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Trump und Kim

Das Treffen der beiden Staatschefs ist vorerst gescheitert.

(Foto: AFP)

Nordkorea-Konflikt US-Präsident Trump sagt Treffen mit Kim Jong Un ab

Eigentlich wollten sich US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni treffen. Doch dazu kommt es nun nicht.
Update: 24.05.2018 - 16:14 Uhr 2 Kommentare

WashingtonEs wäre ein historisches Treffen gewesen: Doch nun hat US-Präsident Donald Trump den für 12. Juni geplanten Gipfel mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un abgesagt.

Seine Entscheidung teilte Trump in einem Brief an Kim mit, den das Weiße Haus am Donnerstag veröffentlichte. Trump schrieb, er habe sich sehr auf das Treffen gefreut. Leider habe Nordkorea jedoch in seinen letzten Statements „enormen Ärger und offene Feindschaft“ erkennen lassen, er halte deswegen ein Treffen zum jetzigen Zeitpunkt für unangemessen.

„Ich habe gespürt, dass ein wunderbarer Dialog zwischen Ihnen und mir zustande kommt, und letztlich ist das der einzige Dialog, der zählt. Ich freue mich sehr darauf, Sie eines Tages zu treffen.“

Nordkorea – „Trump hat uns überrascht, aber wir sind gesprächsbereit“

Wenn Kim seine Haltung zu dem Gipfel noch ändern wolle, schrieb Trump, solle er nicht zögern, ihm zu schreiben oder ihn anzurufen. Wie es nun weitergeht, ist offen. Angereichert ist der Brief mit einer Drohung: „Sie reden über Ihre nukleare Bewaffnung“, schrieb Trump. „Aber unsere sind so massiv und so mächtig, dass ich zu Gott bete, dass sie nie angewendet werden müssen.“

Zuletzt hatte Trump den nordkoreanischen Machthaber vor die Wahl gestellt: Im Falle einer Absage an Atomwaffen könne Pjöngjang mit „sehr starken Sicherheitsgarantien“ rechnen. Halte Nordkorea jedoch an seinem Arsenal fest, könne dem Land ein Umsturz wie in Libyen drohen.

Auch bei einem Gespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Washington am Dienstag hatte der US-Präsident den Termin bereits in Frage gestellt: „Es könnte sein, dass es nicht am 12. Juni klappt.“

Die Hauptforderung der US-Seite war der komplette Verzicht Nordkoreas auf Atomwaffen. In Diplomatenkreisen wird der bewusst unscharfe Begriff Denuklearisierung verwendet. Dies lässt Spielraum für Verhandlungen. Die USA bestehen auf einer sofortigen, nachhaltigen und überprüfbaren Vernichtung der Atomwaffen Nordkoreas.

Das kommunistisch regierte Land sieht sich nach Medienberichten aber weiterhin als Atommacht und will sich nur zum Verzicht auf die Anwendung verpflichten, ähnlich wie dies die USA im Atomwaffensperrvertrag getan haben.

Entsprechend hatte auch Nordkorea bereits vor Tagen indirekt mit einer Absage eines historischen Gipfeltreffens zwischen Kim und Trump gedroht. Als Grund nannte das kommunistische Land unter anderem die eigenen Bedenken über „einseitige“ US-Forderungen nach einer totalen Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel.

Nordkorea sei „nicht länger an einer Verhandlung interessiert, bei der es nur darum geht, uns in eine Ecke zu drängen“, sagte Vize-Außenminister Kim Kye Gwan. Pjöngjang begründet sein Atomprogramm mit der Notwendigkeit, seine Sicherheit wahren zu müssen.

Als Beispiel zieht das Land den früheren libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi heran, der von Rebellenhand inmitten eines Aufstands im Oktober 2011 getötet wurde. Jahre zuvor hatte der Diktator sein Atomprogramm aufgegeben.

Der nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, hatte sich erst kürzlich ausdrücklich auf das „Libyen-Modell von 2003 bis 2004“ als Basis für Gespräche mit Nordkorea bezogen. Dies brachte ihm schließlich harsche Kritik von Vize-Außenminister Kim Kye Gwan ein.

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  • HB
  • dpa
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2 Kommentare zu "Nordkorea-Konflikt: US-Präsident Trump sagt Treffen mit Kim Jong Un ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • WIE BITTE!!? Der einzige Kriegstreiber ist dieser Kim: ja, ja, "einseitige" Denuklearisierung - Südkorea HAT KEINE Atomwaffen! So wie S-Korea unter'm US-Atomschild steht, kann Kim ja auf seine verzichten und sich auf China's Atomwaffen berufen!

  • Mir fallen einfach keine Schimpfworte für diesen amerikanischen Kriegstreiber ein.
    Die Welt müßte doch nunmehr aufwachen.