Ökonomen uneins über Schuldenschnitt Düstere IWF-Prognose löst neue Griechen-Debatte aus

Der IWF-Länderbericht zu Griechenland hat eine Debatte über neue Hilfen für das Land ausgelöst. Möglicherweise ist ein weiterer Schuldenschnitt nötig. Einig sind sich Experten darin, dass bald gehandelt werden muss.
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Akropolis in Athen: Über Griechenland braut sich neues Ungemach zusammen. Quelle: ap

Akropolis in Athen: Über Griechenland braut sich neues Ungemach zusammen.

(Foto: ap)

BerlinDie Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF), wonach Griechenland möglicherweise weitere Schuldenerleichterungen brauche, hat bei deutschen Wirtschaftsforschern ein unterschiedliches Echo ausgelöst. „Griechenland wird aller Voraussicht nach einen weiteren Schuldenschnitt benötigen. Dazu hat auch die Politik der letzten Jahre ihren Teil beigetragen“, sagte der Forschungsdirektor im Bereich International Economics am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Christian Dreger, Handelsblatt Online. „So waren die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Wachstum und Schulden viel zu optimistisch und konnten fast nur enttäuscht werden.“

Auch der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen, geht davon aus, dass Griechenland ohne einen weiteren Schuldenschnitt nicht auskommen werde. Der von der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF angestrebte Schuldenpfad sei „unter plausiblen Annahmen kaum zu erreichen, obwohl es schon einen Haircut bei den privaten Investoren gegeben hat und auch die öffentlichen Gläubiger im vergangenen Herbst bereits eine Verringerung ihrer Forderungen, gemessen an deren Barwert, beschlossen haben“, sagte Carstensen Handelsblatt Online.

Carstensen rechnet daher damit, dass der Regierung in Athen im Herbst konkrete Hilfsangebote gemacht werden. „Um es nicht wie einen Forderungsverzicht aussehen zu lassen, wird nach der Bundestagswahl erneut über Maßnahmen nachgedacht werden, die den Barwert verringern, ohne den Nominalwert zu ändern“, sagte er. Dies könne beispielsweise durch einen weitgehenden Verzicht auf Zinszahlungen bei Verlängerung der Laufzeiten geschehen. Ob das genüge, um den angestrebte Schuldenpfad zu erreichen, bleibe allerdings abzuwarten. Mit Blick auf mögliche Belastungen für Deutschland fügte Carstensen hinzu: „Da sich der allergrößte Teil der griechischen Staatsschulden in öffentlicher Hand befindet, wird jede Schuldenerleichterung wohl ausschließlich die Steuerzahler der Partnerländer treffen.“

Die IWF hatte zuvor in einem Bericht die Prognose abgegeben, dass Griechenland wohl mehr Geld und Schuldenerleichterungen von seinen europäischen Partnern benötigen werde, um die Ziele des Rettungsplans zu erreichen. Entscheidend sei, ob die Investoren überzeugt werden könnten, dass auf Basis des geltenden Sanierungskonzepts die Staatsschulden von derzeit gut 160 Prozent der Wirtschaftsleistung dauerhaft tragbar für das Land seien. Sollte es zu viele Fragezeichen geben, müssten die Euro-Länder mit weiteren Hilfen reagieren, um den Abbau schneller als geplant voranzubringen, teilte der IWF mit.

Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, hält einen Schuldenschnitt für einen „Akt der Verzweiflung“. „Das wird auch von Anlegern so gesehen, die ja dann von künftigen Schulderlassen betroffen sein könnten und daher eine solche Anlage  von vornherein  meiden oder nur mit erheblichen Risikoaufschlägen tätigen“, sagte Horn Handelsblatt Online. „Das beträfe dann im Übrigen nicht nur Griechenland, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die übrigen Krisenländer.“ Dies sei nach dem letzten Schuldenschnitt in Griechenland so gewesen und habe die EZB zu massiven Interventionen gezwungen, ohne dass am Ende die griechischen Schulden wirklich reduziert worden wären. „Warum also eine schlechte Erfahrung wiederholen?“, so Horn.

