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Online-Troll im Dienste des Kreml „Putin ist genial!“

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Rund 400 Mitarbeiter hat die „Trollfabrik“

Sawtschuk beschreibt die Tätigkeit als hart. Pausenlos müssten die Mitarbeiter große Mengen Kommentare im Internet veröffentlichen, längst nicht jeder habe das Zeug dazu. Viele Leute würden entlassen, weil sie die geforderten Ansichten nicht in die richtigen Worte kleiden könnten, die Rotation sei hoch.

Die Arbeitsstelle ist laut Sawtschuk weitgehend abgeschottet und streng überwacht, unter den Mitarbeitern herrscht eine Atmosphäre der Angst: „Überall gibt es Kameras.“ Gespräche fänden kaum statt: „Entschuldigung, ich habe es eilig“, heiße es bloß.

Reporter der Oppositionszeitung „Nowaja Gaseta“ hatten das Online-Propagandazentrum 2013 undercover besucht. Demnach arbeiteten damals rund 400 Mitarbeiter dort in einem kleinen Gebäude am Stadtrand von St. Petersburg. Laut Lokalmedien zog die Agentur im vergangenen Oktober in ein größeres, vierstöckiges Gebäude, von einigen Medien als „Trollfabrik“ bezeichnet. Berichten zufolge hat die Agentur inzwischen neue Abteilungen für Mitarbeiter mit Fremdsprachen- oder Photoshop-Kenntnissen eingerichtet.

Die ominöse Agentur zur Erforschung des Internets ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Einziges Zeichen ihrer Existenz sind Jobanzeigen im Internet, in denen scheinbar unverfängliche Posten wie der eines „Redakteurs“ oder „Content Managers“ angeboten werden. Kandidaten werden aufgefordert, sich über eine Website zu bewerben. Eine automatisch versandte Antwort verspricht dann baldige Rückmeldung.

Als Trolle werden Internetnutzer bezeichnet, die durch ihre Kommentare bewusst Online-Diskussionen stören und die Atmosphäre in Chatrooms vergiften. Dadurch richten sie nicht nur inhaltliche Schäden an, sondern versuchen auch, Konflikte innerhalb der Internet-Gemeinde zu schüren. Die Aktivitäten der russischen Online-Propagandisten haben schon mehrere russische Medien gezwungen, Kommentar-Foren auf ihren Websites zu schließen.

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30 Kommentare zu "Online-Troll im Dienste des Kreml: „Putin ist genial!“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich denke, dass eine Differenzierung zwischen kritik und differenzierter Darstellung und "Meinungsmache" (ob nun bezahlt oder nicht) durchaus den Lesern zuzutrauen ist.
    Gewisse Mythen setzen sich allerdings gerne in den Köpfen fest und verhindern einen objektiven Diskurs, meist um ein komplexes Thema zu vereinfachen.
    Beispiel für eine Fehlinfo, welche im Netz geistert:
    Eine Falschinfo ist, dass die russische Sprache in der Ukraine verboten wäre. Das stimmt nicht, selbst in Kiew spricht man mehrheitlich Russisch und viele pro-Ukraine Aktivisten sind russischsprachig oder russischstämmig. Korrekt ist allerdings, dass die russische Sprache nicht den Status hat, welcher der Realität entsprechen würde, nämlich die zweite offizielle Amtsprache. Hier hat Kiew nicht die notwendigen Schritte mit symbolischer Strahlkraft gesetzt, welche notwendig gewesen wären: Siehe http://www.borsh.eu/2015/02/04/ukrainische-identit%C3%A4ten-in-zeiten-der-krise/

  • Das Handelsblatt enhüllt:: SKANDAL!!!1! TROLLA1ARM !11!11!!!
    Irgendwie klingt das alles ein bischen sehr dick aufgetragen!
    Da werden die armen Propaganda-Lohnknechte eingepfercht und müssen am fliessband Lobpreisungen auf hren Führer verfassen, schlimmer als damals im Gulag!, oder so Ähnlich.

