Obama und Putin Das Treffen der Kalten Krieger

Syrien, Snowden, Menschenrechte: In nahezu allen drängenden Krisen liegen die USA und Russland über Kreuz. Nun werden Obama und Putin beim G20-Gipfel aufeinandertreffen. Viel zu sagen haben sie sich nicht.
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Freunde? Naja, wohl eher nicht: US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin. Quelle: AFP

Freunde? Naja, wohl eher nicht: US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin.

DüsseldorfEs muss eine frostige Begegnung gewesen sein, die John McCain da vor ein paar Jahren mit Russlands Präsident Wladimir Putin hatte. „Ich blickte ihm in die Augen“, sagte der US- Senator, „und ich sah drei Buchstaben: ein K, ein G und ein B“. Der KGB, der sowjetische Geheimdienst, dem Putin einst als Offizier diente, lässt auch noch 22 Jahre nach Ende des Kalten Krieges die Amerikaner erschaudern.

McCains Beschreibung trifft ganz gut das Bild, dass in den USA über Putin herrscht: Ein kalter Autokrat, der zudem alles daransetzt, Amerika zu ärgern. Tatsächlich ist das Verhältnis beider Staaten auf einem Tiefpunkt, seit Moskau dem US-Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden Asyl gewährte. Schlechte Voraussetzungen also für das mit Spannung erwartete Treffen beim G20-Gipfel am Donnerstag und Freitag in St. Petersburg: Putin empfängt US-Präsident Barack Obama.

Ob sich die beiden im Verlauf des Gipfels der wichtigsten Industriestaaten überhaupt zu einem Einzelgespräch zurückziehen werden, ist offen. Bei der letzten vergleichbaren Gelegenheit, dem G8-Treffen im Juni in Nordirland, waren entlarvende Fotos entstanden: Obama und Putin nebeneinander auf zwei Stühlen, den Blick abgewandt, schweigend und mit hängenden Mundwinkeln.

Die beiden haben sich derzeit auch nicht viel zu sagen. Und zumindest der Amerikaner macht daraus gar keinen Hehl. Zum diplomatischen Affront war es Anfang August gekommen, als Obama das für den Vortag des G20-Gipfels geplante Treffen mit Putin absagte. Stattdessen reist er für einen Tag nach Schweden. Die USA würden „eine Pause einlegen und neu bewerten, wohin Russland gehen will“, sagte Obama. „Ehrlich gesagt hat sich Russland in einer Reihe von Themen, bei denen wir vorankommen könnten, nicht bewegt“.

Zuletzt war das vor allem der Konflikt um Syrien. Die US-Regierung ist überzeugt, dass Machthaber Baschar al-Assad hinter den Giftgas-Attacken steckt, bei denen vor zwei Wochen wohl Hunderte Zivilisten ums Leben kamen. Obama will in den kommenden Tagen einen Vergeltungsschlag starten, doch Russland stellt sich im Uno-Sicherheitsrat dagegen. Putin hält seinen Verbündeten Assad für unschuldig und bremst, wo er kann.

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32 Kommentare zu "Obama und Putin: Das Treffen der Kalten Krieger"

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  • Das war der inhaltsloseste Artikel den ich lange gelesen habe. 1 Satz reicht, um alle infos zusammenzufassen....

  • Der Giftgaseinsatz in Syrien schadet der Regierung und nützt den Rebellen. Wieso, sollte die syrische Regierung Giftgas nutzen?

    Wenn die US-Geheimdienste über die strategisch wichtigen Angriffsziele in Syrien genau bescheit wissen, so wäre es auch möglich den Giftgasangriff selber inszeniert zu haben. Die Geschichte lehrt uns, dass viele Vorwände um einen Krieg zu gerechtfertigen nie bewiesen wurden.

    Genauso abstrus ist es, das syrische Militär innerhalb 24 Stunden schwächen zu wollen um danach mit dem syrischen Präsident Baschar al-Assad geschäftlich in Verbindung zu bleiben.

    Wenn den Amerikanern viel daran liegen würde den Giftgasangriff zu vergelten, könnte ein einziger Scharfschütze den Diktator erschießen. Aber da es sich um einen inszenierten Giftgasangriff handelt, würden die USA mit der Tötung von dem syrischen Präsident Baschar al-Assad zu weit gehen und syrische Terroristen würden sich jetzt gegen die USA wenden.

    Im Klartext die USA hätten neue Feinde, die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten von Amerika ausüben. Nur aus diesem Grund soll der syrische Präsident Baschar al-Assad nicht getötet werden.

    Die Auswirkungen eines Militärschlages in Syrien sind nicht kalkulierbar.

  • Wir haben den USA die Militär(Kriegs)- und Internetkontrolle überlassen. Wir sollten dies zugeben und dagegen angehen.
    z.B. auf der Demonstration "Freiheit statt Angst" am 7. September in Berlin
    Dank G-20-Gipfel kann Obama noch über Syrien reden.

  • @sry

    Immer die gleiche leier: auf den Boten prügeln und ihn diffamieren anstatt anstatt auf die Inhalte der Botschaft einzugehen.

    Kümmern Sie sich um die Inhalte des Artikels und widerlegen Sie diese, wenn Sie können. Alles andere ist für die Sache irrelevant.

  • Obama ist doch kein kalter Krieger! Seine einzige Heldentat bestand doch darin, als Student Marihuana zu rauchen und Basektball zu spielen. Putin ist da schon ein anderes Kaliber.

  • Perfekter Link einer Putin-Runde mit Journalisten. 10 Min. (deutsch), die sich lohnen:

    http://www.youtube.com/watch?v=J5lGXClbzrM

  • Was der Bevölkerung Syriens bevorsteht:

    weitere Tote.

    Darüber scheint Einigkeit in einer Welt zu bestehen, die, um selbst friedlich sich gegenseitig in L.A. e.a. auf der Strasse abzuknallen, lieber den Rest der Welt in Brand gesetzt weiß, als aufzubegehren gegen jedwede Form von Staatsterrorismus: sei sie russisch, islamistisch, freihteilich oder sonstwas.

  • Kerry, die Reps McCain und jetzt auch noch Böhner - sie w o l l e n offenbar Krieg koste es was es wolle. Waren nicht auch alle bereits in Vietnam dabei??? Haben diese drei Veteranen denn noch nicht genug erlebt?

    Aber wie seinerzeit im Irak werden im Namen der USA und diesmal der "armen syrischen Bevölkerung und tragischen Todesfälle der Kinder" in Wirklichkeit nur die Interessen der Macht und des Machterhalts der paar Mächtigen vertreten. Oder aber sie wissen es besser als die eigenen und fremden Geheimdienste oder/und UNO etccc!

  • Na dann viel Erfolg. Bierchen und Sessel ahoi !!! ;-)

  • Mit dem atomaren Feuer spielen alle "optional" wie ausnahmslos: nicht nur die USA.

    Sie Nebelschlußleuchte.

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