Nordkorea Kim droht USA mit „Atomwaffen-Knopf“

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un feiert sich und sein Land für die Fortschritte in Nordkoreas Atomprogramm. Zum neuen Jahr droht er den USA mit Atomwaffen, überrascht aber auch mit einem Angebot an Südkorea.
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„Auf meinem Schreibtisch steht immer ein Atomknopf“

Pjöngjang/SeoulDer nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un sieht sein Land für einen Atomkrieg gegen die USA gewappnet. Der „Atomwaffen-Knopf“ sei immer auf seinem Schreibtisch, sagte Kim in seiner Neujahrsansprache am Montag. Die gesamte USA seien in Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen. „Das ist Realität, keine bloße Drohung“.

Nordkorea habe 2017 sein Ziel erreicht, den Aufbau einer Atomstreitmacht abzuschließen, sagte Kim. Ähnlich hatte sich der Diktator bereits nach dem Test einer Interkontinentalrakete (ICBM) vom Typ Hwasong-15 Ende November geäußert.

„Wir müssen Atomsprengköpfe und ballistische Raketen in Serie produzieren und ihre Stationierung beschleunigen“, kündigte Kim jetzt an. Die Waffen würden nur eingesetzt, falls Nordkorea seine Sicherheit bedroht sehe. Nordkoreas Ziel ist es, als Atommacht anerkannt zu werden und Langstreckenraketen aufstellen zu können, die einen Atomsprengkopf bis in die USA befördern können.

Nordkoreas Propagandabilder zum Raketenstart
Kim Jong Un (2. v. rechts)
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Nordkorea hat in der Nacht auf Donnerstag Fotos des Raketenstarts vom Mittwoch veröffentlicht. Hier gratuliert Staatschef Kim Jong-Un Militärs zum Abschuss der Hwasong-15 Rakete.

Mit Zigarette in der Hand
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Kim Jong-Un beobachtet den Start der Langstreckenrakete, die in der Lage sein soll, alle Regionen der USA zu erreichen.

Hwasong-15
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Die abgeschossene Rakete sei 950 Kilometer weit geflogen, habe eine Höhe von rund 4500 Kilometern erreicht und dann genau ein Ziel auf See getroffen.

Extreme Reichweite
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Die US-Organisation Union of Concerned Scientists hat erklärt, Flugkurve und Flugstrecke deuteten darauf hin, dass die Rakete eine Reichweite von mehr als 13.000 Kilometern habe und damit ohne Probleme den Osten der USA erreichen könne.

Test mit 53 Minuten Flugphase
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Nordkorea behauptet, mit der Rakete im Vergleich zu der im Juli getesteten Hwasong-14-Interkontinentalrakete entscheidende taktische und technische Verbesserungen erreicht zu haben.

Unterschiede im Detail
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Das Transportfahrzeug für die Rakete hat den Bildern zufolge neun Achsen – das Vorgängermodell der Rakete wurde von einem Modell mit acht Achsen transportiert.

Protestreaktionen in aller Welt
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Nach dem Raketentest forderten die USA härtere Sanktionen gegen Nordkorea. US-Präsident Donald Trump versprach am Mittwoch weitere Strafmaßnahmen gegen das Land. Trump sprach dazu mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. China und Russland riefen Nordkorea bei einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats dazu auf, Waffentests zu unterlassen.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hat sich im vergangenen Jahr nach zahlreichen Raketentests einschließlich dreier ICBM-Tests durch das Land und einem weiteren Atomtest im September zugespitzt. Der Streit gilt als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit.

US-Präsident Donald Trump und die isolierte Führung in Pjöngjang lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch, der weltweit die schlimmsten Befürchtungen auslöste. Trump hatte mehrfach mit Gewalt gedroht, sollte Nordkorea seine Drohungen fortsetzen. Nordkorea wirft Washington eine feindselige Politik vor.

Kurz vor einer Silvesterparty auf seinem Anwesen in Florida äußerte sich US-Präsident Donald Trump zurückhaltend auf Kims Neujahrsansprache. „Wir werden sehen“, sagte er.

Die Spannungen überschatten auch die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Kim wünschte in seiner Rede dem Nachbarn Südkorea, erfolgreiche Wettkämpfe austragen zu können. Nordkorea werde selbst einige Schritte dazu einleiten, einschließlich der Entsendung einer Delegation.

„Beide Koreas können sich sofort treffen“, sagte Kim. Wie die Delegation aussehen soll, war zunächst unklar. Als einzige nordkoreanische Athleten hatte sich ein Läuferpaar im Eiskunstlauf qualifiziert, sich jedoch nicht mehr rechtzeitig für die Spiele angemeldet.

Südkoreas Präsident Moon Jae In hatte den verbündeten USA vorgeschlagen, die gemeinsamen Frühjahrsmanöver ihrer Streitkräfte wegen der Olympischen Spiele und der Paralympischen Spiele im März zu verschieben. Eine Entscheidung der USA steht noch aus.

  • dpa
  • ap
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3 Kommentare zu "Nordkorea: Kim droht USA mit „Atomwaffen-Knopf“"

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  • Egal wer was macht eagal wie er was macht egal was er sie es zu schaffen vorgeben egal wer was da zu schaffendes ausbaden muss egal es nicht geschafft zu haben geschweigen denn schaffen zu können aber weiter sollen egal wer er sie es das zu schaffende vorgegeben hat es macht nichts. Wir nein die Mehrheit glaubt weiter fest an Tausend und eine Nacht und wählt sie weiter an die Macht. Wer daran murrt oder mäkelt oder gar kritisiert wird öfters einfach ungeniert wegzensiert. Wir glauben weiter das Geschwätz wir glauben weiter Phrasen wir glauben weiter wir brauchen sie und spielen weiter das Polit Stimmvieh. Am Ende wie ein Stier fast tot in der Showarena steht , ob es uns nicht genau so ergeht?

  • Kriege müssen her. Das ist das westliche Wachstumsmodell, ganz egal ob gegen fremde Länder, Minderheiten, die ganze eigene Bevölkerung und ganz egal ob mit Munition oder mit gedruckten Geldnoten. Auf ein erfolgreiches 2018! Auf geht's! Wir schaffen das!

  • "Kim droht USA mit „Atomwaffen- (...)“

    Legt mal 'ne andere Platte auf. Hört ja längst keiner mehr hin.

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