Wundersame Geldvermehrung: Der in Bedrängnis geratene US-Präsident stemmt sich mit Hilfe der Geldpolitik gegen die Krise. Die Notenbank hat bereits 1,75 Billionen Dollar in die Wirtschaft gepumpt. Am Tag nach der Kongresswahl soll eine weitere Billion folgen.

Kommentare

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  • http://www.youtube.com/watch?v=brnuqlQiviU

  • Seit Obama antrat, wurde darauf gewartet, was er gegen die Krise nebst Folgen tun würde. Außer ein paar Keynes`schen Programmen kam von fiskalischer Seite nichts - sie verbrannten und es blieb nichts nach. Dann verließen ihn seine Neo-Keynesianer und nun steht er alleine da - unwissend. bernanke solls richten, kann jedoch außer mehr QE nichts tun, weil die Pfeile verschossen sind. So hält er mit Geldschwemme die Depression auf (geringer) Distanz um den Preis der Deflationierung. Enden kann das nur in einer Katastrophe - und alle wissen es, halten den Mund und hoffen es der GOP nach den Zwischenwahlen in die Schuhe schieben zu können mit dem "Argument" der blockade politischer Entscheidungen und der deswegen still stehenden Fiskalpolitik Obamas. Helfen wird das nicht - nur der schwarze Peter soll geschoben werden. Wer`s dann glaubt.

  • Ja, das möchste:

    Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße; mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
    Das Ganze schlicht, voller bescheidenheit:
    Neun Zimmer - nein, doch lieber zehn! Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn, Radio, Zentralheizung, Vakuum, eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm, eine süße Frau voller Rasse und Verve -(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) -, eine bibliothek und drumherum Einsamkeit und Hummelgesumm.
    im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste, acht Autos, Motorrad - alles lenkste natürlich selber - das wär ja gelacht! Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.
    Ja, und das hab ich ganz vergessen: Prima Küche - erstes Essen - alte Weine aus schönem Pokal - und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal. Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion. Und noch 'ne Million und noch 'ne Million. Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit. Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

    Ja, das möchste!

    Aber, wie das so ist hienieden: manchmal scheints so, als sei es beschieden nur pöapö, das irdische Glück. immer fehlt dir irgendein Stück. Hast du Geld, dann hast du nicht Käten; hast du die Frau, dann fehln dir Moneten - hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer: bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der becher.

    Etwas ist immer. Tröste dich.

    Jedes Glück hat einen kleinen Stich. Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten. Daß einer alles hat: das ist selten.

    Kurt Tucholsky

  • Andersrum wird ein Schuh draus:
    Amerika möchte durch unbeschränktes Notendrucken seine Schulden entwerten.

    Und wenn die investmenbankster einen iQ oberhalb eines Schimpansen hätten, würde sie schon heute US-Staatsanleihen meiden und abstossen und damit den Dollarkurs dorthin drücken, wo er hingehört.

    Da aber deren iQ unterhalb von Schimpansen liegt....

  • Amerikas Fehler liegen in der Nahostpolitik mit der der Terrorismus heraufbeschworen wurde und in der falschen Globalisierungspolitik, weil die Antwort auf Niedriglohnland nicht Lohndumping heißen kann.

    Die Wirtschaft braucht sinnvolle nationale Programme, die zu investitionen führen und den bürgern neue Lebensräume bieten, wo durch Effizienz der Geldbedarf der Familien geringer wird. Es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, daß der bürger notfalls ohne Einkommen und staatliche Hilfe produzieren kann und trotzdem seine Lebensgrundlagen behält. Dies ist über die Kapitalisierung dessen erreichbar, was der bürger ohnehin für seine Existenz aufwendet.
    beispiel: Über die Miete ist eine Wohnung (ETW/RH/EFH) nach 30 Jahren Eigentum; wenn richtig angeordnet ist.
    Dies ist mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen zu kombinieren. investoren sind insoweit Unternehmungen und Mitarbeiter und finanzieren über eine Förderbank zweckgebunden.
    Dahin muß das neue Geld fließen, um nicht wieder im "Casino" zu landen.

    http://www.bps-niedenstein.de/

  • Allein die Tatsache, dass Obama auf den nächsten Wahltermin starrt (wie viele andere in aller Welt vor ihm und nach ihm auch), zeigt schon die Schwäche einer Demokratie, wenn nämlich Politik nicht auf einen längeren Zeitraum hin angelegt werden kann.
    Möglicherweise liegt hier Chinas Stärke. Lasst uns warm anziehen.

  • Tja, dumm und korrupt müsste man sein.....
    Dann könnte man diese Gelddruckaffen und den Möchtegernmessias ja verstehen ;-)
    Wobei - dumm sind sie nicht. Sie haben ihr eigenes Scherflein im trockenen - denken sie. Nach mir die Sintflut - was interessiert mich das Pöbel....
    Was nützt es ihnen im Knast, oder wenn der wütende Mob über sie herfällt wenn er endlich aufwacht ??
    Also doch dumm ;-)
    ich als bewaffneter Amerikaner wüsste wo ich die finde.....

  • Die Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich ohne Zweifel volkswirtschaftlich im „fünf Minuten nach Zwölf“- Szenarium. Das erneute Anwerfen der Gelddruckmaschine, Zielmarke 1000 Milliarden Euro frisches Geld, bringt deutlich den totalen ökonomischen Niedergang zum Ausdruck, der der stärksten Volkswirtschaft ins Haus steht. Es ist außerordentlich beunruhigend, sich die möglichen Folgen für die Weltwirtschaft vorzustellen, wenn die investoren das Vertrauen hinsichtlich der bedienung und Verzinsung ihrer dort angelegten Kapitale verlieren. Die entwickelten Volkswirtschaften jedenfalls sind bereits heute mit der Abwehr der Folgen der jüngsten Finanzkrise ge- und oftmals überfordert. Wo sollen also die Mittel herkommen, mit den Folgen der (möglicherweise) implodierten US-Finanzwirtschaft klarzukommen?

  • Zinseszins ist das Zauberwort. Der Effekt desselben wird die Amerikaner schon bald vor grosse Probleme stellen.

  • Die exzessiven Schuldenberge verselbstständigen sich. Das ist keine Frage von
    Geldpolitk sondern Mathematik.
    Reale ökonomische Aktivität, sprich, ausserhalb des Regierungsapparates und der Finanzservice industrie kann diese Verschuldung nicht mehr bedienen. Geänderte bilanzierungsregeln, unlimitierte bailouts und Gelddrucken werden daran nichts ändern, sondern werden einfach nur eine Abwärtsspirale in Gang setzen.
    Die Häuserpreise werden hierdurch nicht steigen.

    Probleme wie strukturelle Arbeitslosigkeit, massive Haushaltsdefizite die nicht vom GDP gedeckt werden können, das Schrumpfen !!! der Geldmenge ausserhalb des Finanz-bankensystems und der Regierungsbehörden und fehlendes nachhaltiges Wachstum werden durch " Quantitative Lockerung", was nichts als ein Euphemismus für " inflationieren" ist, keineswegs verschwinden.
    bernanke wird seinen Platz in der Geschichte finden, aber sicher anders als er sich vorstellt.

Mehr zu: Notenbank-Geldschwemme - Obama will Aufschwung mit billigem Geld erzwingen

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