Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

ÖVP erleidet Schlappe bei Landtagswahlen Haider bleibt Regierungschef in Kärnten

Die Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg haben am Sonntag der konservativen Volkspartei (ÖVP) von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eine schwere Niederlage beschert. Der umstrittene Politiker Jörg Haider von der rechtsgerichteten FPÖ konnte sich dagegen in Kärnten entgegen aller Umfragen behaupten und wird weitere fünf Jahre Landeshauptmann (Ministerpräsident) bleiben.

HB WIEN. Die FPÖ konnte nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis ihren Stimmenanteil sogar um 0,41 Prozentpunkte erhöhen und blieb mit 42,47 Prozent und 16 von 36 Mandaten klar stärkste Kraft im Kärntner Landtag. Die Sozialdemokraten (SPÖ) gewannen 5,57 Prozentpunkte oder zwei Mandate (14 Sitze) dazu, verfehlten mit 38,47 Prozent aber ihr Wahlziel, Haiders Partei als Nummer 1 im südlichsten Bundesland Österreichs abzulösen. Erstmals schafften auch die Grünen mit 6,69 Prozent der Stimmen den Sprung in den Kärntner Landtag, wo sie künftig mit zwei Mandaten vertreten sind.

Die ÖVP verlor 9,1 Prozentpunkte und vier ihrer 8 Sitze und erreichte mit nur noch 11,63 Prozent der Stimmen das schlechteste Ergebnis, das es für Österreichs Konservative je bei einer Regionalwahl gab. Die Wahlbeteiligung lag in Kärnten bei 78,1 Prozent.

In Salzburg büßte die ÖVP 0,83 Prozentpunkte ein und verlor mit einem Stimmenanteil von 37,92 ein Mandat. Die SPÖ gewann die Wahl mit einem Plus von 13,06 Prozentpunkten. Sie verbesserte ihr Ergebnis damit auf 45,4 Prozent und 17 Landtagssitze (+5). Die FPÖ verlor in Salzburg mehr als die Hälfte ihres Stimmenanteils von 1999 und liegt nur noch bei 8,7 Prozent der Stimmen. Damit verlor die Haider-Partei vier ihrer sieben Mandate. Die Grünen konnten dagegen auch in Salzburg um 2,59 Prozent dazugewinnen und legten ein Endergebnis von 7,98 Prozent vor. Entgegen erster Aussagen erhalten sie jedoch nur zwei Mandate. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 77 Prozent.

Brexit 2019
Startseite