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Palästinensergebiete Hamas-Richter im Gaza-Streifen erschossen

Zwei Tage nach der Tötung dreier Kinder eines Vertrauten Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat seine Fatah-Bewegung offenbar blutige Rache genommen: Im südlichen Gazastreifen erschossen Unbekannte am Morgen einen Richter, der der rivalisierenden Hamas-Bewegung angehört.

HB CHAN JUNIS. Vier Männer feuerten auf den 28-jährigen Bassam al-Fara, als dieser in Chan Junis gerade auf dem Weg zur Arbeit war, wie Hamas-Vertreter und Augenzeugen berichteten. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Die regierende Hamas-Bewegung sprach von einer Hinrichtung und wies der rivalisierenden Fatah von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas die Schuld zu. Diese Gruppe wiederum sprach von vorschnellen Anschuldigungen und forderte eine Untersuchung.

Al-Fara war den Angaben nach an einem Zivilgericht tätig und zudem ein hochrangiges Mitglied des bewaffneten Arms der Hamas. Anwohnern zufolge ist seine Familie einer der größten Clans in Chan Junis.

Der jüngste Vorfall dürfte die Spannungen zwischen der Hamas und der Fatah in den Palästinensergebieten weiter verschärfen. Beide Bewegungen hatten es zuletzt nicht geschafft, eine Einheitsregierung auf die Beine zu stellen. Stattdessen nehmen die gegenseitigen Beschuldigungen zu: So machte die Fatah etwa die Hamas für die Tötung dreier Kinder eines Abbas-Vertrauten in Gaza zu Wochenbeginn verantwortlich. Die Hamas wies die Vorwürfe zurück. Am Dienstag lieferten sich Abbas nahe stehende Sicherheitskräfte ein Feuergefecht mit Hamas-Polizisten in Gaza. Dabei wurden vier Menschen verletzt.

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