Ost-Ukraine Erneut heftige Kämpfe vor Krisen-Gipfel

Jeden Tag, den die Kämpfe in der Ost-Ukraine andauern, sterben Menschen: In den vergangenen 24 Stunden wurden neun Soldaten getötet. Parlamentspräsident Martin Schulz mahnt dennoch zu Geduld bei den Verhandlungen.
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Fronten vor Minsker Friedenskonferenz verhärtet

Kiew/BerlinWenige Tage vor einem geplanten Ukraine-Gipfeltreffen halten die Kämpfe im Osten des Landes an. Ein Sprecher des ukrainischen Militärs sagte am Montag, in den vergangenen 24 Stunden seien in Gefechten mit den prorussischen Separatisten neun Soldaten getötet und 26 weitere verletzt worden.

Besonders heftige Zusammenstöße habe es rund um den Ort Debalzewe nordöstlich von Donezk gegeben. Debalzewe ist wegen seiner strategischen Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt seit Wochen umkämpft. Der Militärsprecher sagte weiter, die Armee sei etwa 100 Mal von Separatisten beschossen worden.

Westliche Staaten werfen Russland vor, den Konflikt anzuheizen und die Aufständischen mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Die Führung in Moskau weist dies zurück.

Am Mittwoch sollen der russische Präsident Wladimir Putin, sein ukrainischer Kollege Petro Poroschenko sowie der französische Präsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel in der weißrussischen Hauptstadt Minsk zusammenkommen, um einen Waffenstillstand zu erreichen.

Vor dem Krisen-Gipfel hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) zu Geduld gemahnt. Wenn eine diplomatische Initiative innerhalb von drei Tagen keinen Erfolg habe, müsse man ihr mehr Zeit geben, sagte Schulz am Montag im ARD-„Morgenmagazin“ und fügte hinzu: „Sonst landen wir irgendwann im Krieg.“

Eine weitere Ausweitung des Konfliktes könne nur über intensive diplomatische Verhandlungen verhindert werden. Das Treffen am Mittwoch bezeichnete Schulz als Fortschritt. „Allein die Tatsache, dass verhandelt wird, zeigt: Wer miteinander redet, ist auch bereit, nicht aufeinander zu schießen.“

Mehrere Versuche, den blutigen Konflikt in der Ostukraine diplomatisch zu lösen, waren zuletzt gescheitert. Der Vierergipfel soll eine Friedenslösung bringen. Merkel will am Montag in Washington mit US-Präsident Barack Obama über den Konflikt beraten.

  • rtr
  • dpa
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10 Kommentare zu "Ost-Ukraine: Erneut heftige Kämpfe vor Krisen-Gipfel"

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  • Was für eine schizophrene Lage Unser Hegemon will aus Europa ein Schlachtfeld machen und wir finanzieren das noch über diesen kriegslüsternen US gesteuerten Oligarchen. - Wer hat den Krieg in der Ukraine angezettelt? Nach dem von den USA und einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten unterstützten Putsch wurden aus ethnischen Russen in der Ostukraine plötzlich Terroristen die militärisch bekämpft wurden...... Da waren wohl die falschen Berater am Werk. - Ein Trost bleibt Merkel ja noch, wenigstens braucht Obama ihr Handy beim direkten Rapport nicht abzuhören.

  • Die PDF von Brzezinskis “Die einzige Weltmacht” ist zur Zeit noch im Netz zu finden. - http://www.google.de/url?url=http://www.attac-leipzig.de/allg/material/2014/Die%2520einzige%2520Weltmacht.pdf&rct=j&q=&esrc=s&sa=U&ei=-mbYVJSOFtKT7Qa6xoDIBQ&ved=0CBQQFjAA&sig2=p9LSLCgAznhd7GbluwU0HA&usg=AFQjCNE3Rrp24aPnOLerprXvoC4xtzT55g - Sollte man gelesen haben, um den Ukraine-Konflikt in seiner Gänze zu verstehen. Eigentlich genügt auch das Fazit. Obiger Link ist übrigens gleich der Download, also nicht erschrecken, sondern speichern und lesen. Erstaunlich, dass sowas immer noch kursiert. Wer mal lachen will, ruft das Buch bei Amazon auf und guckt auf die Preise. - Wir wünschen unserer Kanzlerin für den heutigen Tag die Weitsicht Bismarcks und die Eier von Franz-Josef Strauß.