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  • Griechenland sollte der Kreativität und der Kraft der eigenen Leute ( kommst du heute nicht - dann morgen, Steuern zahlen die Anderen) überlassen werden.
    Dann kommt Schwung in die Anstrengungen.
    Kein Geld der dt. Steuerzahler.
    AFd wählen und der Spuk findet ein Ende.

  • Die Rechnung kommt garantiert, so oder so. Kein Investor kommt auf die Idee einem Pleiteland wie GR Geld zu leihen, aber der dt. STeuerzahler soll das tun.
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    Diese Erkenntnis bzw. Aussage schildert in einem Satz den Kern der Staatsschuldenkrise in Südeuropa - Danke dafür!
    In der Tat stellt sich die Frage, wie hoch sich unsere Garantien und Bürgschaften für marode, korrupte und reformunwillige Südstaaten noch darstellen lassen, ohne dass unsere Regierung dafür zur Verantwortung zu ziehen ist?! Welche Summen müssen von uns noch aufgebracht werden, um den Kollaps (nicht der Wellenfunktion) des Euros zu verhindern, nur um ein wenig Zeit erwirtschaftet zu haben? Unsere Folgegenerationen werden uns dafür verfluchen - wir sind dabei, deren gesamte Existenz aufs Spiel zu setzen, nur weil intellektuell drittklassige PolitikerInnen dabei sind, den Euro und die Staaten, die ihn sich durch Lügen und Betrügen erschwindelt haben, als alternativlos und systemrelevant zu kanonisieren!

  • Dies könnte entweder durch eine Stimulanz ihrer eigenen Binnennachfrage oder durch gezielte Investitionshilfen in Griechenland geschehen.
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    Wer - bitte sehr - sollte denn "gezielte Investitionshilfen" in einem Land versenken, das über den marodesten Staatsapparat nach Bangla Desch verfügt, und deren Beamte vier Jahre für eine Genehmigung brauchen, damit sie halbjährlich (also 8 mal) Fakelaki abgreifen können. Wer dort auch nur einen Euro versenkt, kann nicht mehr alle Latten am Zaun haben!

  • Schuldenschnitt? Wieder soll Deutschland für Griechenland alles bezahlen. Wo bleibt da die wiedergutmachung des Schadens, den die griechischen Partisanen/Terroristen uns zufügten? Überlall ist zu lesen, geht es um Deutsche/Deutschland: Kein Geld da. Unsere Politiker zustören vorsätzlich unsere Infrastruktur, Gesundheitswesen, Erziehungswesen usw., nur damit wir für alles in der Welt aufkommen. In paar Jahrzehnten ist Deutschland nur noch ein armes, bildungsloses Land. Bangladesh und Afghanistan haben uns dann überholt und wir haben den letzten Platz eingenommen.

  • habe noch 120.000 Euro Schulden (Immo)+ X. Erhalte ich auch einen Schuldenschnitt nach den Wahlen???? Es ist einfach ein Witz, das alles so hingenommen wird was die in Berlin oder Brüssel entscheiden. Ich sehe es schon kommen das die Länder die so gesehen in die Pleite getrieben worden sind, ihre Souveränität genommen wird und die EUdSSR offiziell Sie einverleibt. Bleibt den Menschen nur noch Ihre Fahne, Sprache etc. Was kann ma da noch wegnehmen. Alle resigneren. Das "Bücken" geht weiter.

