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Nordkorea-Konflikt USA stationieren weitere Patriot-Raketen in Südkorea

Als Reaktion auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas haben die USA vorübergehend weitere Patriot-Flugabwehrraketen in Südkorea stationiert. Die Flugabwehrraketen wurden aus Texas eingeflogen.
13.02.2016 - 08:40 Uhr
Die USA haben weitere Raketen nach Südkorea verlegt. Quelle: ap
Patriot-Raketensystem auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Pyeongtaek

Die USA haben weitere Raketen nach Südkorea verlegt.

(Foto: ap)

Seoul Als Reaktion auf die jüngste Koreakrise stellen die USA ihrem Verbündeten Südkorea vorübergehend zusätzliche Luftabwehrraketen vom Typ Patriot. Mit dem System werde am Militärstützpunkt Osan in der Nähe von Seoul bereits geübt, teilte die US-Armee am Samstag mit. Ziel sei sicherzustellen, „dass wir immer bereit sind, einen Angriff aus Nordkorea abzuwehren“, erklärte Kommandeur Thomas Vandal.

Er begründete dies mit der Entwicklung ballistischer Raketen in Nordkorea, die dem ausdrücklichen Willen der internationalen Gemeinschaft widerspreche. Deshalb sei es nötig, selbst effektive Raketenabwehr bereit zu halten. Wie lange die Patriot-Raketen aus Texas in Südkorea bleiben sollen, blieb zunächst offen.

Die USA hatten für nächste Woche bereits Gespräche über die Stationierung des neuen, moderneren Raketensystems THAAD in Südkorea angekündigt. Nordkorea hatte im Januar eine weitere Atomwaffe getestet und vor wenigen Tagen eine Rakete ins All geschickt. Dies widerspricht UN-Resolutionen. Die USA befürchten, dass das kommunistische Land mit Atomsprengköpfen ausgestattete Langstreckenraketen entwickelt.

Wegen der Zuspitzung hatte Südkorea diese Woche die Produktion in dem gemeinsam mit dem Norden betriebenen Industriepark Kaesong gestoppt. Nordkorea reagierte wütend und ließ sein Militär die Kontrolle über die Sonderwirtschaftszone übernehmen, wo seit 2004 südkoreanische Firmen mit Hilfe von billigen nordkoreanischen Arbeitern produzieren.

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