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Palästina und der Vatikan „Beobachterstaaten“ dürfen Flagge vor UN-Hauptquartier hissen

Palästina und der Vatikan erhalten jeweils eine eigene Flagge vor dem New Yorker UN-Gebäude. 119 Mitgliedsstaaten haben am Donnerstag für die Neuerung gestimmt. Deutschland enthielt sich. Deutliche Kritik äußerte Israel.
11.09.2015 - 02:40 Uhr
Maximal 20 Tage nach der Abstimmung soll die Fahne der Palästinenser vor dem UN-Hauptquartier in New York gehisst werden. Quelle: ap
Vereinte Nationen in New York

Maximal 20 Tage nach der Abstimmung soll die Fahne der Palästinenser vor dem UN-Hauptquartier in New York gehisst werden.

(Foto: ap)

New York Obwohl Palästina kein Vollmitglied der Vereinten Nationen ist, bekommt die Autonomieregion eine eigene Fahne vor dem UN-Hauptquartier. Am Donnerstag stimmten 119 Mitgliedsländer dafür, dass auch „Beobachterstaaten“ einen Platz am Ende der Flaggenparade vor dem Gebäude in New York erhalten. Diesen Status haben Palästina und der Vatikan derzeit inne. Acht Staaten stimmten dagegen, weitere 45 enthielten sich, darunter Deutschland.

Israel hatte den Vorschlag ablehnt. Die UN würden damit ihre eigenen Prinzipien über Bord werfen, sagte Israels UN-Botschafter. Vertreter des Vatikans hatten vor Wochen erklärt, die Flaggenfrage nicht politisieren zu wollen und jedes Ergebnis zu akzeptieren. Nach dem Willen der Palästinenser soll die Fahne maximal 20 Tage nach der Abstimmung gehisst werden. Das wäre rechtzeitig vor dem Besuch von Präsident Mahmud Abbas und zur UN-Vollversammlung.

Palästina ist seit 29. November 2012 als Beobachterstaat von den UN anerkannt. Israel, die USA, Deutschland und andere westliche Staaten vertreten aber die Linie, dass ein souveränes Palästina erst zum Abschluss von Friedensverhandlungen mit Israel anerkannt werden könne.

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