Osama bin Laden Der meistgesuchte Terrorist der Welt

Osama bin Laden war der meistgesuchte Terrorist der Welt. Der Al-Kaida-Chef war Verbündeter der Taliban und das Gesicht der Anschläge vom 11. September 2001 - wenn nicht des islamistischen Terrorismus überhaupt.
Update: 02.05.2011 - 08:01 Uhr Kommentieren
Der 11. September und die Folgen
Osama Bin Laden bei US-Operation getötet
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Osama bin Laden in einer undatierten Videoaufnahme. Nun wurde der meistgesuchte Terrorist der Welt bei einem Einsatz von US-Spezialkräften getötet. Er hielt sich in Pakistan versteckt.

Army helicopter crashed in Abbotabad
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Soldaten vor dem Ort des Geschehens. Bin Laden sei nördlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad bei einem Hubschrauberangriff auf ein Haus getötet worden, so berichteten es sowohl Vertreter der USA als auch Pakistans.

U.S. President Barack Obama is pictured after announcing the death of Osama bin Laden at the White House in Washington
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Im Weißen Haus verkündete US-Präsident Barack Obama kurz vor Mitternacht die Nachricht von Osama bin Ladens Tod.

File photo of U.S. President Bush and first lady Bush stand on a commemorative carpet in New York
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Expräsident George W. Bush hat seinem Nachfolger Barack Obama nach eigenen Angaben gratuliert, nachdem er vom Tod des Al-Kaida-Chefs Osama Bin Laden erfahren hat. „Dieser bedeutsame Erfolg markiert einen Sieg für Amerika, für die Menschen, die nach Frieden auf der Welt streben, und für all diejenigen, die Angehörige am 11. September 2001 verloren haben“, sagte Bush.

huGO-BildID: 21808129 Crowds gathers outside
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Jubelnde Massen feierten den Tod des Topterroristen Osama Bin Laden auf den Straßen der amerikanischen Hauptstadt. Die Nachricht zog am späten Sonntagabend Hunderte Amerikaner ins Stadtzentrum.

A reveler climbs a tree outside the gates after Obama announced that U.S. authorities have recovered the dead body of Al Qaeda leader Osama bin Laden, at the White House in Washington
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Vor allem vor dem Weißen Haus wurde nach der Rede Obamas gefeiert wie noch nie.

People cheer outside the White House over the death of Osama Bin Laden in Washington
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„Wir haben ihn, wir haben ihn“, jubelten sie. „Am Ende gibt es doch Gerechtigkeit.“ Autoschlangen verstopften noch während Obamas Ansprache die Zufahrtswege in die Metropole.

KairoOsama bin Laden gilt als Verantwortlicher für die schlimmsten Terroranschläge des 21. Jahrhunderts mit Tausenden von Toten. Nach den Attentaten vom 11. September 2001 in New York und Washington war er für viele Menschen zum Inbegriff des Bösen geworden.

Radikale Islamisten verehrten den Anführer des Terrornetzes Al-Kaida dagegen und nahmen jede seiner Tonband- und Videobotschaften, die von arabischen Medien und Islamisten-Websites verbreitet wurden, begierig auf. Obwohl die USA ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar auf den meistgesuchten Terroristen der Welt ausgesetzt hatten, gelang es ihm über Jahre, sich einer Festnahme zu entziehen.

Osama bin Laden wurde 1957 in Saudi-Arabien als eines von 57 Kindern des Bauunternehmers Mohammed Awad bin Laden geboren, der dort während des Baubooms ein Vermögen machte. Die Familie hat ihre Wurzeln im Jemen. Osama bin Laden war elf Jahre alt, als sein Vater bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam.

Als sich Bin Laden 1979 den „Gotteskriegern“ anschloss, die in Afghanistan gegen die sowjetischen Besatzer kämpften, konnte er dafür in Saudi-Arabien noch Ehre einheimsen. Er half, unter den Augen der USA, den Nachschub an Waffen und arabischen Kämpfern zu organisieren. Nach Abzug der Russen aus Afghanistan trat er für kurze Zeit wieder in den Familienkonzern ein. Sein Privatvermögen soll zeitweilig 300 Millionen Dollar betragen haben.  

Tausende feiern bin Ladens Tod
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Am frühen Morgen feiern Menschenmassen am New Yorker Times Square den Tod bin Ladens.

A news ticker displays information on Al Qaeda leader bin Laden's death as people celebrate in New York
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Über die Leuchtschilder läuft ein News Ticker mit Informationen zu dem Tod des Terroristenführers. Die Nachricht verbreitete sich in den USA wie ein Lauffeuer.

People celebrate after Al Qaeda leader bin Laden was killed in Pakistan, during a spontaneous celebration in New York
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In der Menge werden Flugzettel mit der Aufschrift "Osama Bin Laden is Dead" verteilt.

Crowds Gather in Times Square on News of Bin Laden Death.
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Auch die Feuerwehrmänner der Stadt verleihen ihrer Freude Audruck. Als am Times Square ein Feuerwehrfahrzeug vorüber fuhr und die Sirenen einschaltete, spendet die Menge spontan Applaus.

Revelers cheer outside the White House in Washington after U.S. President Obama announced live on television the death of bin Laden
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Auch vor dem Weißen Haus in Washington versammelte sich eine jubelnde Menschenmenge.

huGO-BildID: 21808107 Crowds gathers outside
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Die Leute schwenkten US-Fahnen und feierten den Tod Bin Ladens, der den Amerikanern als personifiziertes Symbol von Terrorismus galt.

A reveler climbs a tree outside the gates after Obama announced that U.S. authorities have recovered the dead body of Al Qaeda leader Osama bin Laden, at the White House in Washington
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Hier und da waren die Feiernden auch selber Fahnen.

Der Golfkrieg gegen den Irak 1991 bedeutete eine neue Wende in seinem Leben. Er kritisierte die Stationierung von US-Soldaten in Saudi-Arabien, was ihm Ärger mit der Herrscherfamilie Al-Saud einbrachte. Er verließ das Land und wich für fünf Jahre in den Sudan aus.

1996 wiesen ihn die Sudanesen auf amerikanischen Druck aus. Bin Laden ging zurück nach Afghanistan und wurde ein enger Verbündeter der Taliban. Nach deren Sturz 2001 tauchte er unter und meldete sich fortan nur noch mit Hassbotschaften aus dem Untergrund zu Wort.  

Obwohl sich vor allem in den vergangenen acht Jahren vielerorts lokale Al-Kaida-Ableger mit eigenen Anführern gebildet hatten, war die Führungsrolle Bin Ladens in der islamistischen Terrorszene bis zuletzt unumstritten.

In den vergangenen zwei Jahren hatte Bin Laden neben dem von ihm propagierten „Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen“ auch andere Themen für sich entdeckt wie etwa den Klimawandel oder die Finanzkrise. Von den arabischen Revolutionen wurden er und seine Getreuen dagegen überrascht.

  • dpa
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