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Nordkorea US-Außenminister Pompeo wird sich mit Kim Jong Un treffen

US-Außenminister Pompeo reist am Donnerstag nach Nordkorea, um Machthaber Kim zu treffen. Unterdessen kommen Zweifel an der nuklearen Abrüstung des Landes auf.
Update: 03.07.2018 - 14:28 Uhr Kommentieren
Der US-Außenminister wird Nordkorea einen weiteren Besuch abstatten. Quelle: AP
Mike Pompeo

Der US-Außenminister wird Nordkorea einen weiteren Besuch abstatten.

(Foto: AP)

Washington Vor dem Hintergrund wachsender Zweifel an den Absichten Nordkoreas reist US-Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag zu einem Treffen mit Machthaber Kim Jong Un. Die US-Regierung gab am Montagabend den ersten Besuch Pompeos in dem abgeschotteten Land seit dem Gipfeltreffen zwischen Präsident Donald Trump und Kim am 12. Juni bekannt. Dabei werde über die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel gesprochen. Die USA wollten weitere Fortschritte erzielen, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Sie nahm nicht zu Medienberichten Stellung, wonach US-Geheimdienste Nordkorea vorwerfen, heimlich seine Waffensysteme auszubauen. Trump erklärte am Dienstag, die Gespräche mit Nordkorea liefen gut.

Kim hatte beim Treffen mit Trump zugestimmt, „auf eine Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten“. In der gemeinsamen Erklärung wurde jedoch nicht erwähnt, wie und wann die Regierung in Pjöngjang Atom- und Raketenprogramme aufgeben könnte. Seither arbeiten US-Vertreter daran, die Details auszuarbeiten. Am Sonntag hatte sich eine US-Delegation unter der Leitung des US-Botschafters auf den Philippinen, Sung Kim, an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea mit Vertretern der Regierung in Pjöngjang getroffen.

Allerdings haben die jüngsten Berichte Zweifel an der Bereitschaft Nordkoreas zur Aufgabe seiner Waffen genährt. In der vergangenen Woche berichtete das sogenannte Projekt 38 North von Satellitenbildern, die zeigen sollen, wie die Atomanlage in Yongbyon ausgebaut wird. Am Freitag berichtete NBC News unter Berufung auf Regierungsvertreter, die US-Geheimdienste gingen davon aus, dass Nordkorea an mehreren geheimen Orten die Produktion von spaltbarem Material ausbaue.

Die „Washington Post“ berichtete am Samstag ebenfalls unter Berufung auf die Nachrichtendienste, Nordkorea wolle sein Atomarsenal nicht aufgeben. Am Montag erklärte dann das Middlebury Institute of International Studies, auf Satellitenbildern sei zu erkennen, wie eine Anlage zum Bau von Raketen erweitert werde.

Trump sprach am Dienstag von vielen guten Gesprächen mit Nordkorea. „Es läuft gut!“, schrieb er auf Twitter. In den vergangenen acht Monaten habe es keine Raketenstarts oder Atomtests gegeben. „Ganz Asien ist begeistert.“

  • rtr
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