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Ölindustrie Huthis drohen mit weiteren Angriffen auf Ölanlagen – Putin bietet Saudi-Arabien Waffen an

Die Angriffe auf Aramco-Raffinerien haben den Ölmarkt erschüttert. Nun drohen die Huthi-Rebellen mit neuen Attacken. Kremlchef Putin bietet Saudi-Arabien derweil Raketenabwehrsysteme an.
Update: 16.09.2019 - 21:02 Uhr 1 Kommentar
Die Huthi-Rebellen fordern te Saudi-Arabien auf, seine „Aggression und Blockade des Jemen“ zu beenden. Quelle: AP
Rauchwolke über Aramco-Anlagen

Die Huthi-Rebellen fordern te Saudi-Arabien auf, seine „Aggression und Blockade des Jemen“ zu beenden.

(Foto: AP)

Dubai Die Huthi-Rebellen im Jemen drohen mit weiteren Angriffen auf die saudische Ölindustrie. Die Anlagen des staatlichen Öl-Konzerns Aramco seien nach wie vor ein Ziel, erklärte die Miliz am Montag. Sie könnten jederzeit angegriffen werden. Ausländer sollten das Gebiet verlassen.

Die Huthis haben die Angriffe am Samstag auf zwei Ölraffinerien in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Sie seien mit Drohnen verübt worden, die mit normalen und mit Düsenantrieben ausgestattet gewesen seien, teilte ein Sprecher der Aufständischen via Twitter mit. Er forderte Saudi-Arabien auf, seine „Aggression und Blockade des Jemen“ zu beenden.

Die USA vermuten, dass der Huthi-Verbündete Iran hinter den Angriffe steckt. Die Islamische Republik weist die Vorwürfe zurück. Im Bürgerkriegsland Jemen kämpft ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis gegen die Huthis.

Die Attacken auf die saudische Ölindustrie können nach Einschätzung von Bundesaußenminister Heiko Maas die Lage in der Golfregion noch weiter verschärfen. „Ich verurteile diese Angriffe“, sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin. Die Lage sei schon so schwierig genug. Nötig sei eine Deeskalation. „Die Lage ist außerordentlich besorgniserregend.“ Deutschland analysiere zusammen mit seinen Verbündeten, wer für die Taten verantwortlich sei.

Die USA machen Saudi-Arabiens Erzrivalen Iran für die Drohnenangriffe verantwortlich. Diese haben einen Großteil der saudischen Öllieferungen lahmgelegt und für einen kräftigen Ölreisanstieg gesorgt.

Nach den Angriffen hat nun Kremlchef Wladimir Putin dem Land russische Waffen zum Kauf angeboten. „Wir sind bereit, Saudi-Arabien angemessen zu unterstützen“, sagte er am Montag bei einem Gipfel im türkischen Ankara. Der Präsident verwies dabei auf die Raketenabwehrsysteme S-300 und S-400. Diese Waffen „werden zuverlässig jede Infrastruktur in Saudi-Arabien schützen“. Das Land sollte aber selbst wählen zwischen S-300 und dem neueren Nachfolgemodell S-400.

Russland plädiert dabei für ein Treffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Hassan Ruhani geworben. „Nach unserer Ansicht ist jeder direkte Kontakt zwischen (Konflikt)-Parteien gut“, sagte Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja am Montag in New York. Er wolle aber nicht spekulieren, ob es tatsächlich zu einem Gespräch am Rande der UN-Generaldebatte kommt, die am 24. September in New York beginnt. „Vielleicht wird das die größte Sensation der bevorstehenden hochrangigen Woche“, so Nebensja.

Mehr: Angriffe auf Förderanlage sorgen für größten Ölpreisanstieg seit fast 30 Jahren.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Ölindustrie: Huthis drohen mit weiteren Angriffen auf Ölanlagen – Putin bietet Saudi-Arabien Waffen an"

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  • Ich glaube nicht, das die Huthi-Rebellen die die Drohne ins Ziel gesteuert haben. Ich vermute aber, das es nur eine Frage der Zeit ist bis wir dieses erfahren.