Öffentlicher Dienst Belgier streiken gegen Sparpolitik

Ein Streik legt das öffentliche Leben in Belgien lahm. Bahnen fahren nicht, Schulen und Krankenhäuser bleiben geschlossen und die Post kommt auch nicht. Die Deutsche Bahn ist ebenfalls betroffen.
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Gewerkschafter sperren eine Straße in Brüssel. Quelle: dpa

Gewerkschafter sperren eine Straße in Brüssel.

(Foto: dpa)

BrüsselAus Protest gegen eine Rentenform haben belgische Staatsbedienstete das öffentliche Leben am Donnerstag stark beeinträchtigt. So legten Angestellte bei der Bahn, in Schulen, Krankenhäusern und Behörden ihre Arbeit nieder. Auch Busse sowie Straßen- und U-Bahnen blieben in den Depots. Die Post wurde nicht ausgeliefert. Von den Unterbrechungen im Bahnverkehr waren auch Fahrgäste aus Deutschland betroffen.

„Die ICE-Züge von Frankfurt über Köln nach Brüssel fahren nur bis Aachen, und die Reisenden werden mit Ersatzbussen weiterbefördert bis nach Brüssel“, sagte ein Bahnsprecher in Düsseldorf. Das dauere
erheblich länger.
Der Streik solle bis 22 Uhr andauern. „Das heißt, heute findet wirklich kein Zugverkehr ab Aachen Grenze in Richtung Belgien statt.“ Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys fährt bis Mitternacht nicht Die Hochgeschwindigkeitszüge von Köln über Brüssel nach Paris und von Frankfurt über Köln nach Brüssel verkehrten nur bis Aachen. Fahrgäste mussten auf Busse umsteigen. Auch Eurostar-Züge von Belgien nach England fuhren nicht.

Der Protest richtet sich gegen Pläne der Regierung, Arbeitnehmer später als bislang in Rente gehen zu lassen. Zwar liegt das offizielle Renteneintrittsalter bei 65 Jahren. Im Durchschnitt können aber Arbeitnehmer schon mit 59 in den Ruhestand gehen. Das Vorhaben ist Teil des Haushaltsplanes für das kommende Jahr. Die Regierung will das Defizit unter die Maastricht-Grenze von drei Prozent senken und damit auch Investoren beruhigen. Zuletzt wurde die Bonitätsnote Belgiens von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's gesenkt.

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8 Kommentare zu "Öffentlicher Dienst: Belgier streiken gegen Sparpolitik"

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  • @ Till-eulenspiegel
    Nach, besser vor dem Jubeln bitte lesen:
    wko.at/statistik/eu/europa-arbeitskosten.pdf

  • Hallo, ich finde die Hochfinanz sollte in den nächsten zwei Jahren keine belgischen Staatsanleihen mehr kaufen. Dann wird der belgischen Staat den offenen Staatsbankrott erklären müssen und die 100'000den von Staatsgeniessern erhalten bereits nächsten Monat schon keine Löhne und Pensionen mehr. Dann können die Leutchen noch mehrere Jahre auf den Arbeitsämtern weiter streiken und darüber nachdenken, was sie falsch gemacht haben. Und das wäre gut so!!

  • Hallo, ich finde die Hochfinanz sollte in den nächsten zwei Jahren keine belgischen Staatsanleihen mehr kaufen. Dann wird der belgischen Staat den offenen Staatsbankrott erklären müssen und die 100'000den von Staatsgeniessern erhalten bereits nächsten Monat schon keine Löhne und Pensionen mehr. Dann können die Leutchen noch mehrere Jahre auf den Arbeitsämtern weiter streiken und darüber nachdenken, was sie falsch gemacht haben. Und das wäre gut so!!

  • Na da bin ich aber platt.
    Ausgerechnet in Belgien wird gestreikt. Dem Land der EU-Diktatur
    Die sollten mal hingehen und den EU-Moloch platt hauen, da täten sie allen EU-Bürgern einen Gefallen

  • Der öffentliche Dienst streikt. Belgien muß diesen verfetteten Bereich dringend dezimieren, wenn es überleben will.

  • Und es hilft. Also der Minister für Pensionen ist schon deutlich einlenkungsbereiter. Vor allen Dingen weil er weiss, dass es zu weiteren Streiks kommen wird, wenn man nicht nach vernünftigen Lösungen sucht. Direkt ist man dann bereit mal mit den Volksvertretern zu überlegen und nicht nur die eigene Nummer am Durchziehen ohne Rücksicht auf Verluste.

  • Gut so!

    Ist ja auch überall das gleiche, die Hochfinanz kassiert überall in Europa Mrd. an Steuergeldern.Ja sogar Schulden machen die Staaten um die Zocker zu "beruhigen".

    Wenn aber nix mehr da ist heißt es immer nur das Volk hätte wieder über seine Verhältnisse gelebt.

    Es brodelt überall und das ist gut so!

  • hihi, Na bitte, geht doch

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