Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Obama und die Ukraine-Krise Der zögerliche Präsident

Ob Ukraine oder Griechenland: Derzeit nimmt Deutschland mit Kanzlerin Merkel eine zentrale Mittlerrolle in mehreren Krisen ein. Die USA und Präsident Obama fallen als Konfliktlöser aus. Manchen macht das große Sorgen.
Update: 13.02.2015 - 15:12 Uhr 14 Kommentare
Polizisten seien in der Stadt in unverhältnismäßiger Weise gegen Schwarze vorgegangen, sagte Obama. Quelle: ap
Barack Obama

Polizisten seien in der Stadt in unverhältnismäßiger Weise gegen Schwarze vorgegangen, sagte Obama.

(Foto: ap)

BerlinDie europäische Politik wird derzeit von zwei Krisen in Atem gehalten. Das Schuldendrama in Griechenland hat das Zeug, der Euro-Zone kräftig zuzusetzen, sollte der Streit zwischen Athen und den internationalen Geldgebern weiter eskalieren und der Mittelmeerstaat pleitegehen und aus der Europäischen Währungsunion ausscheiden.

Der andere Konflikt grassiert in der Ost-Ukraine. Trotz neuer, in Minsk getroffener Vereinbarungen, die unter anderem eine Waffenruhe ab Sonntag vorsehen, wird weiter gekämpft. Und es ist unsicher, ob aus der Hoffnung auf Frieden tatsächlich ein dauerhafter Frieden werden kann und nicht etwa ein Krieg, der dann möglicherweise ganz Europa betrifft.

In beiden Konflikten spielt Deutschland eine tragende Rolle – als Vermittler. Kanzlerin Angela Merkel eilt von einem Krisengipfel zum nächsten. Die USA agieren mit ihrem Präsidenten Barack Obama allenfalls im Hintergrund. Zur Lösung der schwierigen Probleme tragen sich jedenfalls nicht wirklich viel bei.

Obama selbst schert das offenbar wenig. Beim dem Treffen mit Merkel in Washington Anfang der Woche lobte er gar ihre derzeitige „Führungsrolle“. Dazu passt, dass die „New York Times“ die Kanzlerin am Donnerstag in einem Meinungsbeitrag schon als eigentliche Führungsfigur der freien Welt hofiert, weil dafür derzeit weder Obama noch irgendein anderer EU-Regierungschef infrage komme.

Die Zurückhaltung der USA wirft die Frage auf, welche Rolle sie in den Konflikten und Krisen der Welt generell übernehmen wollen.

Joachim Krause, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK), ist zwar überzeugt dass Obama seine Agenda habe. Allerdings komme darin der Ukraine-Konflikt nicht vor. „Er lässt seinen Vize reden, und der wiederholt wortwörtlich Sätze, die zuvor Vertreter der Bundesregierung gesagt haben. Das sagt alles“, sagte Krause dem Handelsblatt (Online-Ausgabe).

Derweil kippe die Stimmung in der Ukraine, weil sich mehr und mehr Menschen vom Westen verlassen fühlten. Alleine die Ankündigung von Waffenhilfe für die ukrainischen Streitkräfte hätte enorm viel bewegt, ist Krause überzeugt. Sein ernüchterndes Fazit: „Der Unwille Obamas, die internationale ordnungspolitische Rolle der USA wahrzunehmen, wird weltweit zu Verunsicherung und Anarchie beitragen.“

Die zögerliche Haltung der Amerikaner in der Ukraine-Krise ist schon länger zu beobachten.

Bereits 2014 überließ Obama den Deutschen die Führung der Verhandlungen über eine Deeskalation in der Ukraine. Das schmeckt zwar gerade republikanischen US-Senatoren nicht, die Deutschland eine anbiedernde Position gegenüber dem als Aggressor empfundenen Russland vorwerfen. Aber Obama ließ keinen Zweifel daran, dass auch er die Bewaffnung der ukrainischen Armee für problematisch hält.

Brexit 2019
Konflikt bedroht laut Trittin den Frieden in Europa
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Obama und die Ukraine-Krise - Der zögerliche Präsident

14 Kommentare zu "Obama und die Ukraine-Krise: Der zögerliche Präsident"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Anführer der Nationalpartei, Dmitri Jarosch, hat bereit verlautet, dass er sich nicht an die Friedenspläne der Minsker Abkommen halten werden und möchte ganz Ukraine von Terroristen befreien.
    Auch der Mitglied der Rada, Igor Mosijchuk, sagte, dass die Minsker Friedensabkommen der Verrat der Ukrainezu verstanden ist.

