Ostukraine Poroschenko bestätigt Waffenabzug der Separatisten

Hoffnung für die Ostukraine: Dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zufolge ziehen pro-russische Rebellen und ukrainische Soldaten schwere Waffen aus der Region ab. Nun sollen wichtige Entscheidungen fallen.
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Ein Panzer in der von ukrainischen Truppen zurückeroberten Stadt Debaltseve. Quelle: AFP
Debaltseve, Ostukraine

Ein Panzer in der von ukrainischen Truppen zurückeroberten Stadt Debaltseve.

(Foto: AFP)

KiewDie ukrainische Regierung hat einen umfangreichen Abzug schwerer Waffen durch die pro-russischen Rebellen von der Front im Osten des Landes bescheinigt.

Präsident Petro Poroschenko erklärte am Montag im Fernsehen, sein Militär habe "den Löwenanteil" seiner Waffen abgezogen. "Die von Russland unterstützen Kämpfer haben ebenfalls eine signifikante Zahl zurückgezogen."

Beide Seiten setzen damit das Abkommen von Minsk um, das ein Ende der Kämpfe zum Ziel hat. Zuvor hatte sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zuversichtlich gezeigt, dass sich die Lage im Osten stabilisieren könnte.

Allerdings kommt es noch immer zu Gefechten. Seit dem offiziellen Beginn der Waffenruhe mit den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine am 15. Februar sind nach Angaben von Poroschenko 64 Soldaten getötet worden.

Insgesamt seien in dem knapp elfmonatigen Konflikt bisher 1549 Soldaten getötet worden, sagte Poroschenko am Montag im ukrainischen Fernsehen. Die Vereinten Nationen zählten bislang insgesamt mehr als 6000 Tote, vornehmlich Zivilisten.

Die seit dem 15. Februar geltende Waffenruhe ist Bestandteil des in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarten Friedensabkommens. Sie ist relativ stabil, immer wieder gibt es aber kleinere Gefechte.

Poroschenko kündigte am Montag an, er habe für Dienstag sein "Kriegskabinett" einberufen. Dieses solle "wichtige Entscheidungen" treffen. Nähere Angaben machte der Präsident nicht.

  • rtr
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11 Kommentare zu "Ostukraine: Poroschenko bestätigt Waffenabzug der Separatisten"

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  • Die EU Armee ist schon lange in Traum. Ich glaube schon seit dem Millenium reden die davon.
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    400 Milliarden will man dafür ausgeben. Klar, bevor man es für sinnlose Dinge wie Bildung und gegen die Armut ausgibt dann doch dafür.
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    PS: ein Mensch in der NATO gibt 1113 $ für Rüstung jährlich aus. Ein Rest-Welt-Bürger(China, Russland etc) gibt dafür nur 52 $ aus....... Richtig gelesen, 21x weniger!!!!
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    In den USA hat man den Betrag aktuell auf 2426 $ angehoben. Pro Einwohner und Jahr, versteht sich!

  • RAUS AUS DER NATO IST SCHON MAL DIE RICHTIGE RICHTUNG !!
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    Wieso ist wohl ausgerechnet das angelsächsische Establishement gegen die Idee einer EU-Armee, hmm?? Alles was den Angelsachsen nicht passt ist schlecht für sie selbst, da sie um Macht und Einfluss fürchten und was für DIE schlecht ist, kann nicht zwangsläufig auch schlecht für uns schlecht sein....IM GEGENTEIL !!!!
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    Aber es zeigt wohl das die Idee einen Nerv der ANGELSACHSEN-MAFIA empfindlich getroffen hat.

  • EU-Armee: Moskau erinnert Juncker an russische Atom-Waffen
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    Quelle: DWN
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    Ein hochrangiger russischer Politiker hat den EU-Chef Jean-Claude Juncker daran erinnert, dass Russland über Atomwaffen verfüge. Juncker hatte den Aufbau einer EU-Armee gegen Russland angeregt. Doch origineller Weise bekommt Moskau in diesem Fall Unterstützung aus Washington und London: Auch die USA und Großbritannien sind entschiedene Gegner einer EU-Armee. Sie fürchten die Verwässerung der Nato.
    .
    Allerdings dürften vor allem die USA – mehr als Russland – gegen die Schaffung einer EU-Armee sein. Denn eine EU-Armee hätte eine andere Befehls- und Organisationsstruktur als die Nato. Sie würde unabhängig von der Nato agieren und hätte eine gesonderte Kommando-Zentrale in Brüssel.

  • Staaten haben keine Freunde, sie haben Interessen. Und innerhalb eines europäischen Rechtsfriedens kann doch jeder mit jedem machen was und wie er will. Rußland muß zurück zur Vertragstreue gezwungen werden. Das hat nichts mit Gott zu tun. Heute müssen wir Rußland, bzw. seine staatlichen Instituionen isolieren, bis sie zu einer Vertragstreue bereit sind, die in Europa über 200 Jahre gewachsen ist. Dann können auch gute Beziehungen zu Rußland gepflegt werden. Jetzt ist Rußland das eigentliche Problem, weil es keine Verträge einhalten will. Und glauben Sie mir, durch besorgtes Stirnrunzeln abwiegelnder Politiker sichern wir den Frieden nicht.

