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Nordkorea in der Kritik Kim Jong Un beutet sein Volk aus

Human Rights Watch prangert die „Menschenrechtskrise“ in Nordkorea an. Das Wirtschaftssystem des Landes basiere auf Zwangsarbeit, lautet der Vorwurf. Pjöngjang greift auch massiv in das Leben von Studenten ein.
Feldarbeit in Nordkorea: Zwangsarbeit ist Menschenrechtlern zufolge eine Hauptstütze der Wirtschaft. Quelle: dpa
Nordkorea

Feldarbeit in Nordkorea: Zwangsarbeit ist Menschenrechtlern zufolge eine Hauptstütze der Wirtschaft.

(Foto: dpa)

Seoul Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die systematische Ausbeutung des nordkoreanischen Volkes durch Zwangsarbeit angeprangert. Zwei Tage vor den Feiern zum 70. Gründungstag der kommunistischen Arbeiterpartei in dem Land, forderte der HRW-Vizedirektor für Asien, Phil Robertson, am Donnerstag den Uno-Sicherheitsrat auf, diesem „missbräuchlichen Wirtschaftssystem, das auf Ausbeutung fußt, ein Ende zu bereiten“.

„Das ist eine verborgene Menschenrechtskrise in Nordkorea, über die schon zu lange hinweggesehen wird“, sagte Robertson. Angesichts des Ausmaßes der Zwangsarbeit in Nordkorea, lasse sich sagen, dass erzwungene Arbeit das Leben gewöhnlicher Bürger in dem asiatischen Land „dominiert“. Von Studenten habe HRW jüngst erfahren, dass sie zwei Monate jährlich ohne Bezahlung in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten müssten.

Laut HRW setzt die Führung in Pjöngjang Zwangsarbeit systematisch ein, um das Volk zu kontrollieren, seinen Machterhalt zu sichern und die Wirtschaft anzukurbeln. Seit dem massiven Verlust an Arbeitskraft durch die verheerende Hungersnot in den 90er Jahren sei Zwangsarbeit zu einer Hauptstütze der nordkoreanischen Wirtschaft geworden. Nach Angaben der Vereinten Nationen und von Menschenrechtsgruppen setzt die herrschende Arbeiterpartei seit 1945 auf Zwangsarbeit als ein zentrales politisches Machtinstrument.

So inszeniert sich der Diktator
Kim Jong Un
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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat seine Armee in volle Gefechtsbereitschaft versetzt. So heizt er den ständigen Konflikt mit Südkorea an. Doch er kann sich gut selbst Inszenieren.

(Foto: dpa)
Kim Jong Un
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Hier zeigt er sich mit der Fußball-Frauen-Nationalmannschaft.

(Foto: dpa)
Am Flughafen
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Die Frauen nahmen an einem Spiel in China teil.

(Foto: dpa)
Gut lachen
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Der Diktator zeigt sich gerne umgeben von seinen Militärs und Beratern.

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Applaus
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...und lässt sich applaudieren.

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Kim Jong Un
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Immer stich der Machthaber Nordkoreas auf den Fotos hervor.

(Foto: dpa)
„Quasi-Kriegszustand“
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Nun berät der Diktator mit seinem Staab darüber, ob er Südkorea angreifen soll: Sollte die Lautsprecher-Beschallung nicht bis Samstagnachmittag (10.00 Uhr MESZ) beendet sein, werde Nordkorea mit Militäraktionen beginnen, heißt es in einem an das südkoreanische Verteidigungsministerium per Brief übermittelten Ultimatum, in dem ein „Quasi-Kriegszustand“ erklärt wird.

(Foto: dpa)

Am Samstag begeht Nordkorea den 70. Gründungstag seiner kommunistischen Partei. Erwartet wird eine große Militärparade des bitterarmen und international weitgehend isolierten Landes, das immer wieder die Bühne für Machtdemonstrationen sucht. Nordkorea ist im Besitz von Atomwaffen und hat seit Oktober 2006 mehrfach Atombomben getestet. Zugleich leidet ein großer Teil der Bevölkerung an Unterernährung. Vorwürfe, wonach es massive Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea gebe, weist Pjöngjang stets als von den USA gesteuerte Schmutzkampagne gegen das kommunistische Staatswesen zurück. 

  • afp
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