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Rund 400 deutsche Firmen sind in der Ukraine aktiv, doch Korruption und Rechtsunsicherheit schrecken Investoren ab. Die Zukunft ist ungewiss: Kooperiert das Land mit der EU, mit Russland – oder droht die Isolation?

Kommentare

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  • Das Grundproblem des Landes ist ein kulturelles. Aufgrund der langen Zugehörigkeit zu Russland und die damit einhergehende kulturelle Unterdrückung (selbst die ukrainische Schriftsprache war unter dem Zaren verboten) ist das Land gespalten. Im Westen (einschl. Kiew) ist das Land eher westlich orientiert. Durch die russische Ansiedlungspolitik im 19. Jh., vor allem im Donbass (Donezk, etc.) und auf der Krim, sind die Russen im Osten und Süden in der Bevölkerungsmehrheit. Diese Bevölkerungsgruppe spricht aber kein ukrainisch. Selbst der jetzige Präsident Janukowitsch ist der Landessprache nicht mächtig! Vor dem einmaligen Nationaldenkmal aller orthodoxen Slawen, der Sophienkathedrale von Kiew, steht das Denkmal des Polen-Bezwingers Bogdan Chmelinski. Auf einem Pferd sitzend zeigt er seinem Volk den Weg: Sein Generalsstab weist nach Osten, nach Russland. Ein bezeichendes Bild einer zerrissenen Nation: Immer zwischen Polen und Russland schwankend. Das (!) ist das Problem eines großen europäischen Landes mit prinzipiell großen Möglichkeiten: Die Ukraine.

  • Unsere gierigen Unternehmen lockt der günsitge Loh. So, so. Den haben sie doch aber Dank Schröder und Merkel auch hier. Aber dort ist es wohl noch billiger.
    Und die EU mahnt.
    Was geht die Ukraine die EU an?
    Was hat die EU, was haben wir auf dem russische Hinterhof zu suchen?
    Ich denke, es wird Zeit, dass das diktatorische EU-Gehabe endlich beendet wird.
    Oder will man, auf Sicht gesehen, auch noch mit Russland Unfrieden?
    Russland wird es sich auf Dauer nicht gefallen lassen, dass Deutschland immer frecher dort rumwildert
    Oder willk Brüssel demnächst die ganze Welt in die EU haben?

  • Da spricht einer vom ukrainischen Tiger? Der ist wohl noch nie dagewesen!
    Die Realität ist: Korruption und Vetternwirtschaft schlimmer als in Afrika, die Infrastruktur in einem katastrophalen Zustand und sowohl der Staat wie auch die Privatleute bis Unterkante Oberlippe verschuldet.
    Nahezu die gesamte Wirtschaftsleistung fließt nur in den Erwerb von Immobilien in Kiew und Odessa. Dort haben die Immobilien mittlerweile Preise erreicht, von denen München-Innenstadt nicht einmal zu träumen wagt!

    Ich denke auch das es dort aufwärts gehen wird, aber vorher gibt's noch einen Staatsbankrott, einen Zusammenbruch der Währung und ein paar gewalttätige Auseinandersetzungen innerhalb des Landes.

  • Anscheinend haben sie den Immobilienmarkt in Kiew zum letzten Mal 2008 betrachtet und kennen die Münchner Preise nicht mehr! Der Verschuldungsgrad der Privathaushalte ist nur auf dem Papier hoch - die Eigentumsquote bei Immobilien weit über deutschem Niveau, was auch das Überleben mit geringsten Löhnen ermöglicht. Einen Staatsbankrott ist in weiter Ferne und die Währung wird etwas gegenüber dem Dollar devaluieren,mehr nicht! Und nicht mal in den Krisenjahren Anfang der 90er bzw. 2004 gab es gewalttätige Demonstrationen. Ja, Korruption und staatliche Willkür sind an der Tagesordnung....aber kein Vergleich mit Russland!

  • das bringt es auf den Punkt!

Mehr zu: Ost-Europas Boom-Kandidat - Die ukrainische Ungewissheit