  • Hier zahlt doch niemand mehr auch nur irgendetwas jemals zurück. Derartige Lasten irgendeiner Folgegeneration anhängen zu wollen ist illusorisch. Es folgt wahlweise Geldentwertung, neue Währung oder Krieg. Ist ja im Grunde auch nicht mehr wichtig. 60 Jahre hat die Generation nur Fettlebe genossen, selbst wenn Nichts vererbt wird ist die Generation fein raus. Da können Sie in der Geschichte Vergleichbares ganz schön suchen. Zum Schluss heißt es wieder einmal: Was kannst du und Wo stehen die Fabriken?
    Das Geld, der Standort ist weg, verblödet und wenn nur fleißig weiter gepöbelt wird wird die Überbevölkerung und die Rentenfrage gleich mit erledigt.
    Nicht Krieg ist ungewöhnlich, 60! Jahre Frieden sind es.
    Bemühen Sie doch mal den Plötz, wenn Sie es nicht glauben mögen.

  • WARUM ALLE BUNDESBÜRGER AUFGERUFEN SIND, AM 22. SEPT. BESSER DIE ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND ZU WÄHLEN?

    Aus dem gleichen Grund mit dem ich hier seit nunmehr 5 Jahren in lockerer Abfolge die Überschrift

    PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!

    wähle.
    Die Wirtschaftsdaten des Landes Griechenland sind verheerend. Sie werden es auch bleiben.
    Es ist in Deutschland nach der Verantwortlichkeit deutscher regierungsamtlicher Stellen einschließlich des Kanzleramtes zu fragen, die dem deutschen Volk wohlwissend diesen immensen finanziellen Schaden zugefügt haben.
    Es geht nicht darum, es nicht gewußt zu haben. Es geht darum, es getan zu haben, im Bewußtsein der Beschädigung zu tun.

  • Vollkommen richtig! Ich bin gespannt, wann der IWF aussteigt, denn die Stimmen der Verweigerer mehren sich und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Lagarde beim IWF rausgeschmissen wird.
    Für mich ist auch eindeutig, dass Griechenland in keinster Weise Fortschritte gemacht hat, da wurden nur Luftblasen gebildet, aber keine Fakten. Sollte der IWF aussteigen, dann hat Schäuble gar keine andere Wahl, als den Geldhahn zuzudrehen, alles Andere wäre politischer Selbstmord, aber auch das Ende der Euro-Zone.

  • Was glauben Sie denn, dass verkündet wird, die AfD wächst stetig und somit Leute wach machen?

    DAS wird ganz sicher nicht passieren. So schlau sind die Blockparteien dann schon.

  • Es ist schon unglaubliche wie leichtfertig die Unions- udn SPD-Politiker Steuergelder verprasst haben. Die Griechenlandhilfen werden wir nie wieder sehen. 30 Milliarden!!! Da braucht man über eine halbe Milliarde nicht mehr streiten.

    Für mich gibt es daher nur die AfD. Nur diese Partei ist in der Lage diesen Wahnsinn zu stoppen. Merkal hat ja nur gesagt, dass sie (gerade) den Schuldenschnitt nicht sieht, wann er aber dann kommt, dann sieht sie in sicher.

    Die Rechnung kommt garantiert, so oder so. Kein Investor kommt auf die Idee einem Pleiteland wie GR Geld zu leihen, aber der dt. STeuerzahler soll das tun.

    Zudem ist es unverantwortlich was die PIIGS mit ihren Banken machen. Spanien hätte längst seine "eigenenen" Banken wohlgemerkt verstaatlichen müssen und eine große Bad-Bank einrichtung müssen. Es wird nur überall gehofft dass über die Bankenunion die blöden Deutschen alle Bankschulden übernehmen.

    Für die Zukunft kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Deutschen im kalten Deutschland mit guter Arbeitsmoral den Süden dauerhaft alimentieren. Das wird hier keiner mitmachen und das wird sich noch bitter rächen.

    Der Euro hat nur Unheil über die deutschen Löhne gebracht. Es wird hochwertig gearbeitet und geschuftete aber niederwertig entlohnt.

    Wenigstens kann ich mit meiner Stimme ein Zeichen setzen. AfD, sonst nichts.

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