Offensive an Flughafen Donezk „Geben keinen Fuß breit vom ukrainischen Boden her“

In der Ostukraine kämpfen Regierungstruppen und Separatisten erbittert um die Kontrolle über den strategisch wichtigen Flughafen Donezk. Russland wirft dem Nachbarland vor, auf Friedensangebote nicht einzugehen.
Update: 19.01.2015 - 07:37 Uhr 20 Kommentare

Offensive auf Flughafen Donezk

KiewMit dem drohenden endgültigen Zusammenbruch der Waffenruhe im Osten der Ukraine haben Kiew und Moskau jeweils eigene diplomatische Anläufe zu einer eventuellen friedlichen Regelung genommen. Russlands Präsident Wladimir Putin unterbreitete seinem ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko einen Friedensvorschlag, der jedoch nach russischen Angaben umgehend abgelehnt wurde.

In den vergangenen Tagen habe Russland ständig Versuche unternommen, in dem Konflikt zu vermitteln, zitierte die Nachrichtenagentur Itar-Tass Putin-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag. Donnerstagnacht habe Putin Poroschenko sogar einen Brief geschickt mit einem „konkreten Vorschlag“. Der russische Fernsehsender NTV zeigte eine Kopie. Darin schlägt Putin „dringende Maßnahmen zur Beendigung des gegenseitigen Beschusses“ vor. Außerdem sollen die Konfliktparteien Waffen mit einem Kaliber größer als 100 Millimeter rasch abziehen.

Am späten Sonntagabend wiederum schlug das ukrainische Außenministerium der russischen Führung vor, das seit September geltende sogenannte Minsker Abkommen zur Beilegung des Konflikts zu unterzeichnen – dann könnten schon am Montag die Waffen schweigen. Zuvor hatte Kiews Außenminister Pawel Klimkin „echte Perspektiven“ für eventuelle Friedensgespräche gefordert.

Am Sonntag hatten Regierungstruppen und Separatisten erbittert um die Kontrolle über den strategisch wichtigen Flughafen Donezk gekämpft. Das Militär beklagte mehrere Tote und Verletzte. Die prorussischen Separatisten warfen den Regierungstruppen vor, mit Panzern und schwerer Artillerie zu schießen. Mehrere Stadtteile von Donezk seien unter Beschuss, darunter auch Bereiche des Stadtzentrums, teilten die Aufständischen mit. Separatistenführer Alexander Sachartschenko sah darin den „Versuch Kiews, den Krieg wieder voll zu entfesseln“.

Am Rande einer Trauerzeremonie in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Tausenden Menschen lobte Präsident Poroschenko den Mut der Soldaten beim Kampf um den Airport. „Wir geben keinen Fußbreit vom ukrainischen Boden her“, sagte der prowestliche Staatschef.

Ukrainische Truppen kämpfen seit Monaten im Osten des Landes gegen prorussische Separatisten. Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, die Rebellen militärisch zu unterstützen. Russland weist dies zurück. Am Wochenende griffen die ukrainischen Streitkräfte nun durch und starteten einen Großangriff auf die Rebellen am Flughafen der Stadt Donezk. Ziel war, in den vergangenen Wochen verlorenes Gelände zurückzuerobern.

Militärsprecher Andrej Lysenko sagte am Sonntag in Kiew, das Gebiet am stark zerstörten Flughafen sei wieder weitgehend unter Kontrolle der Regierungstruppen. „Die Kräfte der Anti-Terror-Operation halten dieses strategisch wichtige Objekt unter ihrer Kontrolle“, sagte Lyssenko Medien in Kiew zufolge. Er sprach von einer schwierigen Lage am Flughafen. Allerdings verlaufe die Front nach den Gebietsgewinnen seiner Truppen nun wieder entlang der Linie, die bei Abschluss des Minsker Abkommens Anfang September gegolten habe. Daher habe die ukrainische Armee mit ihrem Angriff auch nicht gegen die mit Russland und den Rebellen getroffene Vereinbarung verstoßen. Das Abkommen sieht unter anderem einen Waffenstillstand vor und soll den Weg zu einer friedlichen Lösung des Konflikts ebnen.

Das Militär beklagte am Sonntag mehrere Tote und Verletzte, während drei Soldaten am Flughafen ums Leben gekommen seien, hätten mehr als 30 Verletzungen davon getragen. Nach Darstellung der Separatisten starben am Samstag auch mindestens zwei Zivilisten in der Kampfzone. Am Rande einer Trauerzeremonie in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Tausenden Menschen lobte Präsident Petro Poroschenko den Mut der Soldaten beim Kampf um den Airport. „Wir geben keinen Fuß breit vom ukrainischen Boden her“, sagte der prowestliche Staatschef. Er kündigte auf dem Unabhängigkeitsplatz – dem Maidan – an, „die ukrainische Staatlichkeit im Donbass“ wieder herzustellen.

