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Oppositionspolitiker getötet Anschlag im Libanon weltweit verurteilt

Das Attentat auf den Beiruter Oppositionspolitiker Schattah stößt international auf Empörung und Besorgnis. Wer auch immer die Täter waren: Sie wollten Entspannung und Mäßigung im Libanon hintertreiben.
28.12.2013 - 16:43 Uhr Kommentieren
Der Ort, an dem die Autobombe explodierte. Die Bombe riss den Wagen von Oppositionspolitiker Mohammed Shattah in Stücke und tötete fünr weitere Menschen auf der Stelle. Quelle: dpa

Der Ort, an dem die Autobombe explodierte. Die Bombe riss den Wagen von Oppositionspolitiker Mohammed Shattah in Stücke und tötete fünr weitere Menschen auf der Stelle.

(Foto: dpa)

Beirut/ New York Der tödliche Bombenanschlag auf den Oppositionspolitiker Mohammed Schattah in Beirut ist international scharf verurteilt worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte am Freitag (Ortszeit) in New York, Schattahs Tod sei ein furchtbarer Verlust für den Libanon und eine Mahnung, dass es keine Straflosigkeit für die Täter geben dürfe. Der ermordete Politiker habe unermüdlich seine Stimme für Toleranz, Vielfalt und Mäßigung erhoben.

US-Außenminister John Kerry nannte das Attentat, bei dem sieben Menschen starben, einen „verabscheuungswürdigen terroristischen Angriff“. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte, die Europäische Union verurteile den Anschlag. „Die Spirale der Gewalt im Libanon beunruhigt zutiefst“, hieß es in ihrer Stellungnahme aus Brüssel.

Eine gewaltige Bombe hatte am Freitag den Wagen Schattahs in Stücke gerissen und ihn und fünf weitere Menschen auf der Stelle getötet. Das siebte Opfer, ein 17 Jahre alter Passant, erlag am Samstag seinen schweren Kopfverletzungen, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA bestätigte.

Der Bombenanschlag ereignete sich, als Schattah unterwegs zu einem Treffen von Spitzenpolitikern der oppositionellen Zukunftsbewegung von Ex-Ministerpräsident Saad Hariri war. Schattah galt als wichtigster Berater Hariris für Wirtschafts- und Finanzfragen. Vertreter der Oppositionspartei beschuldigten die pro-syrische, schiitische Hisbollah-Bewegung, hinter dem Anschlag zu stecken. Die Hisbollah wiederum verurteilte den Terrorakt.

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    Beobachter der politischen Szene im Libanon sehen in dem Anschlag eine weitere Eskalation des Machtkampfs im arabischen Mittelmeer-Land. „Dem Libanon stehen finsterer Monate bevor“, sagte der Politologe Johny Munayer am Samstag in Beirut. „Wir haben keine handlungsfähige Regierung, und die gesamte Region ist in Aufruhr, einschließlich dem Nachbarland Syrien, in dem ein zerstörerischer Bürgerkrieg tobt.“

    Die derzeitige, von der Hisbollah dominierte Regierung ist praktisch zerfallen und blockiert. Präsident Suleiman bemüht sich derzeit um die Bildung einer Konzentrationsregierung aus allen Lagern. „Schattah war einer der Akteure, die am Zustandekommen einer solchen Regierung gearbeitet hatten, und deshalb musste er sterben“, meinte Fares Sueid, ein Funktionär der Zukunftsbewegung, am Samstag in Beirut.

    • dpa
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