  • Lieber Herr Gebhartz,

    auch wenn ich Ihre Ausführungen z.T. nachvollziehe und zustimme, so versauen Sie mit Ihren zugespamme der Kommentarfunktion mit vorbereiteten und kopierten Kommentaren jeden Artikel, der manchmal auch mit dem Thema an sich wenig zu tun hat.

    Ich würde mich über mehr Qualität statt Quantität freuen. Es bringt ja nichts wenn Sie die gleichen Kommentare (mit den gleichen Tippfehlern) immer und immer wieder wiederholen.

    Das gleiche möchte ich auch zu Herrn Daniel Mayr sagen. Ihre Meinung teile ich aber größtenteils nicht.



  • Russland-Sanktionen und Euro-Krise schaden deutschen Exporten
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    Quelle: DWN
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    Die deutschen Exporteure müssen einen schwachen Januar verbuchen. Wegen
    der Russland-Sanktionen und der Euro-Krise helfen auch die
    geldpolitischen Zaubertricks von Mario Draghi den deutschen Unternehmen
    nicht.
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    Die deutschen Exporteure haben wegen der sinkenden Nachfrage aus den
    Euro-Ländern einen schwachen Jahresauftakt zu vermelden. Sie setzten im
    Januar 2,1 Prozent weniger um als im Vormonat, wie das Statistische
    Bundesamt am Montag mitteilte. Das war der kräftigste Rückgang seit
    August 2014. Der Rückgang wird auf die Sanktionen gegen Russland
    verhängten Gegensanktionen zurückgeführt. Denn ist das Ausmaß
    überraschend: Die EZB drückt seit Monaten den Euro-Kurs auf immer neue
    Tiefstwerte. Doch die Geldpolitik hilft den deutschen Unternehmen nicht,
    weil die Euro-Krise die Wirtschaft vor allem bei den Euro-Partnern
    schwächt. Hier können die deutsche Exporteure wegen der Währungsunion
    nicht von Wechselkurs-Effekten profitieren.
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    Es wird höchste Zeit, daß sowohl die EU in Brüssel und unsere Politiker
    in Berlin den USA endlich die rote Karte zeigen und die
    Wirtschaftssanktionen gegen Rußland aufheben.

    Es ist völlig unverständlich, daß nur den Interessen der USA gefolgt
    wird. Jeder sollte ihr Interview mit Herrn Sakwa lesen. Die USA ist in
    keinster Weise an Europa interessiert, sondern nur an ihrem weltweiten
    Machtstreben.

  • Wenn die EU die Ukraine endlich an die Kandare niehmen würde sähe es nicht gut aus für die Kriegstreiber aus *Übersee" !!
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    Also nehmen sie jetzt Venezuela ins Visier. Wann wacht die Welt endlich auf und kickt
    die Schweine zurück auf ihr gottloses Territorium!
    -
    Frieden und Freundschaft mit Russland ist mehr wert als diese gottlose Übersee-Mafia !!



  • Die Interessen der USA und der NATO sind nun wirklich kein Geheimnis. Unverzeihlich ist, dass sich Europas Politiker haben hineinziehen lassen in diesen Konflikt, den sie in diesem Ausmass hätten verhindern können. Was hat man sich erhofft mit dieser blinden Solidarität? Sie hat nicht nur das über Jahrzehnte aufgebaute Vertrauen mit Russland zerstört, sie war auch zum eigenen Schaden.

    Es gab von Anfang an zu viele Ungereimtheiten in diesem Konflikt. Auch unsere deutschen Regierungsvertreter müssen sich vorwerfen lassen, durch ihre einseitige und vorschnelle Parteinahme zur Ausweitung beigetragen zu haben.

    Zum Glück gibt es inzwischen ein paar Stimmen, die die wahren Ursachen erkannt haben und auch anprangern. Es werden hoffentlich mehr werden!

  • Der wahre Grund warum der Westen derart gegen Putin giftet ist das eurasische Freihandelsabkommen mit der Loslösung vom Dollar!
    -
    Seit er das verkündet hat wird das Kriegsgeschrei immer lauter!
    -
    Überall wo die zerbombten Länder mit Blut getränkt werden steht Macht und Gier der Ostküstenmafia im Vordergrund!

  • Tiefe Forschung kann es nicht gewesen sein, was Sie hier beim Herrn Sakwa zitieren. Heute jedenfalls haben wir die Bestätigung dessen erhalten, was wir eigentlich schon am ersten Tag wußten, Putin hat gelogen, Lawrow hat gelogen und alle anderen Freunde, denen Herr Steinmeier geglaubt hat, haben auch gelogen und man kann nur einer der drei Affen sein (nichts hören, nichts sehen, nichts sagen...) wenn man selbst glaubt, mit der europäischen Appeasement-Politik, die internationale Rechtsordnung aufrecht erhalten zu können. Jazenjuk gehörte damals und heute zu den wenigen Leuten mit realistischem Einschätzungsvermögen, ebenso wie der polnische Außenminister Sikorski, die verstanden hatten, daß die Imperialmacht Rußland zurück in die koloniale Sowjetunion will. Nicht mehr und nicht weniger.

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