Nouriel Roubini US-Ökonom warnt vor Euro-Untergang

Der US-Ökonom, der die US-Immobilienkrise vorhergesagt hatte, warnt nun vor einem Zusammenbruch der Euro-Zone, sollte Griechenland nicht finanziell unterstützt werden. Bei einem Euro-Ausstieg Griechenlands drohe Panik.
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Nouriel Roubini, Ökonomie-Professor an der New York University. Quelle: ap

Nouriel Roubini, Ökonomie-Professor an der New York University.

(Foto: ap)

BerlinDer US-Ökonom Nouriel Roubini hat vor einem Stopp der Finanzhilfen für Griechenland nach der Wahl am Sonntag gewarnt. "Wer den Griechen den Stecker zieht, provoziert den totalen Zusammenbruch der Euro-Zone", sagte Roubini der "Bild"-Zeitung laut Vorabbericht.

Bei einem Kollaps des Landes würden viele Anleger in Panik geraten: "Dann gibt es einen Run auf die Banken in Portugal, Spanien und Italien", sagte der Wissenschaftler und frühere Regierungsberater. Deshalb müsse Griechenland entweder in der Euro-Zone gehalten werden oder finanzielle Unterstützung für einen geregelten Ausstieg erhalten.

"Beides ist für Deutschlands Steuerzahler billiger, als die Euro-Zone kaputtgehen zu lassen", sagte Roubini. Seine Prognosen werden an den Finanzmärkten aufmerksam verfolgt, da er den Einbruch des US-Immobilienmarktes im Vorfeld der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise vorausgesagt hatte. In der Finanzwelt wurde ihm daher der Titel "Dr. Doom" ("Dr. Untergang") angeheftet.

  • rtr
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48 Kommentare zu "Nouriel Roubini: US-Ökonom warnt vor Euro-Untergang"

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  • Es ist erstaunlich, wie schnell Roubini ist, ich habe das schon 1993 klipp und klar publiziert. Dr. Norbert Leineweber in: Mehr Markt - Weniger Staat, hrsg. von Prof. Norbert Walter, Bonn Aktuell: "Im Grunde erübrigt es sich die Gegenargumente (für die Einführung des Euro), die von Seiten der Wissenschaft ins Feld geführt werden, an dieser Stelle zu wiederholen." ..... Na ja, 19 Jahre "behind the curve" geht noch. Sicher gibt es noch langsamere.

  • Der Euro ist ein Konstrukt größenwahnsinniger Politiker. So schön die Idee auch sein mag.

    Diese ganzen Konstrukte halten nicht lange, da braucht man nur mal in die Geschichtsbücher sehen.

  • have a nice http://en.wikipedia.org/wiki/Sun_Fire!

    http://www.myup.ir/viewer.php?file=00223012212055662880.jpg

  • Als Dr. Doom wird nicht Roubini, sondern Marc Faber bezeichnet. Die Handelsblattredaktuere scheinen das schreiben mittlerweile eher lieber Praktikanten zu überlassen und sich selbst lieber in die Sonne zu legen. Irgendawann scheint das Propagandaschreiben wohl aufs Gemüt zu schlagen...

  • @ agenda2020

    ...ja, sicher - der Endsieg ist nahe ...

    tssss....

  • @ Pandora0611

    Ich gebe Ihnen völlig Recht - mit einer Einschränkung: Diejenigen hinter der Kulissen, die den EURO auf den Weg gebracht habe, werden diesen nicht als "Fehlgeburt" sehen, sondern der EURO erfüllt genau das was er sollte: Eine Destabilisierung der Gesellschaft bis hin zum Chaos und damit die Voraussetzung für einen gewaltigen politischen Umbruch. Der EURO ist keine Fehlgeburt, nein, er sit vielmehr der Geburtshelfer der EUdSSR.

  • den Euro wird es auch noch in 10 Jahren geben!
    macht euch keine Hoffnungen auf einen baldigen Untergang
    der Eurozone mit der starken Währung EUR !

  • Die Eurostory - Epilog
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    Epilog: Europa hatte einen Irrweg eingeschlagen und alle Warnungen in den Wind geschlagen. Diejenigen, die davor gewarnt hatten, wurden als "Spinner" und "Europagegner" gebrandmarkt und zur "persona non grata" erklärt. Die Eurokraten haben, um ihre "Existenzberechtigung" nachzuweisen, alles getan, um das Volk "dumm" zu halten.
    Um so härter wird das Erwachen sein, wenn diese Esperantowährung - endlich - zerbricht!
    Viele Länder werden pleite gehen und auf 3.-Welt Niveau landen, andere werden um 50 Jahrein in ihrer Entwicklung zurückgeworfen.
    Aber nach jedem Neustart wird es besser.
    Es bleibt zu hoffen, das die Menschheit/die Europäer aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.
    Requiescat in pace, (T)Euro.

