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NordkoreaNordkorea testet offenbar leistungsstarkes Raketentriebwerk

Machthaber Kim Jong Un setzt verstärkt auf Feststoffraketen, die wegen ihrer raschen Startbereitschaft als extrem gefährlich gelten. Politische Unterstützung erhält er aus Peking und Moskau. 09.09.2025 - 07:55 Uhr Artikel anhören
Bild von Nordkoreas staatlicher Nachrichtenagentur KCNA: Offenbar schaut Machthaber Kim Jong Un beim Test zu. Foto: Uncredited/KCNA/KNS/dpa

Seoul. Nordkorea hat laut eigenen Angaben einen neuartigen Feststoffantrieb für Interkontinentalraketen getestet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, habe Machthaber Kim Jong Un dem neunten und finalen Bodentest des neuen Triebwerks an der Akademie für chemische Materialien in der Hauptstadt Pjöngjang persönlich beigewohnt. 

Demnach handelt es sich um ein Feststofftriebwerk mit einer maximalen Schubkraft von 1.971 kN (Kilonewton). Das wäre auch im internationalen Vergleich außerordentlich hoch. Die Angaben der nordkoreanischen Behörden lassen sich jedoch nicht unabhängig überprüfen. 

Nordkorea hat in den letzten Jahren verschiedene Typen an Interkontinentalraketen entwickelt, die über einen ausreichenden Flugradius verfügen, um das US-amerikanische Festland zu erreichen. Raketen mit Feststoffantrieb gelten als besonders ernstzunehmende Bedrohung, da sie im Gegensatz zu Flüssigtreibstoffraketen nicht nur leichter zu transportieren, sondern auch deutlich schneller einsatzbereit sind. 

Derzeit erfährt Kim Jong Un zunehmend diplomatische Unterstützung sowohl durch Russland als auch China. Erst zu Beginn des Monats ist der nordkoreanische Machthaber zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder in die Volksrepublik gereist, wo er Staatschef Xi Jinping in Peking zu Gesprächen traf und die beiden sich engere Beziehungen versprachen. 

Ebenso ist Nordkorea eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland eingegangen. So hat Pjöngjang nach Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes rund 13.000 Soldaten zur russischen Unterstützung im Ukraine-Krieg entsandt. Im Gegenzug erhielt Nordkorea Sicherheitsgarantien, Auslandsdevisen und mutmaßlich auch Militärtechnologie aus Moskau.

dpa
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