Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Panne mit Anthrax-Proben US-Armee verschickt tödlichen Milzbranderreger

Die US-Armee hat mindestens eine Probe lebender Anthrax-Erreger quer durchs Land verschickt. Vier Menschen sollen mit dem Milzbranderreger in Kontakt gekommen sein. Sie wurden vorsorglich gegen mögliche Folgen behandelt.
Kommentieren
Gefährliche Anthrax-Proben wurden quer durch die USA verschickt. Quelle: dpa
Panne bei der US-Armee

Gefährliche Anthrax-Proben wurden quer durch die USA verschickt.

(Foto: dpa)

Washington Bei der US-Armee sorgt eine Panne mit Proben des tödlichen Milzbranderregers Anthrax für Wirbel. Wie Vertreter des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Washington mitteilten, wurde mindestens eine Probe mit lebenden Anthrax-Erregern quer durchs Land geschickt.

In einem Militär-Labor im US-Bundesstaat Utah seien im März vergangenen Jahres Anthrax-Proben bestrahlt worden. Es sei davon ausgegangen worden, dass die Erreger dadurch abgetötet worden seien. Am Freitagabend habe aber ein privates Labor im Bundesstaat Maryland die Behörden verständigt, dass eine dort eingegangene Probe offenbar noch aktiv sei.

Nach Bekanntwerden dieser Panne würden nun auch die an andere Labore verschickten Proben untersucht, hieß es weiter. Mehr als ein Dutzend Labore in neun Bundesstaaten sowie auf einem US-Militärstützpunkt in Südkorea wurden demnach beliefert. Ersten Erkenntnissen zufolge arbeiteten vier Menschen in drei unterschiedlichen Laboren mit Anthrax-Lebendproben, sie würden nun vorsorglich gegen mögliche Folgen behandelt. Für die breite Öffentlichkeit sei kein Gesundheitsrisiko bekannt, erklärte Pentagon-Sprecher Steven Warren.

Aus dem ebenfalls belieferten Labor in Südkorea wurde später gemeldet, dass bis zu 22 Mitarbeiter bei einer Schulung mit der Anthrax-Probe in Kontakt gekommen seien. Bislang habe keiner von ihnen über Symptome geklagt, teilte der US-Luftwaffenstützpunkt Osan am Donnerstag mit. Das Labor rund 105 Kilometer südlich von Seoul sei sofort nach Bekanntwerden einer möglichen Gefährdung abgesperrt und dekontaminiert worden.

Der Handelsblatt Expertencall
  • afp
Startseite

0 Kommentare zu "Panne mit Anthrax-Proben: US-Armee verschickt tödlichen Milzbranderreger"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.