Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Obamas Drohnenkrieg Die Drohne als Wahlkampfhilfe

Wenn Barack Obama ja sagt, startet irgendwo auf der Welt eine Drohne und tötet mutmaßliche Terroristen. Der Friedensnobelpreisträger spricht wenig über diesen geheimen Krieg - doch die Erfolge kann er im Wahlkampf gut gebrauchen.  
14.07.2012 - 12:53 Uhr 15 Kommentare
Mit den

Mit den "Predator"-Drohnen (Bild) und den neueren Modellen vom Typ "Reaper" führen die USA regelmäßig Angriffe gegen Terroristen durch.

(Foto: dpa)

Washington Wenn Barack Obama einmal nicht weiterwissen sollte, hilft ihm vielleicht ein Rat seines Vorgängers George W. Bush. Der Ex-Präsident war Anfang Juni ins Weiße Haus geladen, um ein Ölportrait von sich einzuweihen. „Wenn Sie durch diese Gänge laufen und mit harten Entscheidungen ringen“, sagte Bush väterlich zu Obama, können Sie dieses Porträt angucken und fragen: ,Was würde George tun`?“

Es war als Witz gemeint, aber nicht alle können darüber lachen. Viele Amerikaner, die 2008 einen friedensbewegten, auf Ausgleich bedachten Obama gewählt hatten, sind enttäuscht. Sie  sehen in ihrem einstigen Idol nicht mehr viel mehr als einen Wiedergänger des verhassten Kriegs-Präsidenten Bush. „Sie haben die tödliche Präsidentschaft erschaffen“, klagte der bekannte Journalist Tom Junod vor einigen Tagen in einem Aufsehen erregenden Artikel im US-Magazin „Esquire“ an.

Zwar hat der demokratische Hoffnungsträger den Irak-Krieg beendet und hält an seinem Plan fest, bis spätestens 2014 die Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Als eine seiner ersten Amtshandlungen setzte Obama auch der Folter als Verhörmethode ein Ende und verfügte, die CIA-Geheimgefängnisse in aller Welt zu schließen. Dafür und für alles Weitere, was Obama anders machen wollte als Bush, erhielt er gleich zu Beginn seiner Präsidentschaft den Friedensnobelpreis.

Doch bei seiner Dankesrede in Oslo stellte der Laureat ebenfalls klar, dass er kein Beschwichtiger sein will: „Das Böse existiert in dieser Welt“, sagte Obama. Hitler sei schließlich nicht gewaltlos zu stoppen gewesen, und Verhandlungen allein könnten Anführer der Al-Kaida nicht dazu bewegen, ihre Waffen niederzulegen. „Gewalt ist manchmal nötig“, so der Präsident.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Und so führt Obama Bushs Krieg gegen den Terror, wenn auch mit weniger grober Rhetorik („Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“), mit ebenso großer Härte weiter. So ist das Militärgefängnis Guantanamo noch immer in Betrieb, auch wenn keine neuen Gefangenen nachkommen. Statt dessen machen die USA mit Terrorverdächtigen nun direkt kurzen Prozess: CIA und US-Militär führen in Pakistan, Jemen oder Somalia einen blutigen Drohnenkrieg, und Obama ist der oberste Kriegsherr. 

    Unter seiner Führung sind die unbemannten, von Militärbasen in den USA aus gesteuerten „Predators“ und „Reapers“ zu einem der wichtigsten Instrumente in dem asymmetrischen Krieg geworden. Allein in Pakistan gab es laut unabhängiger Statistiken mehr seit Obamas Amtsantritt mehr als 280 solcher Einsätze – mehr als sechs Mal so viele wie unter Bush.  Bis zu 3200 Tote soll es dabei gegeben haben, und Obama schreckte sogar nicht einmal davor zurück, US-Staatsbürger töten zu lassen. Das Ergebnis: Die halbe Führungsebene von Al-Kaida wurde von den USA unschädlich gemacht.  

    Obamas Bilanz bringt die Gegner zum Schweigen
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    15 Kommentare zu "Obamas Drohnenkrieg: Die Drohne als Wahlkampfhilfe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Das es Al Kaida gibt wird wohl keiner mehr bezweifeln wollen"

      Oh doch! Und durch die immer wiederkehrende Behauptung, daß Al Kaida hinter iregendetwas stecke (oder jemand, der Al Kaida nahesteht oder jemand, der jemanden kennt, dessen Bruder einen Hund hat, der schon mal an die Tülltonne eines ehemaligen Al Kaida Führers gepinkelt hat) wird das Märchen auch nicht wahrer. Genausowenig wie die lächerliche Geschichte von der angeblichen SEALS-Aktion gegen Osama bin Laden. Ich lache heute noch herzhaft darüber. Zum Zeitpunkt dieser "Aktion" war er bereits mehr als 10 Jahre tot. Ihn dann schleunigst im Meer zu versenken ("wie es der islamische Brauch vorschreibt" - jetzt lachen neben mir auch noch alle Moslems) war auch nicht besonders clever.

      So, jetzt habe ich keine Lust mehr, mich noch weiter mit Ihrer Propaganda zu befassen!

    • Mal den Blick nach innen werfen, da lauern genau die Informationen die der Maulheld Obama weniger vertragen kann, die aber scheinbar dank medialer Übereinkunft weniger an die Öffentlichkeit kommen. Was ist mit den ganzen NDAA Gesetzen? Da ist eine Diktatur im Aufzug. Gleiches gilt für das präsidiale und selbstherrliche Töten. Wenn ein Präsident über Leben und Tod von Menschen entscheidet, egal welcher Nationalität, dann kann man das nicht einfach mit dem Wort Krieg erklären, da beginnt der Rechtsstaat zu versagen. Die historischen Parallelen erspare ich mir zu beschreiben.

      Und wenn es irgendwann um den Krieg gegen das eigene Volk geht, dann wäre dies der richtige Hinweis, da geht es um Monstermengen an Hohlspitzgeschossen für den Heimatschutz, die sind nicht weniger pervers als die DummDumm-Geschosse:

      http://qpress.de/2012/04/04/450-mio-spezial-totmacher-fur-homeland-security/

    • Natürlich !
      Diese Fluggeräte werden nicht einfach so losgeschickt,man weiß natürlich vorher wem man damit eliminieren will .
      Aber Terroristen tragen Waffen ,nach deutschem recht kann auch ein Taschenmesser mit bestimmten Eigenschaften eine Waffe sein , warum sollte das in Pakistan,Afghanistan oder sonst wo anders sein ?

    • Kann eigentlich eine us-amerikanische Drohne einen Terroristen von einem Normalbürger unterscheiden?

      Wenn nein, dann bedrohen diese Drohnen doch uns alle - wenn ich den Artikel recht verstehe.

    • Mit Drohnen werden feige Kriege geführt.
      Man drückt irgendwo weit weg, viele Tausend KM entfernt, auf eine Taste eines Militär PC und schon fliegt diese Drohne und tötet meist auch viele unschuldige Menschen mit, die ein Recht auf Leben haben.
      Das ist gegen jede Sittenlehre, gegen Ethik und Moral.
      Das ist Barbarei, kultivierte Barbarei.

      Man sollte es nicht für möglich halten, dass wegen des Profits solche Taten geschehen.
      Was der eigentliche Skandal bei dieser Angelegenheit ist, keiner regt sich auf, nicht mal die selbsternannten religiösen Führer der westlichen Welt.
      Keiner wird auch nur ansatzweise zur Rechenschaft gezogen für diese barbarischen Handlungen.
      Und der Westen will kulturell höher stehen als die unterentwickelten Länder dieser Erde.
      Das kann man so nicht glauben.

    • Ja es ist wirklich lustig ! Obama wird nicht nur in den USA als eher linker Politiker angesehen und denen wird hier "Kriegstreiberei" unterstellt .
      Aber eigentlich haben sie absolut recht, Hitler war schließlich auch Sozialist, Assad ist auch einer ,der Massenmörder Honecker war einer .... usw ... usw....

    • Lustig die Kommentare hier:
      Leute wundern sich das Krieg töten heißt.
      Ja auch Zivilisten und Kinder.... aber schauen wir mal der 2 Weltkrieg hat 60 Mio Menschen das Leben gekostet + 6 Mio durch die Massenvernichtung der Nazis. Von solchen Zahlen ist der Krieg in Irak und Afghanistan noch weit entfernt.

      Schauen wir uns die Kehrseite an.
      Das es Al Kaida gibt wird wohl keiner mehr bezweifeln wollen. Und die radikalen Taliban die gibt es auch. Mit guten Worten hat man es ja versucht, zumindest bei den gemässigten Taliban. Das hat nicht geholfen. Also stellt ich die Frage "Krieg als letzter Ausweg"

      - Wann darf ich den Befehl zum Krieg geben.

      Zu glauben, ein Präsident wie Obama macht es sich da einfach, das ist IRRE.
      Bei G.W. Bush würde ich schon eher denken das ihm Kinder egal sind, und Krieg ist nun mal Krieg bei ihm.

      Bei Obama kann ich mir durchaus ein schlechtes Gewissen vorstellen.
      Nur was nutzt es ihm? Wenn er den Terror los werden will, welche Wahl hat er?

      Die andere Möglichkeit ist, wir hören auf den Terror zu bekämpfen, lassen die AL Kaida und die Taliban gewähren und nehmen Anschläge in USA und Europa als gegeben hin. Tote gibt es dann nicht mehr im Ausland, sondern direkt hier vor ihrer Haustür. Ach; das wollen Sie aber auch nicht das die Kinder ihres Nachbarn beim Einkaufen von einer Bombe zerfetzt werden. Das ist ja Alltag im Irak und in Afghanistan das man sich nicht sicher sein kann ob man heute noch überlebt, weil ein irrer Selbstmordattentäter eine Bombe zündet, weil er an die Story mit den 70 Jungfrauen glaubt.

      Ja aber das währe die Wahl wir holen uns den Krieg dann ins eigene Land??

    • Hört mir auf mit deisem oder einem anderen Schauspieler dieser Kriegstreiber. Mir tut das amerikanische Volk von Herzen leid. Viel Massenverblödung und dann ständig im dort herrschenden Chaos ein Schauspieler und Demagoge der Besserung verspricht und dann macht was er will.

      Ist ja wie in Deutschland, nur sitzen hier 500 Vollidioten die lügen und machen was sie wollen und zocken dabei noch ab wie fast kein anderes Land dieser Erde. zum Teufel mit denen...ich hoffe die Bürger in aller Welt befreien sich bald von diesen Gestalten und fordern echte Demokratie ein.

    • Es war der klare Auftrag für Frieden zu sorgen. Irgendwie muß er dies nicht mitbekommen haben. Anstatt dessen werden erneut mit Waffen Frieden geschaffen. Die Versuchung scheint es zu sein.

      So viel Vorschußlorbeeren, das muß man doch wohl noch sagen dürfen, hat Obama zum Anlaß genommen, seinen Untertanen die Rente zu sichern. Wie machen die das da überm großen Teich?

    • Obama, die Messiasmarionette.... ich könnte kotzen wenn ich diesen Typ sehe.
      Die Drohnen sind nur ein Herzeigespielzeug. Die USA haben da noch ganz andere geheime Sachen, die sie wirkungsvoll WELTWEIT gegen "TERRORISTEN" einsetzen können.
      Und die Menschen schauen zu wie diese verkommenen, menschenfeindlichen Subjekte ( Menschen ?? )immer weiter machen....
      Armselig geht die Welt zugrunde....

    Alle Kommentare lesen
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%