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Nordkorea Kim Jong Un macht Atomwaffen startklar

Nach Nordkoreas jüngstem Atomtest hat der Uno-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Sanktionen gegen das Land in die Wege geleitet. Nun kündigt Machthaber Kim Jong Un an, er bereite sich vor – auf Präventivschläge.
Update: 04.03.2016 - 02:55 Uhr
Nukleare Mobilmachung? Machthaber Kim Jong Un salutiert Soldaten in nordkoreanischen Gewässern (undatiertes Archivbild). Quelle: dpa
Kim Jong Un

Nukleare Mobilmachung? Machthaber Kim Jong Un salutiert Soldaten in nordkoreanischen Gewässern (undatiertes Archivbild).

(Foto: dpa)

Seoul Nordkoreas Staatsführung hat einem Medienbericht zufolge angeordnet, das Atomwaffenarsenal des Landes bereit zum sofortigen Einsatz zu machen. Machthaber Kim Jong Un habe den Befehl dazu am Freitag erteilt, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die nordkoreanische Staatsagentur KCNA. Das Militär bereite sich auf Präventivschläge vor, sagte Kim demnach. Die derzeitige Lage sei sehr heikel.

Erst am Mittwoch hatte der UN-Sicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die die bislang schärfsten Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang nach einem jüngsten Atom- und einem Raketentest vorsieht. Zu den Strafmaßnahmen äußerte sich die nordkoreanische Führung bislang nicht.

Nur Stunden später feuerte der kommunistische Staat nach Angaben Südkoreas sechs Kurzstreckenraketen ab, die nach einer Flugstrecke von 100 bis 150 Kilometer ins Meer stürzten. Der genaue Typ der Raketen, die von Wonsan an der nordkoreanischen Ostküste in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) abgeschossen worden waren, blieb zunächst unklar. Nordkorea testet regelmäßig Raketen mit kurzer Reichweite.

Mit der Resolution 2270 reagierte der Uno-Sicherheitsrat auf Nordkoreas Atomtest im Januar - den insgesamt vierten des Landes - und auf den ebenfalls weltweit kritisierten Start einer Weltraumrakete im Februar. Die internationale Gemeinschaft sieht in dem Satellitenstart den verdeckten Test einer militärischen Langstreckenrakete. Nordkorea spricht von friedlichen Zwecken.

Der Abschuss der Kurzstreckenraketen am Donnerstag wurde von Beobachtern als Zeichen des Protests gegen den Resolutionsbeschluss des Sicherheitsrates gewertet. Die Resolution sieht unter anderem Kontrollen aller Frachtlieferungen von und nach Nordkorea vor.

Internationale Sanktionen und neues Gesetz in Südkorea
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