Ostukraine Ukrainische Truppen geben Debalzewe auf

Kiews Truppen verlassen das umkämpfte Debalzewe im Osten des Landes. Panzer und Armeefahrzeuge treffen in umliegenden Ortschaften ein. Andere Soldaten sollen sich den Rebellen ergeben haben.
Update: 18.02.2015 - 18:31 Uhr 15 Kommentare
Die ukrainische Armee hat nach Worten von Präsident Poroschenko die umkämpfte Stadt weitgehend verlassen. Quelle: Reuters
Abzug aus Debalzewe

Die ukrainische Armee hat nach Worten von Präsident Poroschenko die umkämpfte Stadt weitgehend verlassen.

(Foto: Reuters)

Moskau/KiewNach der Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Debalzewe durch die prorussischen Separatisten laufen die diplomatischen Bemühungen auf Hochtouren, das Minsker Abkommen für einen Frieden in der Ukraine noch zu retten. Außenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte am Mittwoch in Berlin an, die Bundesregierung werde sich bemühen, die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen.

Die nächsten Schritte zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen müssten gegangen werden. Auch US-Außenminister John Kerry besprach nach Angaben des russischen Außenministeriums per Telefon mit seinem Kollegen Sergej Lawrow Wege zur Umsetzung des Abkommens.

Am Abend wollten die Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Frankreichs und Deutschlands nach Angaben der französischen Regierung telefonisch über einen Ausweg aus der Krise beraten. Nach der Einnahme des Verkehrsknotenpunkts Debalzewe durch die Separatisten zogen sich ukrainische Soldaten und Milizen am Mittwochmorgen weitgehend aus der Stadt zurück.

Das Vorgehen der Separatisten stieß auf scharfe Kritik: „Der Einsatz der von Russland unterstützten Separatisten in Debalzewe ist ein klarer Verstoß gegen den Waffenstillstand“, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Brüssel.

„Das wahre Gesicht der Banditen“
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15 Kommentare zu "Ostukraine: Ukrainische Truppen geben Debalzewe auf"

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  • @ Black Market

    >> u.a. 50 frische russische Panzer direkt aus dem Mutterland. >>

    Ist die Zahl 50 Ihre Lieblingszahl ? Warum nicht 73, oder 438 ?

    Haben Sie wenigstens einen Link zu EINEM Foto ( auch Handyfoto ) für Ihre Lügen ?

    Nein !

    Sie LÜGEN einfach mal so dahin. Weil Sie Lust dazu haben.

    >>
    Next Stop ist dann Odessa - Die Landbrücke zu Transnistrien. Seit 1.000 Jahren ur-russisches Blut und Boden, blah-blah-blah-blah.... >>

    Hier liegen Sie falsch : Next Stopp ist Warschau, dann Berlin und Paris !

    Es sei denn , die Junta verzieht sich und löst sich im Westen auf und der Westen stellt Propagandameldungen wie Ihre ein.

    Dann gibt es noch Hoffnung für eine friedliche Spaltung des Schurkenlandes Ukraine !

  • @ Herr Carsten Kanter Meinen sie das Preeseorgan der ukrainischen Regierung und des Herr Soros: "Der Spiegel"? Wer finanziert den nun die erwarteten Gewinne des Herrn Soros mit ukrainischen Staatsanleihen, die EU?

  • Next Stop: Mariupol - die Landbrücke zur Krim.

    Merkel und Hollande werden von Putin mal so richtig als Lachnummer vorgeführt. Noch während der "Friedensverhandlingen" wurde schweres Gerät an der Front in Stellung gebracht - u.a. 50 frische russische Panzer direkt aus dem Mutterland. Unsere lieben Friedenstauben waren ganz perplex und ignorierten diese Provokation ganz einfach.

    Jeder ernsthafte Verhandler wäre in so einer Situation sofort abgereist, denn das Signal war völlig unmissverständlich. Aber erst mal taten Merkel und Hollande so, als ob nichts wäre - Es könnte ja z.B. auch ein Friedenswunder geschehen.

    Nach der feierlichen Unterschrift haben die Separatisten dann kaum eine Zigarettenlänge abwarten können, bevor sie den Kessel erstürmt haben. Schon die zweite gewonnene Kesselschlacht gegen die "Faschisten" - Glückwunsch, Glückwunsch.

    Unsere trotteligen Europapolitiker werden wohl bald wieder neue Friedensmissionen planen müssen, während die Amerikaner der Ukraine demnächst Waffen in ganz grossem Stil liefern werden. Die einzige Sprache, die Putin versteht.

    Jener muss sich dann entscheiden, ob er seine grossmaulige Drohung wahr macht, dass er jederzeit und innerhalb von 14 Tagen Kiew einnehmen kann.

    Next Stop ist dann Odessa - Die Landbrücke zu Transnistrien. Seit 1.000 Jahren ur-russisches Blut und Boden, blah-blah-blah-blah....

    Ihr könnt mir das alles ruhig so abnehmen. Noch vor dem ersten Schuss auf der Krim habe ich den Kriegsverlauf und das peinliche europäische Verhandlungsgeplänkel exakt vorrausgesagt - Hier in diesen Spalten. Wer aus der Geschichte freilich nichts lernen will, der wird auch nie begreifen, was hier überhaupt gespielt wird.