  • Naja die Gefahr eines Bank Runs besteht schon in gewisser Weise. Hier handeln ja nicht die Kapitalmärkte, die bzgl. der ökonomischen Probleme eines Landes sehr wohl in der Lage wären zu differenzieren (Stichwort Domino Effekt). Die Kapitalflucht hat seit 2011 ja sogar schon in Italien eingesetzt. Aber vor allem deutsches Anlagekapital ist geflüchtet.

    Das Hauptrisiko des Eurozusammenbruchs wären doch die Target Salden (ca. 500 Mrd.). Verträge bzw. Forderungen gegen Handelspartner werden ja nicht unwirksam, weil die Währung der Geldleistung wechselt.

    Im Moment kostet uns die GR Pleite allein ca. 100 Mrd. Die langfristige Retterei ändert aber nichts am status quo der mangelnden griechischen Wettbewerbsfähigkeit. Damit alimentieren wir nur griechische Rentner während die Jugend (Arbeitslosigkeit ca. 50%) den Preis bezahlt, weil keine Arbeitsplätze mehr entstehen können. Da sich aber mit weiterem Kredit das Preisniveau gerade nicht anpasst, wird GR dauerhaft ein Zombie gefüttert mit Krediten der Geberländer. Das nächste Rettungspaket können wir schon nächstes Jahr schnüren. A la lonque wird das irgendwann teurer.

    Ami-Ökonomen wollen natürlich einen starken Euro vermeiden, der ihren immer weicher werdenden Dollar früher oder später hart entwerten wird und zu einer beachtlichen Kapitalflucht aus dem Dollar führen kann. Da sollen wir lieber weiter Schulden machen und auch inflationieren und im Gleichschritt mit der USA gehen.

    Schließlich ist es nicht im Interesse einer erheblichen Summe von Wall Street Anlagekapital, dass die Investoren ihre Papiere schrotten können. Auch hier wird Herr Roubini Interessen wahrnehmen. Die Vernetzung zwischen Wall Street und Wirtschaft ist in den USA ja bekannt auch wenn ich ausdrücklich betone, dass ich das nicht für Hernn Roubini weiss, sondern nur vermute! Die Wall Street wartet lieber noch auf die "Bad Bank" ESM, die ihnen die Schrottpapiere abkauft...

  • Die Eurostory - Teil 1
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    Die EurostoryIn 3 Monaten könnte der Spuck vorbei sein. Dann ist der (T)Euro eine unrühmliche Fußnote in der (deutschen) Geschichte.
    Der (T)Euro wurde den Deutschen aufgezwungen; entscheiden, ob sie ihn wollen, durften sie nicht. Das war sogar "gesetzlich verboten".
    Seitdem leben wir in einer Demokratur, in der das ZK der EUdSSR in seinem 5-Jahresplan festlegt, was gut für uns ist/sein soll.
    Und das ZK sagt, Eurobonds, Banken-, Schulden-, und Transferunion sind (angeblich) für uns gut. Auch der demokratiefeindliche ESM sei für uns gut, weiß doch das illegitime Direktorium des ZK der EUdSSR es immer besser und entmachtet die nationalen Parlamente.

    Seit 2001 werden wir mit dem unseeligen (T)Euro malträtiert.
    Seitdem sind die Preise explotiert, die Einkommen geschrumpft die Armut gestiegen und die Staatsverschuldung ist expotential gestiegen. Die Infrastruktur verkommt, die Kommunen sind pleite, für Kitas, Schulen, Unis ist kein Geld da, da alles in die "Bankenretung" - schönsprech - (T)Eurorettung geht. Da wird ein "Rettungsschirm" nach dem anderen "erfunden", die alle nichts bringen.
    Der (T)Euro war von Anfang an eine "Fehlgeburt", ein fehlgeschlagenes Experiment; und jeder Wissenschaftler bricht ein Experiment, wenn es sich als Fehlschlag erweißt, ab.
    Nicht so unsere Politclowns/Eurokraten; sie versuchen diesen "Flatliner" mit aller Macht (Steuergeldern) zu reanimieren. Aber das kann nicht klappen! Dieser Zombi kann nicht wiederbelebt werden.

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