Separatisten sprechen von Angriffen auf Zivilisten
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20 Kommentare zu "Offensive an Flughafen Donezk: „Geben keinen Fuß breit vom ukrainischen Boden her“"

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  • Ja, Herr Baer! Die Regierung der Ukraine kriegt Geld des IWF, der EU, der Nato Staaten Polen, Tzschechien u. a. Sollte es da etwa Fragen geben?

  • Wenn ja sind das nur Urlauber wie die auf Seiten der Separatisten.
    Die Urlauber der russischen Armee sind ja schon von Herkunftsland bezahlt und freigestellt und verbringen nur ihre Erholungsphase vom Dienst in der Sowjetarmmee beim Kriegsspiel im fremden Land.
    Wer in meinem eigenen Land wenn überhaupt agiert, ist mir als Staat (hier Ukraine) selbst überlassen und gerechtfertigt. Wessen Hilfe ich bei einer Aresssion (hier Russland)von außen annehme ist mir als land auch in gerechtfertigter Weise selbst überlassen, da ich mich gegen eine Agresseion verteidigen muss.
    Die russischen Urlauber im Gebietr der Separatisten sollten doch lieber in Russland Urlaub machen und und ihre Rubel die sie noch haben schnell ausgeben.

  • Herr Müller, da bin ich etwas anderer Meinung.

    Frau Merkel ist eine Marionette der US-Amerikaner und die EU deren Spielball.
    Und nicht die EU wollte Amis in den Krieg einsetzen, dies war umgekehrt. Vielmehr wollte die EU auch etwas vom Kuchen abhaben.

    Die US-Amerikanische Politik ändert sich kaum. Egal, ob Republikaner oder Demokraten an der Macht sind. Demzufolge, ist nicht die Regierung in der USA federführend, sondern diejenigen, die dahinter stehen. Finanzlobbys, Waffenlobbys usw.

    Die USA fürchten ihre Imperiale Machtstellung in der Welt zu verlieren. Schuldenberg wächst über alle Maßen hinweg. Es sind mittlerweile über 59.260 Milliarden Dollar – siehe http://www.usdebtclock.org/
    Und es wachsen zwei „Gegner“ in der Welt, die der USA in deren Position gefährlich sein können. Das sind die Russen und die Chinesen.
    Deshalb gibt es in der ganzen Welt so viele Unruhen, Regierungsstürze, Kriege usw.
    Und die EU spiel in dem allem eine der letzten Geige!

    Apropo:
    Churchill – er wollte immer Krieg auf dem europäischem Kontinent. England ist eine alte Kolonialmacht – Teile und Herrsche!
    Tito – war ein „radikaler“ Kommunist, der von Stalin eine weltweite Verbreitung von Kommunismus forderte. Und als Stalin ihm es verwehrte. Wechselte er, aus Rache, die Seiten.

  • Herr Smidt,
    Sie verteidigen mir etwas zu viel die Amis.
    Frau M. als "Marionette" ist auch falsch.

    Die EU wollte schon im Syrienkrieg die Amis gegen Putin
    einsetzen.
    Da haben die Amis meine Kommentare gelesen, und den
    "Braten" in die Ukraine geschoben.
    Aber das Ganze geht noch weiter zurück - BUSH -
    neue Weltordung durch Aufteilung.

    Die EU will den KRIEG mit Russland. Ami hilft,und verdient dabei ganz gut.

    Nur was ich immer sage:
    Engländer und die Amis vergessen, wem Sie Ihr Leben
    zu verdanken haben. Churchill/Tito/Stalin.

  • Interview

    Star-Pianistin Lisitsa: „Es gibt Pläne für einen großen Ausverkauf der Ukraine“
    -
    Quelle: DWN
    -
    Die ukrainische Pianistin Valentina Lisitsa ist eine weltweit
    gefeierte Künstlerin. Sie ist zugleich eine scharfe Kritikerin der
    Zustände in der Ukraine. Im Interview mit den Deutschen Wirtschafts
    Nachrichten beschreibt sie, wie Millionen an EU-Hilfsgeldern über Nacht
    spurlos verschwunden sind.
    -
    Lisitsa hat auch scharfe politische Kritiker in der Ukraine. Ein Teil
    der Euromaidan-Bewegung wirft ihr vor, dass sie pro-russisch sei.
    Während ihrer Auftritte in den USA kam es mehrmals zu Protesten gegen
    die Pianistin. Die Demonstranten setzten sich aus Diaspora-Ukrainern
    zusammen. Ihre Konzerte fanden teilweise unter Polizeischutz statt. Auf
    der Webseite euromaidanpress.com wird ihr Kollaboration mit Russland vorgeworfen.

