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Nowitschok Ein Jahr nach Anschlag auf Ex-Spion: Salisbury frei von Nervengift

Experten haben Teile der britischen Stadt auf der Suche nach winzigen Spuren des Nervengifts Nowitschok auf den Kopf gestellt. Nun gibt es Entwarnung.
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Experten konnten kein Nervengift in Salisbury mehr nachweisen. Quelle: AFP
Nervengift

Experten konnten kein Nervengift in Salisbury mehr nachweisen.

(Foto: AFP)

SalisburyEin knappes Jahr nach dem Giftanschlag auf den früheren russischen Doppel-Agenten Sergej Skripal und seine Tochter Julia ist die englische Stadt Salisbury offiziell Nowitschok-frei. Insgesamt seien zwölf Areale auf Spuren des extrem gefährlichen Nervengifts überprüft und gesäubert worden - zuletzt das Haus des Ex-Spions, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag.

Das Militär hat sich mit insgesamt 13.000 Arbeitsstunden daran beteiligt. Etwa 5000 Proben werteten die Spezialisten aus. Sie brauchten allein mehrere Monate, um das Haus von Sergej Skripal zu dekontaminieren; die Täter sollen das Gift auf eine Türklinke geschmiert haben. Nach einem Bericht des Nachrichtensenders Sky News soll das Gebäude wieder als Wohnhaus dienen. Es soll nicht als Unterkunft für Reisende oder Touristenattraktion dienen.

Militärexperten sprachen von der längsten Aktion dieser Art, die jemals in Großbritannien stattgefunden hat. Schätzungen zufolge waren bis zu 800 Spezialisten im Einsatz. Zu den untersuchten Arealen gehörte unter anderem ein Restaurant, in dem die Skripals am Tag des Anschlags gegessen hatten.

Vater und Tochter saßen am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank mitten in der idyllischen Kleinstadt. Experten wiesen bei den Opfern Nowitschok nach, das einst in der Sowjetunion entwickelt worden war. Den Anschlag sollen Russen verübt haben, die auf freiem Fuß sind. Aus dem Attentat entwickelte sich eine schwere diplomatische Krise.

Die beiden Opfer überlebten und sind inzwischen an einem geheimen Ort. Unklar ist, ob sie unter Spätschäden leiden. Ein Polizist, der als einer der ersten zum Anschlagsort eilte, musste ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden. Im vergangenen Juni kam eine Frau in Salisbury durch das Gift ums Leben. Ihr Partner hatte einen Flakon mit Nowitschok gefunden und die Flüssigkeit für Parfüm gehalten.

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  • dpa
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