NSA-Affäre Geheimdienste spähen auch Online-Spiele aus

NSA und britischer Geheimdienst haben mehrere Online-Rollenspiele und das Xbox-Netzwerk überwacht. Das geht aus Berichten von Edward Snowden hervor. Die NSA scannte Online-Chats und Überweisungen der Spieler.
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Das Logo der NSA. Laut den Berichten von Whistleblower Edward Snowden tummeln sich Geheimdienstmitarbeiter – getarnt als Gnome oder Elfen – auch in Online-Rollenspielen wie „World of Warcraft“. Quelle: ap

Das Logo der NSA. Laut den Berichten von Whistleblower Edward Snowden tummeln sich Geheimdienstmitarbeiter – getarnt als Gnome oder Elfen – auch in Online-Rollenspielen wie „World of Warcraft“.

(Foto: ap)

WashingtonDer US-Geheimdienst NSA und sein britisches Pendant GCHQ durchkämmen Presseberichten zufolge bei ihrer Suche nach Terrorverdächtigen auch Online-Rollenspiele wie „World of Warcraft“ und „Second Life“. Wie die „New York Times“ und der „Guardian“ am Montag unter Berufung auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden berichteten, sind die Geheimdienste mit verdeckten Ermittlern in den virtuellen Welten präsent und sammeln Daten über andere Nutzer. Dutzende Millionen Menschen weltweit sind bei Online-Rollenspielen aktiv.

Den Berichten zufolge befürchtet die NSA, dass Terroristen die Computerspiele dazu nutzen, Nachrichten und Geld auszutauschen. Geheimdienstmitarbeiter hätten daher selbst Rollenspielcharaktere wie Elfen oder Gnome erstellt, um verdächtige Figuren auszuspähen und Informanten zu rekrutieren. Die Dienste sollen außerdem massenweise Daten zu Chat-Kommunikationen und Finanztransaktionen abgesaugt haben. Unklar war, wie genau die NSA auf die Computerspiel-Daten zugreifen konnte.

Laut der „New York Times“ sollen sich die Geheimdienste unter anderem Zugang zum Netzwerk der Spielekonsole Xbox des Technologieunternehmens Microsoft verschafft haben. Neben der NSA und dem GCHQ sollen sich auch Agenten des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, der US-Bundespolizei FBI und des US-Verteidigungsministeriums in den Fantasiewelten tummeln. Damit sich die verschiedenen Geheimdienste nicht in die Quere kommen, habe sogar eine Koordinierungsstelle eingerichtet werden müssen, schrieb die „New York Times“.

Die Überwachung von Online-Spielen ist aber offenbar nicht von Erfolg gekrönt: Nach Angaben der Zeitungen sind Geheimdienstvertretern und Experten keine konkreten Terrorplanungen bekannt, die auf diese Weise durchkreuzt worden sind.

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2 Kommentare zu "NSA-Affäre: Geheimdienste spähen auch Online-Spiele aus"

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  • Der größte Terrorist der welt dürfte ja wohl noch immer die USA selbst sein.

    Jeder, der mal in den USA sich hat mit den „friedliebenden“ TV-Programmen hat berieseln lassen, der kann eigentlich nur noch aufs WC gehen und sorgt dafür, dass sein Magengrummeln aufhört. Was dort an Gewalt gezeigt wird, durchgehend auf allen Programmen und den Tag / Nacht über, das geht echt auf keine Kuhhaut.

    Kein Wunder, dass die ganze amerikanische Nation ein schlimmer Kriegstreiber und Terrorist ist, der nur daran denkt, andere Nationen nieder zu machen und sie dann aus zu saugen.

    Gibt einem Ami eine neue Erfindung und er denkt daran, wie er daraus ne Waffe machen kann.
    Gib dem Deutschen eine neue Erfindung und er denkt daran, wie er sie unternehmerisch nutzen kann (als Arbeitsplätze und Brot für andere).

    Darum sind die Tage vom Ami-Land, Israel und den ehemaligen Kolonialmächten gezählt und darum wird Deutschland immer wohlhabender werden. Erst in der EU, später ind er Achse D-RUS-CN.

  • So ein Ork oder Zauberer aus World of Warcraft ist jetzt auch schon ein Sicherheitsrisiko für die NSA-Stasi.

    Das unmoralische Auftreten der USA, die keine Einsicht und Reue zeigen, ist einfach nur unerträglich.

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