    "Die Bezahlung war für Sawtschuk das Motiv, sich online zu bewerben. "
    Oh Gott! Für Geld musste sie so schreckliches erleiden, und das ganze zwei(!) Monate lang. Diese bolschewistischen Unmenschen schrecken wirklich vor gar nichts zurück!

    Alter Schwede! Bin ich wirklich der Einzige, dem das ganze hier gewaltig aufgeblasen erscheint? HB jetzt auch als Krawallpostille?

    Gekaufte Forenpostings sind doch längst gang und gäbe, das bietet doch mittlerweile jede bessere MUltimediaagentur als Dienstleistung zum aufhübschen der medialen Wahrnehmug der zahlenden Kundschaft.

    Und im politischen Bereich soll das ausgerechnet nicht so sein, bzw. *Beweis* für postsozialistisches Diktatorengehabe? Wie albern.

  • Wo kann ich mich bewerben? Finde diese Firma nicht.

  • Na ja, wenn das stimmen sollte, dann sind die die Dummen die alles ungefiltert glauben!

    Wenn Russland Trolle das braucht dann nur zu, kann ja auch Spaß machen!

    Was keinen Spaß macht, ist ein Land mit kleinen grünen Männchen mit Waffen besetzen und zu anektieren um danach, auch mit grünen Männchen mit Waffen, in der Ostukraine weiter für unfrieden zu sorgen!
    Es gab vorher keinen Unfrieden in der Ostukraine und die russische Sprache wurde auch nicht unterdrückt!

    Schade, denn wir waren doch so gut mit den Russen im Geschäft!!!!
    Wenn man bedenkt wie viele reiche Russen in Europa ihr Geld investiert haben....

    Putin muss erst noch kapieren, dass wir in einer globalisierten Welt leben!
    Russland kassiert .z.B. viel Geld für Gaslieferungen die es mit einer Nicht-Globalisierung so umfangreich nicht gäbe!

    Aber ich denke Putin hat in seinem Land alle Hände voll zu tun, um die wirklich radikalen Kräfte im Zaun zu halten!

    Also Trolle was soll es, schreibt Euren Senf weiter!

  • Herr peter [email protected]
    Ist das nicht Voraussetzung bei der System-Presse?

  • Erinnert mich an den Springer Verlag (u.a.), wo Redakteure auch unterschreiben müssen, dass sie pro-Israel und pro USA schreiben.

  • Herr Walter [email protected]"wie 1914-1918 und )1945"
    Datum bitte überarbeiten .

  • Aber es waren nicht die Russen, die diese Methoden erfunden. Die russischen Trollen treten in den Fußstapfen der US-Amerikaner. Deren Spin-Doktoren betreiben seit Jahr und Tag die JTRIC Trollen-Agentur, zum Beispiel. Und überaupt hat die CIA eine bahnbrechuende Leistung bei der Beeinflußung der öffentlichen Meinung erbracht, und zwar noch vor der Internet-Ära. Die ARTE-Doku "Benutzt und gesteuert - Künstler im Netz der CIA" ist empfehlenswert. Es wäre schon seltsam, wenn die russische Propaganda die Bearbeitung der öffentlichen Meinung ganz den US-Amerikanern und ihren Vassalen in Europa überlassen würde.

  •  
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es darf nicht so weit kommen, wie 1914-1918 und 1941-1945, als unsere Väter und Großväter, ohne Arme und Beine oder gar nicht mehr aus dem Krieg zurückgekommen sind!

    Es darf keinen Krieg geben, auch keinen Sanktionskrieg!

    Wo sind die Aufkleber und Aufnäher mit der Aufschrift “Schwerter zu Pflugscharen”, mit dem Hinweis auf den Bibelvers Micha 4 ?! Anfang der 80iger Jahre ging das doch auch!

    Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit kriegerischen Mitteln! Was sind dann Sanktionen? Wie wir sehen auch die Fortsetzung der Politik!

    (...)

    Hier sind es wieder die einfachen Menschen, die Arbeiter und Angestellten und auch die Geschäftsführung, die u.U. alles verlieren…. ihre Existenz!

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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