Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Paris „Blitzkrieg“ in Libyen war nicht zu erwarten

Nach Ansicht des französischen Außenministers Alain Juppé haben die Alliierten die Widerstandskraft der Gaddafi-Streitkräfte unterschätzt. Dennoch könne man nicht von einer festgefahrenen Offensive reden.
04.08.2011 - 22:23 Uhr 4 Kommentare
Frankreichs Außenminister Juppé hat keinen

Frankreichs Außenminister Juppé hat keinen "Blitzkrieg" in Libyen erwartet.

(Foto: AFP)

Paris Die Alliierten im Libyenkonflikt haben nach Ansicht des französischen Außenministers Alain Juppé das Beharrungsvermögen von Machthaber Muammar al-Gaddafi falsch eingeschätzt. „Zweifellos haben wir die Widerstandskraft der Gaddafi-Streitkräfte unterschätzt“, sagte Juppé am Donnerstag dem TV-Sender „France 2“. Dennoch könne man auch nach fünf Monaten Militäreinsatz nicht von einer festgefahrenen Offensive reden. „Niemand hat von einem Blitzkrieg gesprochen.“

Immerhin sei der Süden Libyens praktisch unter Kontrolle des Übergangsrates, sagte Juppé weiter. Die Rebellenstreitkräfte rückten im Westen Richtung Tripolis vor. „Und wir werden diesen militärischen Druck aufrecht erhalten“, sagte Juppé, der Streitigkeiten innerhalb des libyschen Übergangsrates bestritt.

Frankreichs Verteidigungsminister Gérard Longuet hatte zuvor angekündigt, Frankreich werde seinen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ aus dem Libyen-Krieg abziehen. Das atomar angetriebene Schiff werde Mitte August zu Wartungsarbeiten zurück in seinen Heimathafen Toulon an der Mittelmeerküste kommen.

Der Flugzeugträger mit seiner 1900 Mann starken Besatzung beteiligt sich seit Ende März an dem internationalen Einsatz gegen Gaddafis Regime. Der Abzug der „Charles des Gaulle“ bedeute aber nicht, dass sich Frankreich aus dem Einsatz zurückziehen wolle, betonte auch Longuet. Zuletzt hatte es in Frankreich immer mehr kritische Stimmen gegeben, die die hohen Kosten beklagt hatten. Der Einsatz kostet das Land pro Tag 1,2 Millionen Euro.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • dpa
    Startseite
    4 Kommentare zu "Paris: „Blitzkrieg“ in Libyen war nicht zu erwarten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Days, not weeks" und "kinetic activity" hatte Obama gesagt "No fly zone".

      Jetzt haben wir einen richtigen Krieg mit Action, Boom, vielen Toten und alles drum und dran.

    • Ironie:

      Sie hörten eine Ansprache vom OKW (Alain Juppé) an die Truppen vor EL Alamein vor der Entscheidungsschlacht.

    • Was hat dieser Affe zu Beginn der Intervention noch getönt! Und gegen die deutsche Haltung gestänkert. Armes Frankreich!

    • "Niemand hat von einem Blitzkrieg gesprochen." Insbesondere spricht das UN-Mandat nicht davon, weder von "Blitz" und erst recht nicht von "Krieg".

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%