    Wie traurig es auch klingen mag, glaube ich nicht auf die Einhaltung des Friedens und erwarte weitere Provokationen seitens der Nationalgarde und Eskalation der Kämpfe. LEIDER!!!

  • ops! zu schnell auf "ENTER" gedrückt.

  • Naja, er kann kaum noch richtig machen.

  • Wem überfällt der Friedensnobelpreisträger morgen? Der Herr Obama und seine Vorgesetzten sind wohl auch nur Räuber.

  • Die USA haben im 21. Jahrhundert sieben Länder ganz oder teilweise zerstört und wurde dabei von der "westlichen Zivilisation" und den westlichen Bilderbergmedien unterstützt.

    Bankster-Marionette Obama wurde aufgrund seines Versprechens gewählt, das Folterzentrum der US Army in Guantanamo aufzulösen – ein Versprechen, das er auch sechs Jahre später noch nicht eingelöst hat.

    Bankster-Marionette Obama wurde im ersten Monat seiner Amtszeit mit dem Nobelpreis ausgezeichnet und führte weiter Krieg in Afghanistan, Ägypten, Libyen und in jüngster Zeit in Syrien und der Ukraine!

    Das sollte jeder im Kopf haben, der "Amerika" beurteilt.
    Die Vereinigten Staaten von Amerika haben heute nur noch wenig mit Demokratie zu tun.

    Die Oligarchie, die unter der dünnen Fassade von "Demokratie" die politische Kontrolle übernommen hat, hat das industrielle und soziale Gefüge der Vereinigten Staaten ruiniert.

    Diese Oligarchen stehen hinter dem Transatlantischen Handels- und Investitionsabkommen und der Deregulierung von Banken, damit sie die Erde weiter ausplündern können.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/19/star-pianistin-lisitsa-es-gibt-plaene-fuer-einen-grossen-ausverkauf-der-ukraine/

  • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/29/ukraine-nato-befehlshaber-zeichnet-in-kiew-verwundete-soldaten-aus/

  • Will Washington einen NATO-Krieg in Europa?

    Die USA brauchen einen Weltkrieg, um ihre Vormachtstellung in der Welt zu festigen. Die Kontrolle über Europa soll durch das transatlantische Freihandelsabkommen gestärkt werden. Außerdem soll die Kontrolle über Russland und den Nahen Osten errungen werden. Auf diese Weise wird beim Kampf um die Führungsposition der Wettbewerbsvorteil gegenüber den asiatischen Staaten ausgeweitet.

    Amerikas Pläne sind zum Scheitern verurteilt, die Multipolarität der Welt wird das Vorhaben durchkreuzen. Dennoch ist die Gefahr weiterhin groß, denn Washington zettele in Europa einen Krieg gegen Russland an. Europa ist das Hauptopfer in Amerikas Strategie.

    Washington will noch mehr schweres Militärgerät liefern als ohnehin schon. Außerdem sollen noch mehr paramilitärische Truppen wie Blackwater (heißt inzwischen Academi) unter Vertrag genommen werden. Möglich wären auch größere Mengen amerikanischer Bodentruppen, ähnlich wie es das Pentagon im Irak gehandhabt hat.

    Tausende Mitglieder von Spezialeinheiten sind in der Ukraine im Einsatz, offiziell als "Berater und Unterstützer". Eine hübsche Umschreibung dafür, dass kampfbereites Personal in Stellung gebracht wird. Der scheidende US-Verteidigungsminister Chuck Hagel will noch weitere Soldaten schicken. Klassischer Fall von schleichender Ausweitung.

    US-Militär wird ab März ukrainische Kampftruppen für die Kämpfe im Osten der Ukraine ausbilden!

    Nur wenige Stunden vor Beginn der Gespräche in Minsk, die von vielen als "letzte Chance" zumindest für einen Waffenstillstand gesehen werden, erklärte der Kommandeur der NATO-Bodentruppen in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, die amerikanischen Streitkräfte würden ab März ukrainische Kampftruppen für die Kämpfe gegen die Separatisten in der Ostukraine ausbilden. Dazu soll ein amerikanisches Bataillon 3 ukrainische Bataillone unterstützen.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/12/20/hr-5859-ein-us-gesetz-wie-eine-kriegs-erklaerung-an-russla

  • Schreiben bei euch jetzt nur noch CDU-Mitglieder die Artikel, ist ja schlimmer als bei der BLÖD.

  • >>Die USA und Präsident Obama fallen als Konfliktlöser aus. >>

    Richtig.

    Weil sie die Konfliktursache sind !

  • Zum Schluss sind natürlich Drohnen anstelle von Drohen gemeint

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote