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Oberster Gerichtshof Weitere Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen Trumps Kandidaten Kavanaugh

Die Missbrauchsvorwürfe gegen Brett Kavanaugh nehmen kurz vor einer Anhörung zum Thema zu. Der US-Senat entscheidet über eine Berufung zum Bundesrichter.
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Am Donnerstag soll Kavanaugh vor dem Justizausschuss des Senats zu den Anschuldigungen aussagen. Quelle: AP
Brett Kavanaugh

Am Donnerstag soll Kavanaugh vor dem Justizausschuss des Senats zu den Anschuldigungen aussagen.

(Foto: AP)

WashingtonKurz vor der Anhörung vor dem US-Senat zu Missbrauchsvorwürfen gegen den Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh ist der Richter mit neuen Anschuldigungen aus der Vergangenheit konfrontiert. Eine Frau aus Washington, Julie Swetnick, ließ am Mittwoch über ihren Anwalt eine Erklärung veröffentlichen, in der sie Kavanaugh vorwirft, er habe in den 80er-Jahren bei diversen Partys in angetrunkenem Zustand junge Frauen sexuell belästigt. Er habe Frauen begrapscht und anzügliche Kommentare gemacht.

Kavanaugh habe gemeinsam mit anderen versucht, Frauen mit gepanschten Drinks abzufüllen, um sie willenlos zu machen. Diese Frauen seien danach in angrenzenden Zimmern missbraucht worden. Sie selbst sei damals bei einer solchen Party Opfer einer Vergewaltigung geworden, schreibt Swetnick. Bei jener Party sei auch Kavanaugh anwesend gewesen. Welche Rolle Kavanaugh bei diesen Vorgängen genau gespielt haben soll, blieb in der Erklärung aber unklar.

Swetnick sagt, sie könne weitere Zeugen benennen, die diese Geschehnisse bestätigen könnten. Nach eigenen Angaben hat sie selbst für verschiedene Ministerien in Washington gearbeitet und daher zahlreiche Sicherheitsüberprüfungen durchlaufen.

Eine andere Frau, Christine Blasey Ford, beschuldigt Kavanaugh, er habe Anfang der 80er-Jahre versucht, sie am Rande einer Schülerparty zu vergewaltigen. Kavanaugh weist das vehement zurück. Vor dem Justizausschuss des Senats sollen Ford und Kavanaugh am Donnerstag zu den Anschuldigungen aussagen.

Eine weitere Frau wirft Kavanaugh vor, er habe sie Anfang an der 80er-Jahre bei einer Studentenparty sexuell belästigt. Auch das bestreitet der Richter, der auf Vorschlag von US-Präsident Donald Trump ans höchste US-Gericht aufrücken soll.

Swetnicks Anwalt ist Michael Avenatti. Er vertritt auch die Porno-Darstellerin Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt und behauptet, 2006 mit Donald Trump Sex gehabt zu haben. Clifford liefert sich heftige juristische Kämpfe mit dem Präsidenten in dieser Frage. Trump bestreitet die Affäre.

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  • dpa
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