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Öl Trump erwägt Zölle auf Öl-Importe – Opec+-Treffen auf Donnerstag verschoben

US-Präsident Trump will der amerikanischen Ölindustrie helfen und dafür notfalls auch neue Zölle verhängen. Die Opec+ hat derweil ihre Videokonferenz verlegt.
05.04.2020 - 00:25 Uhr Kommentieren
Der Ölpreis ist zuletzt stark gesunken. Quelle: dpa
Ölförderung in Baku

Der Ölpreis ist zuletzt stark gesunken.

(Foto: dpa)

Baku, Washington Die US-Regierung will die amerikanische Öl- und Gasindustrie angesichts des jüngsten Preisverfalls mit allen verfügbaren Mitteln unterstützen. Falls es nötig sei, könnten auch neue Zölle auf Ölimporte erwogen werden, sagte Präsident Donald Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. In der wichtigen Industrie stünden in den USA jetzt viele Arbeitsplätze auf dem Spiel, sagte Trump. „Ich werde tun, was auch immer nötig ist“, versprach er.

Der Ölpreis ist zuletzt drastisch gefallen. Gründe waren vor allem ein Konflikt zwischen den Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien sowie die wegen der Coronavirus-Pandemie global gesunkene Nachfrage.

Die USA sind inzwischen auch ein großer Öl- und Gasproduzent. Analysten zufolge können die meisten amerikanischen Produzenten bei den gegenwärtigen Marktpreisen jedoch nicht rentabel produzieren. Anders als in Russland und Saudi-Arabien sind die meisten Ölförderer in den USA unabhängig vom Staat, weswegen sie bei anhaltenden Verlusten wohl bald die Produktion drosseln dürften.

Führende Vertreter des Opec-Kartells sowie weitere große Förderländer wie Russland wollen sich in wenigen Tagen treffen und ihre weitere Strategie abstimmen. Mehrere Produzenten wollen eine Absenkung der Produktion erreichen, um den Preis zu stabilisieren.

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    Doch nach Angaben des ölreichen Aserbaidschans wollen sich die Opec+-Länder nun doch erst am kommenden Donnerstag (9. April) über die Drosselung der Ölförderung beraten. Die zunächst für Montag angesetzte Videokonferenz werde um drei Tage verschoben, bestätigte das Energieministerium in Baku am Samstag der russischen Agentur Interfax zufolge.

    Ziel der Videokonferenz werde eine neue Erklärung zur Zusammenarbeit sein, hieß es aus Aserbaidschan. Warum das Treffen verschoben wurde, gab das Ministerium nicht bekannt.

    In den vergangenen Wochen hatten die Coronakrise und ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Während die Nachfrage als Folge der Virus-Pandemie weltweit einbricht, konnten sich beide Länder zuletzt nicht auf eine Förderkürzung verständigen. Saudi-Arabien hatte sogar seine Ölproduktion drastisch erhöht.

    Kremlchef Wladimir Putin hatte zuvor die Bereitschaft für Verhandlungen betont. Er könnte sich eine Reduzierung des Fördervolumens von etwa zehn Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag vorstellen, sagte er am Freitag. Die Internationale Energieagentur (IEA) betonte jedoch, dass eine Förderkürzung um diese Menge unzureichend sein könnte.

    Mehr: Warum der Ölpreisverfall der US-Wirtschaft besonders zusetzt, lesen Sie hier.

    • dpa
    • rtr
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