  • Klarheit Nun wird sich zeigen, welches Kind Frau Merkel ist, entweder die deutsche Kanzlerin, vereidigt auf das Grundgesetz, oder Befehlsverkäuferin der USA. Ich möchte nicht, das unsere Kinder und Enkel über Gewehrläufe Russen gegenüber liegen, während die US-Amerikaner gut 12-Flugstunden entfernt den Hintern im Trockenen haben. Auch die Russen haben Söhne und Enkel, wir haben genug von dem amerikanischen Kriegsgeheul!!!

  • Die Reaktion von Putin nach dem Fall seiner Regierung in der Ukraine ist vollkommen nachvollziehbar. Man erinnere sich der Reaktion von Kennedy, nachdem bekannt wurde, dass Atomraketen nach Kuba unterwegs waren. Putin würde ähnlich reagieren, wenn heute Waffen in die Ukraine geliefert würden. Außerdem verfolgen die Falken und die Regierung in den USA in Gemeinschaft mit dem Klon Großbritannien eigene strategische Ziele. Ein schwaches Deutschland liegt durchaus im Interesse der USA. Was würde Deutschland mehr schwächen als ein offener Konflikt mit Russland?

  • Obama zögert. Richtig, falls er nicht umkippt. Immerhin ist er der Friedensnobelpreisträger mit dem meisten Kriegseinsätzen, seit Vietnam !!! - Ich hoffe doch, dass dem amerikanischen Präsidenten und den Politikern, welche jetzt Waffenlieferungen an die Ukraine fordern, folgende vier Dinge bewusst sind und diese bei ihren Entscheidungen berücksichtigen : - 1. Die Ukraine kann und wird diese Waffen niemals bezahlen. Zu dem fehlt es der Ukraine an ausgebildeten und vor allem an motivierten Soldaten, diese Waffen zu bedienen. 2. Die Ukraine ist selbst einer der grössten Waffenexporteure, witzigerweise ist Russland einer ihrer grössten Kunden 3. Sollten die USA oder Europa offiziell Waffen in die Ukraine liefern, wird Russland genauso offiziell die Separatisten mit Waffen und Material unterstützen. Selbst der versteckte oder gar offene Einsatz russischer Truppen gegen Kiew wäre dann eine Option. 4. Wenn sich diese Waffen jemals gegen Russland richten sollten, würde der russische Gegenschlag sich gegen die jeweiligen Waffenlieferanten richten, völlig egal von wem der Angriff dann ausgehen würde. Dies hat Putin bereits eindeutig angekündigt und ihm kann man wohl unterstellen, dass er das auch durchziehen würde.

  • "Waffen für Kiew? Der Eiertanz des Barack Obama Warten auf den Präsidenten:" Kein Europäer mit gesundem Menschenverstand wartet auf Obama, wir erwarten dass er den Mund hält und der EU Ukraine und Russland die Lösung überlässt. Die US-Putsch Marionetten Jaz und der Schoko und Waffenoligarch sollten zurücktreten und es sollte Neuwahlen für ALLE Ukrainer geben! - KEINE KRIEGSTREIBEREI MEHR VON DEN USA!!! Barak Obama will Europa in Flammen sehen, um gleich zwei Konkurrenten auszuschalten und die EU lässt sich noch aufhetzen. Wir müssen die USA raushalten und den Vasallen-Tumor in Brüssel endlich entfernen.

  • „Ich habe nur Angst dass mir noch irgendein Schweinehund im letzten Moment ein Friedensangebot macht“ So, oder so ähnlich, soll sich Hitler vor dem Einmarsch in Polen geäußert haben. So ähnlich äußert sich heuer die USA. Wie sonst sind die Aussagen von Mc Cain zu interpretieren. Die USA hat ihre Tarnung offen fallen lassen. Sie wollen eine Ausweitung des Konfliktes. Sie wollen den großen Krieg. Meine Hoffnung ist das die Bemühungen von Merkel ehrlich gemeint sind und kein hinterhältiges Spiel um uns Sand in die Augen zu streuen.

