Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nordkorea USA drohen Kim Jong Un mit neuen Sanktionen

Die USA werfen Nordkorea Verstöße gegen internationales Recht vor. Außenminister John Kerry warnt davor, sich der Illusion hinzugeben, Nordkorea könne im Streit um sein Atomprogramm einlenken.
1 Kommentar
US-Außenminister John Kerry war am Sonntag nach Gesprächen in China zu einem zweitägigen Besuch nach Südkorea gereist. Quelle: ap
USA

US-Außenminister John Kerry war am Sonntag nach Gesprächen in China zu einem zweitägigen Besuch nach Südkorea gereist.

(Foto: ap)

Seoul Die USA wollen im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm den Druck auf Pjöngjang erhöhen. Nordkorea sei „die größte Sicherheitsgefahr“ für die Region, sagte US-Außenminister John Kerry am Montag bei einem Besuch in Südkorea. Beim Sicherheits- und Wirtschaftsdialog mit China im Juni in Washington würden die USA auch spezifische Schritte gegen Pjöngjang besprechen.

Dem nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un warf Kerry vor, jedes Angebot der USA, Russlands, Chinas oder Südkoreas auszuschlagen, ihm die Hand zu reichen. „Wir reden über stärkeren Druck und Sanktionen sowie andere Maßnahmen, um ihm (Kim) zu verdeutlichen, dass er sich auf einem sehr gefährlichen Pfad befindet“, sagte Kerry nach Treffen mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Yun Byung Se und Präsidentin Park Geun Hye in Seoul.

Zugleich bekräftigte Kerry das Angebot für bessere Beziehungen mit dem kommunistischen Regime in Pjöngjang. Dazu müsse das Land allerdings seine internationalen Verpflichtungen zur Denuklearisierung erfüllen. „Bis heute ist klar, dass Nordkorea diesen Standards nicht einmal nahe gekommen ist.“

Den Start einer nordkoreanischen Rakete von einem U-Boot in diesem Monat nannte Kerry ein „weiteres Element der Provokation“. Damit verstoße Pjöngjang gegen UN-Resolutionen, sagte Kerry. Diese verbieten Nordkorea den Start ballistischer Raketen. Nordkoreas staatliche Medien hatten am 9. Mai berichtet, dass das Land erstmals von einem U-Boot aus erfolgreich eine ballistische Rakete (SLBM) abgefeuert habe.

Pjöngjang wirft den USA regelmäßig vor, einen Angriff vorzubereiten. Zwischen 2006 und 2013 hat Nordkorea drei Atomtests unternommen.

Unter Hinweis auf südkoreanische Berichte über die Hinrichtung des nordkoreanischen Verteidigungsministers Hyon Yong Chol Ende April sagte Kerry, das sei Teil einer „grotesken, grausigen, entsetzlichen öffentlichen Demonstration von Exekutionen nach Lust und Laune“. Hyon soll wegen Ungehorsams hingerichtet worden sein. Von Nordkorea gab es dafür keine Bestätigung.

Kerry war am Sonntag nach Gesprächen in China zu einem zweitägigen Besuch nach Südkorea gereist.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Nordkorea - USA drohen Kim Jong Un mit neuen Sanktionen

1 Kommentar zu "Nordkorea: USA drohen Kim Jong Un mit neuen Sanktionen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • USA verweisen auf internationales Recht ? Wow !!!

    Unsere demokratischen NATO Presse ist mal wieder keine Meldung Wert dass in Japan Zehntausende gegen US Militärbasen auf Okinawa protestieren. Nach dem 2. Weltkrieg haben anscheinend ca. 50000 Soldaten einfach vergessen nach Hause zu gehen. So ist es auch allen anderen Länder nach dem WK2 gegangen. Die USA sind als "Beschützer" überall geblieben um es nicht anders auszudrücken.