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Nordkorea Kim Jong Un nach OP offenbar in Behandlung – Südkorea sieht keine Hinweise für ernste Erkrankung

Der nordkoreanische Machthaber befindet sich Medienberichten zufolge in kritischem Zustand. Das Nachbarland sieht keine ungewöhnlichen Aktivitäten im Norden.
21.04.2020 - 08:46 Uhr Kommentieren

Kim Jong Un wohl weiterhin in medizinischer Betreuung

Seoul Südkorea hat mit Vorsicht auf Berichte reagiert, wonach sich der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un nach einer Operation in kritischem Zustand befindet. Es könne nicht bestätigt werden, dass es Anzeichen für ernste Probleme mit der Gesundheit Kims gebe, teilte das Präsidialamt in Seoul am Dienstag mit. Auch gebe es keine Hinweise auf „ungewöhnliche Aktivitäten in Nordkorea“.

Der US-Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, es gebe geheimdienstliche Hinweise, dass Kim „nach einer Operation in ernsthafter Gefahr“ sei. Auch die auf Nachrichten aus Nordkorea spezialisierte Internetzeitung „Daily NK“ in Südkorea meldete, Kim habe sich einer Operation unterziehen müssen.

Demnach erholte Kim sich in einer Villa im Mount Kumgang Resort in Hyangsan an der Ostküste, nachdem er dort am 12. April in einem Krankenhaus den Eingriff hatte vornehmen lassen. Kims Gesundheitszustand hätte sich in den letzten Monaten aufgrund von starkem Rauchen, Übergewicht und Überlastung verschlechtert, so der Daily NK-Bericht.

Das abgeschottete Nordkorea selbst äußerte sich nicht zu den Berichten über Kim. Pjöngjang kontrolliert Informationen über den Machthaber und seine Familie äußerst streng.

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    Kims Abwesenheit von einer Zeremonie zum Gedenken an seinen 1994 gestorbenen Großvater und früheren Staatschef Kim Il Sung am 15. April hatte zuletzt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Noch am 11. April hatte Kim Jong Un ein wichtiges Parteitreffen in Pjöngjang geleitet. Kim hatte am 8. Januar Geburtstag, sein Alter wird in Südkorea auf 36 Jahre geschätzt.

    Mehr: Nordkorea führte zuletzt neue Raketentests durch.

    • dpa
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