  • ihr Kommentar entspricht fast hundertprozentig meiner Auffassung.

  • Sachartschenko, der Regierungschef der Volksrepublik Donezk, hat erklärt, daß die Entwaffung der ukrainischen Truppen in Debalzewo nichts anderes sei als die Umsetzung von Minsk II.

    Dort ist ja bestimmt, daß die illegalen ausländischen Bewaffneten entwaffnet werden sollen. Nun sind die Truppen Kiews auf dem Boden der Volksrepublik Donezk ganz ohne Frage aus Sicht der Volksrepublik illegale ausländische Bewaffnete, nämlich Okkupationstruppen.

    Man wird diese Argumentation nicht von vornherein für absurd erklären können. Schließlich haben die Regierungen der neurussischen Volksrepubliken in Minsk II so etwas wie eine internationale staatsrechtliche Anerkennung erfahren. In Minsk ist nämlich bestimmt worden, daß die Verfassungsreform und die Kontrolle der russischen Grenze in Zusammenarbeit mit und mit Zustimmung dieser Regierungen erfolgen sollen. Der Weltsicherheitsrat der UNO hat sich gestern auf Antrag Rußlands Minsk II zu eigen gemacht und damit die Quasi-Anerkennung der Regierungen von Lugansk und Donezk international völkerrechtlich verbindlich gemacht.

    Minsk II war ein großer diplomatischer Sieg Rußlands. Im Westen hat das offensichtlich noch nicht jeder begriffen.

  • Ja es heißt Debalzewo und nicht Debalzewe!
    Es war doch klar, dass die UKR Armee keine Chance hat!
    Nur Poroschenko lässt die Soldaten ohne Nachschub weiter kämpfen. Ein toller Präsident der vom Westen unterstützt wird. Bettelt ständig nach Waffen! Er hat doch Geld wenn er so ein Patriot ist soll er doch eine Milliarde spenden für die Bevölkerung oder wenigstens für die Waffen!
    Er weiß genau, dass dieses Geld nie dort ankommen wird wo es hin musste.
    Lächerlicher Lügner dieser Poro und seine Faschofreunde sind genauso Witzfiguren. In 2 Jahren wird man diese Regierung genauso stürzen wie die anderen.
    Dann ist es Zeit für neue Diebe!!!!

  • Lieber Herr Mayr, bloss weil Putin Sympathien für die Donbass-Unabhängigkeitskämpfer hat, ist er noch lange nicht aktiv in die taktischen Entscheidungen der Kampfverbände der Donbass-Republiken involviert, oder wissen sie mehr als der rest der Welt? Sie würden ja auch nicht behaupten wollen, bloss weil der Westen die neuen Oligarchen und Kriegshetzer in Kiew unterstützt, dass Angela Merkel die Entscheidung getroffen hat, weiterhin gegen die Donbass-Truppen zu kämpfen obwohl das keine Aussicht auf irgendeinen Erfolg hätte. Ich glaube sie unterschätzen, wissentlich oder auch nicht, die Entschlossenheit der russischen Bevölkerung im Donbass.

  • Seid gegrüßt, meine drei ukrainischen Freunde! Oder seid ihr ein und die selbe Person!?
    Ist auch egal, ich hoffe ihr gebt mir Recht, dass es in der jetzigen Situation um die ukrainische Bevölkerung geht. Keiner soll unnötig sterben, für keine politische Ambitionen irgendwelcher Politiker, die mit der Ukraine nichts zu tun haben.

    Ich hoffe ihr könnt euch in der Ukraine mit ETWAS ABSTAND die Situation vor die Augen führen. Schaut euch auch all die Versprechungen eurer gewählten Politiker, wie Jazenuk, Poroschenko und Co. Welchen Honig sie den Menschen in der Ukraine auf's Brot geschmiert haben. Und vergleicht es mit dem, was die Menschen jetzt haben, wie sie jetzt leiden. Aber kommt mir nicht mit den Aussagen: "PUTIN ist Schuld!". Für so naiv und kurzsichtig halte ich euch nicht!

    Den für EUCH geht es um die Ukraine, für die Hintermänner ist die Ukraine nur Mittel zum Zweck!!! Und zwar Krieg mitten in Europa anzuzetteln!!!
    Und DIE schauen vom Weiten zu, wie sich die slavischen Völker gegenseitig abschlachten und Europa in den Abgrund stürzt. Für die sind Ukrainer keinen Cent wert!!! Bedenkt es!

  • Sehr geehrter Herr Pudwell

  • Wie war gestern noch die reisserische und irreführende Headline bei SPon? SPon-Journalistin Jeglinski frei zitiert: "Sie werden alle sterben, 8.000 ukrainische Soldaten!" Deshalb gibt es wohl auch das Bonmot: Lügen wie gedruckt. Wer SPon liesst, weiss was das Wort Lügenpresse real bedeutet. Die Unabhängigkeitskämpfer des Donbass dagegen haben Wort gehalten und freies Geleit auch eingeräumt. An diesem einen Bsp wird sehr deutlich, warum die Medien so an Glaubwürdigkeit eingebüsst haben. Also, liebe Journalisten, immer schön seriös bleiben, dann klappt´s auch wieder mit dem Image.

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