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Nordkorea und Kaesong Pjöngjang schickt alle Südkoreaner über die Grenze

Nach dem heftig kritisierten Raketenstart Nordkoreas macht Südkorea seine Drohung wahr. Die Südkoreaner ziehen sich aus dem gemeinsam betriebenen Industriepark Kaesong zurück. Pjöngjang reagiert wütend.
11.02.2016 Update: 11.02.2016 - 12:24 Uhr
In dem Industriepark haben südkoreanische Unternehmen mit nordkoreanischen Arbeitern Produkte wie Haushaltsgeräte hergestellt. Für Nordkorea war das eine willkommene Devisenquelle. Quelle: AFP
Brücke zum Industriepark Kaesong in Nordkorea

In dem Industriepark haben südkoreanische Unternehmen mit nordkoreanischen Arbeitern Produkte wie Haushaltsgeräte hergestellt. Für Nordkorea war das eine willkommene Devisenquelle.

(Foto: AFP)

Seoul Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea schaukeln sich wieder hoch: Die kommunistische Regierung in Pjöngjang ordnete am Donnerstag eine militärische Übernahme der von beiden Ländern gemeinsam betriebenen Sonderwirtschaftszone Kaesong an, nachdem Seoul dort die Produktion gestoppt hatte. Die Fabriken würden beschlagnahmt, die Südkoreaner aus Kaesong zurück nach Südkorea geschickt und die nordkoreanischen Arbeiter abgezogen, hieß es. Auch würden zwei direkte Kommunikationslinien mit dem Süden gekappt.

Anlass der jüngsten Zuspitzung im Konflikt der beiden seit mehr als 60 Jahren verfeindeten Länder ist ein Atomtest Nordkoreas vor einigen Wochen und ein Raketenstart vor wenigen Tagen. Seoul und der Westen sehen darin einen Beleg, dass Pjöngjang trotz internationaler Verbote sein Atom- und Raketenprogramm weiterführt und eine Bedrohung aufbaut.

Der 2004 eröffnete Industriepark Kaesong, wo südkoreanische Firmen mit Hilfe von mehr als 50.000 nordkoreanischen Arbeitern auf nordkoreanischem Gebiet Textilien und Technik produzieren lassen, ist nicht zum ersten Mal Faustpfand in dem Dauerkonflikt. 2013 war die Wirtschaftszone schon einmal bei einer ähnlichen Eskalationsspirale monatelang geschlossen.

Nun setzte Südkorea wegen des Streits über den Raketenstart die Produktion in Kaesong aus, das gleich hinter der gemeinsamen Grenze liegt. Seoul begründete den Schritt damit, man wolle nicht, dass Pjöngjang mit harter Währung aus Geschäften in Kaesong seine Nuklear- und Raketenprogramme finanziere.

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    Seit seiner Inbetriebnahme hat der Komplex umgerechnet rund 500 Millionen Euro in die Kassen der Führung Nordkoreas gespült, die den in harter Währung bezahlten Lohn der nordkoreanischen Arbeiter einstreicht. Die Schließung des Industrieparks wird deshalb als wirksames Strafinstrument gesehen, weil dem verarmten kommunistischen Land rasch die Devisen fehlen.

    „Gefährliche Kriegserklärung“
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