Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nordkorea Pjöngjang sendet Entspannungssignale an den südlichen Nachbarn

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich zuletzt wieder hochgeschaukelt.  Nordkorea  machte insbesondere seinem Unmut über Propagandaaktionen südkoreanischer Aktivisten an der Grenze Luft. Jetzt scheint Pjöngjang einzulenken.
24.06.2020 Update: 24.06.2020 - 09:19 Uhr Kommentieren

Nordkorea rückt von Militäraktion gegen Südkorea ab

Nach der Drohung mit Militäraktionen gegen seinen Nachbarn Südkorea sendet Nordkorea wieder ein Entspannungssignal aus. Die Zentrale Militärkommission der Arbeiterpartei habe bei einer Vorbesprechung unter Vorsitz von Machthaber Kim Jong Un eine Einschätzung der derzeitigen Lage vorgenommen und beschlossen, „die militärischen Aktionspläne gegen Südkorea“ auszusetzen, berichteten die Staatsmedien am Mittwoch.

Gründe für die Entscheidung wurden nicht genannt. Bei der Sitzung, die per Videoschaltung abgehalten worden sei, seien auch Dokumente über „Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Kriegsabschreckung“ erörtert worden, hieß es.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich zuletzt wieder verschärft. Nordkorea reagierte verärgert auf eine Propagandaaktion südkoreanischer Aktivisten und nordkoreanischer Flüchtlinge, die Ende Mai etwa 500.000 in Ballons verpackte Flugblätter mit Kritik an der autokratischen Führung in Pjöngjang in Richtung Norden geschickt hatten.

Pjöngjang warf der Regierung in Seoul vor, diese häufig an der Grenze unternommenen Aktionen zu tolerieren, und drohte mit Konsequenzen. Mit der jetzigen Entscheidung scheint Nordkorea nach Ansicht von Beobachtern seinen scharfen Ton weiter abmildern und beiden Seiten vorerst mehr Zeit für eine Lösung geben zu wollen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Militärs, Nordkorea scheine auch wieder Lautsprecher abzubauen, die das Land zuvor für mögliche Propagandasendungen an der Grenze neu installiert habe.

    Ohne ausdrücklich von einem Militärschlag zu sprechen, hatte Nordkorea zuletzt Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. Nach der Unterbrechung der innerkoreanischen Kommunikationsleitungen und der Sprengung eines gemeinsamen Verbindungsbüros erklärte Nordkoreas Armeeführung in der vergangenen Woche, wieder Militärübungen nahe der Grenze aufnehmen und Soldaten in ehemals gemeinsam genutzte Industrie- und Tourismusgebiete verlegen zu wollen. Auch sollten Flugblattaktionen gegen Südkorea vom Militär unterstützt werden.

    Kim Jong Un, der sich mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In bereits mehrmals getroffen hatte, überließ es dabei seiner einflussreichen Schwester, Kim Yo Jong, entsprechende Anweisungen zu erteilen. Ein Angebot Seouls zu klärenden Gesprächen schlug Pjöngjang aus.

    Die Rhetorik gegen Südkorea sei bereits nach der Zerstörung des Verbindungsbüros etwas milder gestimmt gewesen, hatte die auf Nordkorea spezialisierte Nachrichtenseite „38 North“ am Donnerstag geschrieben. „Es ist unklar, wie weit Nordkorea gehen wird, um einen Bruch mit Südkorea zu signalisieren, doch ließ es genügend Raum, um zu deeskalieren, falls und wenn es das für angebracht hält.“

    Seit dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un im Februar 2019 in Vietnam stecken nicht nur die Verhandlungen über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm fest. Auch die innerkoreanischen Beziehungen kommen seitdem nicht voran.

    Mehr: Korea-Konflikt: Südkoreas Vereinigungsminister tritt zurück

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Nordkorea - Pjöngjang sendet Entspannungssignale an den südlichen Nachbarn
    0 Kommentare zu "Nordkorea: Pjöngjang sendet Entspannungssignale an den südlichen Nachbarn"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%