  • Bitte nicht vergessen: Die USA werden im Gegensatz zu Russland von MARIONETTEN – PRÄSIDENTEN regiert !! – In den USA findet keine Direktwahl vom Volk statt, sondern die Bürger wählen sogenannten Wahlmänner. Diese setzen sich zusammen und kungeln dann den Präsidenten aus….einmal ein Mann für die Waffenlobby (Bush) und ein anders Mal für die Wall-Street (Obama). – Der Präsident ist also eine reiner Darsteller für das Volk....so wie bei und Kanzlerin und der Präsident !!!

  • >> Jeden Tag, den die Kämpfe in der Ost-Ukraine andauern, sterben Menschen >>

    Über 50.000 sind bereits durch die Junta abgeschlachtet worden.

    Die Russen berichten, ( RBK mit Hinweis auf The Wall Street Journal ) dass Merkel und Holande Putin ein Ultimatum gesetzt haben :

    entweder unterschreibt er die Ideen der Friedenslösung der beiden oder die EU verhängt weitere Sanktionen und befürwortet die Waffenlieferung seitens der Amis an die Junta.

    Das würde bedeuten, dass ein heisser Krieg in Europa unmittelbar bevorsteht.

    Denn die Antwort der Russen wird nicht lange auf sich warten lassen. Russische Panzer werden Europa überrollen und vernichten. Russische Raketen werden europäische Großstädte auslöschen und unbewohnbar machen.

  • >> Mehrere Versuche, den blutigen Konflikt in der Ostukraine diplomatisch zu lösen, waren zuletzt gescheitert. >>

    Ein kriminelles Putsch-Regime im Schurkenstaat Ukraine, das von den Falken des Kalten Krieges hofiert, finanziert, gepuscht wird.

    Für die kriminellen Oligarchen zahlen wir mit unseren Steuergeldern, mit unseren Arbeitsplätzen, mit unserer Sicherheit.

    Die Auseinandersetzung mit dem Schurkenstaat findet doch erst gar nicht statt : man übersieht den Pleitestaat, die Putschisten, die Neo-Nazis, die kriminellen Banden, die ihre Zivilisten ausschlachten.

    Die ganze Diskussion ist ein Absurdum : man bezichtigt die Russen des Krieges ( Russland ist aber bekanntlich keine Konflikt-Partei ),

    schiebt Russland Wettrüsten zu ( obwohl die Amis alleine das 10-fache im Vergleich zu den Russen für die Rüstung ausgeben ),

    man bezichtigt die Russen einer Aggression ( wobei der wirkliche Aggressor USA noch am lautesten das Maul aufreißt )

    und vergisst dabei, das es sich um einen Bürgerkrieg der Ukraine handelt, in dem sich eine blutrünstige Oligarchen-Bande an die Macht geputscht hat und mittlerweile 50.000 Zivilisten abgeschlachtet hat.

    All das läßt man Außen vor und strickt sich die Welt mit am Pranger stehenden Russland so zusammen, wie es den AMI-Schlächtern und Spekulanten passt.

    Die NATO-Verbrecherveranstaltung in München am Wochenende war ein Zeugnis der Verlogenheit der gescheiterten westlichen Politik.

    Auf der Bühne standen 80-Jährige Greise, die immer noch in der Zeit der 60 Jahre leben und weiterhin ihre Ziele, die Vernichtung Russlands und Vereinnahmung seiner Rohstoffpotentiale , vor Augen halten und verfolgen.

    Die europäischen Marionetten singen dabei das Lied, das die Ami-Schurken auch gerne hören wollen. Unfassbare Veranstaltung geblendeter, arroganter, perverser Kriegstreiber.

    Dahergelaufene schizophrene Ami-Kriegshetzer erlauben sich die Europäer in höchsten Instanzen auch noch zu beleidigen, zu geißeln und zu gängeln.

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