Mehr: Arm, aber mächtig - Nordkoreas atomare Aufrüstung verschärft die Sorge, dass mehr Staaten zur Atombombe greifen könnten.

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