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Nuklearwaffen „Wir alle müssen Atomwaffen loswerden“ – Trump plädiert für Abrüstung

In einem Interview fordert Trump Großmächte China, Russland und USA zur Abrüstung auf. Politiker in Russland reagieren – und fordern mehr Details vom US-Präsidenten.
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Donald Trump plädiert für Abrüstung von China, Russland und USA Quelle: AP
Donald Trump

„Wir wollen Atomwaffen loswerden, wir alle müssen sie loswerden“, so der US-Präsident.

(Foto: AP)

DüsseldorfUS-Präsident Donald Trump hat sich für die nukleare Abrüstung von China, Russland und den USA ausgesprochen. Er habe gesehen, dass Wladimir sich angeboten habe, den USA beim Thema Kim Jong Un und Nordkorea behilflich zu sein, sagte er in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. „Wir wollen Atomwaffen loswerden, wir alle müssen sie loswerden. Russland muss sie loswerden, China muss sie loswerden“, so Trump.

Am Donnerstag hatte es ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gegeben, bei dem der russische Staatschef sich als Vermittler im Atomstreit zwischen den Regierungen in Washington und Pjöngjang angeboten hatte. Auf dieses nahm Donald Trump nun Bezug.

Allerdings ist fraglich, wie ernst es dem US-Präsidenten mit seinen Worten zum Zeitpunkt ihrer Äußerung war. Das Statement zur nuklearen Abrüstung wirkt in dem Interview eher wie ein Gedankeneinschub – davor spricht Trump über den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, danach über die „New-Green-Deal“-Politik von Alexandra Ocasio-Cortez und die Größe von Fenstern in New Yorker Wolkenkratzern.

Umso überraschender ist, dass russische Politiker die Äußerung zum Anlass nehmen, ihrerseits Stellung zu der Abrüstungsfrage zu beziehen. „Eine wunderbare Idee!“, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitro Peskow gegenüber der russischen Zeitung „Vedomosti“. Zugleich bemängelte Peskow die fehlenden Details von Trumps Äußerungen. „Der Sinn der Initiative wird nicht deutlich“.

Auch aus dem russischen Außenministerium kamen positive Reaktionen auf Trumps Worte. Man könne seine Äußerungen nur begrüßen, sagte etwa der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow zu Pressevertretern, verwies aber gleichzeitig auf die wachsende Bedeutung von Nuklearwaffen in der militärischen Strategie der USA.

Dabei erwähnte er ein Raketenabwehrsystem der USA und die „mögliche Entstehung von Weltraumwaffen“. „Das ist ein hochkomplexes Thema“, so Rjabkow. Russland habe seine Position ausgearbeitet und werden diese gegenüber den USA sowie den anderen Atommächten erläutern. Russland sei bereit zu Gesprächen in den USA, „sobald diese bereit“ seien.

Zuletzt war das Thema Abrüstung zwischen den beiden Großmächten extrem spannungsbeladen. So kündigte das Weiße Haus Anfang Februar an, aus dem INF-Vertrag zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenraketen auszusteigen und ein neues Abkommen auszuhandeln. Russland seinerseits kündigte an, den Vertrag auszusetzen.

Der Vertrag verbietet landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern und untersagt auch die Produktion und Tests solcher Systeme. Die Abkürzung INF steht für „Intermediate Range Nuclear Forces“, auf Deutsch: nukleare Mittelstreckensysteme. Die USA und die damalige Sowjetunion hatten den Vertrag 1987 geschlossen.

Die USA und ihre Nato-Partner hatten zuvor Russland vorgeworfen, den Vertrag zum Verzicht auf landgestützte atomare Mittelstreckenwaffen zu verletzen. Washington hatte Moskau ein Ultimatum gestellt, das Anfang Februar auslief.

Russland bestreitet die Vorwürfe vehement und bezichtigt die USA ebenfalls des Vertragsbruches. Die USA setzten den Vertrag zuerst aus, kurz darauf kündigte Putin diesen Schritt ebenfalls an. Die Kündigungsfrist läuft im August endgültig aus.

Mit Agenturmaterial

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1 Kommentar zu "Nuklearwaffen: „Wir alle müssen Atomwaffen loswerden“ – Trump plädiert für Abrüstung"

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  • ... hat die Kehrtwende Tumps mit den erfolgreichen, neuen Waffensystem Russlands zu tun????

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