    Weiter lesen: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/19/star-pianistin-lisitsa-es-gibt-plaene-fuer-einen-grossen-ausverkauf-der-ukraine/comment-page-2/#comment-980480

  • „Geben keinen Fuß breit vom ukrainischen Boden her“


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    Ein Flughafen zu erobern ist für die Separatisten einen

    Geschenk um an Russland noch mehr strategisches Gebietseroberungen zu ermöglichen.

    Ein Flughafen zu verlieren ist für die Ukraine einen enormen Gesichtsverlust gegenüber seinen Kapitalgeber ( auch für aktuelle Waffenlieferungen ).

    Also ist der krieg in der Ukraine nicht mehr zu bremsen.

    Fragt sich wann auch westliche und auch deutsche Soldaten in den krieg eingezogen werden um in der Ukraine mit zu kämpfen.

    2015 ist ein Kriegsjahr für Europa.

    Herr Oskar Fischer nennt es lediglich ein schwieriges Jahr ( sehr diplomatisch ausgedrückt ).








  • Vollkommen richtig, Frau Merkel wurde als Interessenvertreterin der Deutschen gewählt. Aber das kann sie nicht! In keinster Weise!
    Und ich gehe noch weiter, ich bin mir sicher, dass mit der ganzen Abhörgeschichte, die CIA / USA haben was gegen Frau Merkel. Vielleicht aus ihren früheren Jahren, womit sie sie erpressen können. Ich erinnere mich an die Zeit vor der zweiten „Sanktionswelle“, wo sie noch dafür plädierte mit Russland sprechen zu wollen, gab’s einen Telefonat mit Obama und prompt wurde die Dame als das Zugpferd der Sanktionen! Dann kam noch der MH17 Abschuss, als mehrere europäischen Parlamentarier für die Gespräche waren, aktuell in Frankreich, als Herr Hollande für die Gespräche mit Russland warb, und noch vieles mehr!!!
    Fakt ist, die US-Amerikaner wollen Krieg! Am besten mit den Händen Fremder! Und nur durch kluge verhaltene Politik Putin’s, da er die Situation nicht eskalieren lässt, nicht mit dem gleichen Maße auf die Beleidigungen und Provokationen seitens EU und USA reagiert, kommt es nicht zum Krieg.

  • Diese unterwürfige USA- Politik der Kanzlerin ist nicht mehr tragbar, weder für Deutschland noch für die EU.
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    Es können doch nicht ständig Steuergelder der EU-Bürger für diese korrupte Ukraine verschwendet werden, schon garnicht für militärische Aufrüstung.
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    Die ukrainische Finanzministerin und Jazenjuk sind Vasallen der USA, vor allem ist Jazenjuk nicht mehr als Premier akzeptabel nach seinem letzten Auftritt in Berlin.

  • Friedensmarsch in Kiew?
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    Das war kein Friedens- sondern ein Kriegsmarsch zu Gedenken der angeblich von den "Separatisten" ermordeten 12 Menschen bei Wolnowacha. In der Washington Post wurde darüber berichtet, das dies ein Baueropfer Kiews war (mit Beweisen!).
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    Und eben an diesem Tag des "Friedensmarsches" begann Kiew mit erneutem massiven Beschuss. Es hatte ja nicht msonst während der brüchigen Feuerpause (Minsker Abkommen) seine Truppen neu formiert und eine neuer Einberufungswelle verkündet.
    Übrigens weigern sich z.Z. der Rechte Block und das berüchtigte Batallion des jüdischen Oligarchen Kolomijskij an den neuen Kämpfen teilzunehmen!...
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    Und wer finanziert wohl all diese Kämpfe Kiews? Wir, die deutschen Steuerzahler! Bravo und ein großes Dankeschön an Frau Merkel...

  • Anstelle als eine Art Ersatz-Charlie durch die Gegend zu tingeln und sich überall in der Welt als Gutmensch anzubiedern, sollte sich Frau Merkel mehr mit deutschen Problemen befassen, wofür sie schließlich gewählt wurde!
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    Statt aber Schaden abzuwenden, beschädigt sie mit ihrem Russen-Hass und ihrer peinlichen US-Unterwürfigkeit Deutschland anhaltend.
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    Auch das Vergeuden von EU-Steuergeldern für den Schurken-Staat Ukraine und >>> ihre korrupten Freunde mit den blutigen Händen, Poroschenko/Jazenjuk <<<, liegt bestimmt nicht im deutschen Interesse!
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    Zur Erinnerung, sie wurde zur Kanzlerin von Deutschland gewählt und nicht zum Schoßhündchen von Obama. US-Blechorden hin, Katzbuckelei her, sie hat sich zuallererst deutschen Interessen zu widmen!

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