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Nordkorea lässt US-Experten in Atomanlage

Das kommunistische Land ist beriet, ein Team von Wissenschaftlern aus den USA durch seine Atomanlage in Yongbyon zu führen, heißt es in einem US-Pressebericht.

HB WASHINGTON. Wie die Zeitung „USA Today“ berichtete, stimmte die US-Regierung von Präsident George W. Bush dem für den 6. bis 10. Januar geplanten Besuch zu. Es wäre der erste Besuch eines ausländischen Teams in der Anlage seit der Ausweisung Internationaler Atominspektoren im Jahr 2002. In der Anlage von Yongbyon könnte Nordkorea für ein halbes Dutzend Atombomben Nuklearbrennstoff zu Plutonium aufgearbeitet haben, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Mitglieder der Experten-Delegation.

Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte zu dem Bericht, die USA bereiteten sich weiter auf die geplanten Sechs-Parteien-Gespräche mit Nordkorea vor. Er sei nicht bereit, über Einzelheiten der US-Diplomatie zu sprechen. An den Atomverhandlungen sollen auch China, Japan, Südkorea und Russland teilnehmen. Mit der Einladung an die US-Delegation könnte Nordkorea dem Zeitungsbericht zufolge zu beweisen versuchen, dass es über Atomwaffen verfügt, und damit seine Verhandlungsposition stärken.

2002 hatte die nordkoreanische Führung nach US-Angaben eingeräumt, ein geheimes Programm zur Uran-Anreicherung zu verfolgen. Dadurch sei ein Abkommen über ein Atommoratorium von 1994 gebrochen worden. In der Folge stoppte die US-Regierung seine in dem Abkommen vorgesehenen Erdöllieferungen an Nordkorea. Die Führung in Pjöngjang ihrerseits verwies die internationalen Atominspektoren des Landes und nahm den Betrieb in Yongbyon wieder auf.

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