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Paris und Rom im Fokus Der Euro-Zone droht neue Gefahr

In der Krise um den Euro wächst die Angst vor einem Dominoeffekt. Griechenland scheint der Rettungsschirm nicht zu helfen und laut IWF könnten sich auch Frankreich und Italien zu den Problemstaaten gesellen.
7 Kommentare
Silvio Berlusconi und Nicolas Sarkozy. Quelle: dapd

Silvio Berlusconi und Nicolas Sarkozy.

(Foto: dapd)

Berlin Der Euro-Zone droht neue Gefahr: Griechenland ist trotz Rettungsbeschlüssen nicht aus dem Schneider, die Sorge um Italiens Finanzen wächst, nun kommt auch noch Alarmstimmung um Frankreichs Schuldenlage auf. Der IWF mahnt, Paris solle sich mehr anstrengen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigt sich entschlossen: Den Euro-Schuldensündern steht jetzt ein hartes Regiment bevor. Griechenland sieht er vor einem jahrzehntelangen Weg aus der Krise. Die Sorge der Europäer wächst noch, denn die USA steuern weiter auf die Pleite zu.

„Die Griechen werden sicher ein Jahrzehnt benötigen, um wieder wettbewerbsfähig zu werden“, sagte Schäuble in einem Interview der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag). Ein Herkules-Arbeit steht auch beim beschlossen Griechenland-Rettungspaket noch bevor. Denn die freiwillige Beteiligung der Banken muss erst noch praktisch umgesetzt, der Anleihetausch organisiert werden, Athen hat jetzt Aufträge dafür an Großbanken erteilt. Zuletzt stufte die US-Ratingagentur Standard & Poor's Griechenlands Bonität trotz des Rettungspakets um zweitere Stufen herab, auf „CC„, damit auf sehr gefährdet und hat den Ausblick weiter gesenkt.

Die Ratingagentur Fitch hatte bereits mit Blick auf die Beschlüsse des Euro-Sondergipfels zu Griechenland angekündigt, man werde kurzfristig von einem „beschränkten Kreditausfall“ („Restricted Default“) ausgehen. Sei die Abwicklung des geplanten Anleihentauschs erfolgreich, werde das Rating „Beschränkter Kreditausfall“ aber aufgehoben und die Bewertung der griechischen Kredite wieder verbessert.

Finanzminister Schäuble wies Kritik zurück, dass die privaten Gläubiger nicht genug in die Pflicht genommen würden. „Die vereinbarten Maßnahmen bedeuten, dass die Kreditinstitute den Wert der Forderungen gegenüber Griechenland um 21 Prozent werden berichtigen müssen.“ Und sie blieben auf 30 Jahre in Griechenland engagiert: „Das ist ein erheblicher Beitrag“, sagt er in dem Interview.

Ansteckungsgefahr sieht der IWF für Frankreich: Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt Paris vor einem Scheitern der Sparziele und zweifelt an den Prognosen der Franzosen. Frankreichs Wirtschaft dürfte weniger stark wachsen als erwartet und damit das Staatsdefizit weniger schnell sinken. Damit könnte Paris die Stufe der erstklassigen Kreditwürdigkeit verlieren, die Kreditaufnahme würde teurer. Deshalb sollte sich Paris mehr anstrengen, um seinen Haushalt in Ordnung zu bringen.

Ohne Sparprogramme fließen keine Hilfen
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7 Kommentare zu "Paris und Rom im Fokus: Der Euro-Zone droht neue Gefahr"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Perfide Augenwischerei des Herrn Schäuble:
    "Staaten, die um Hilfe nachsuchten, müssten einen Teil ihrer Souveränität aufgeben, „sich harten Bedingungen und scharfer Aufsicht unterwerfen“."
    Was will Herr Schäuble machen? Von Insel zu Insel rollen und schauen, ob die Griechen auch nicht schwarz arbeiten? Was will er? Eine Euro-Finanzpolizei? Den totalen Überwachungsstaat? Völliger Blödsinn. Entweder möchte er mit diesem Satz wieder einmal dem deutschen Steuerzahler Sand in die Augen streuen oder er meint es tatsächlich so. Dann ist er eine Gefahr für Europa.
    So lange die Griechen sich nicht gegenseitig auf die Finger schauen, wird es nichts. Daher muss die Eigenverantwortung in Europa wieder gestärkt werden. GR sollte zügig die EU-Zone verlassen. Mit einem Schuldenerlass von 50% sollte es machbar sein. Nach zehn Jahren Schufterei können sie gerne als ehrenhaftes Mitglied wieder aufgenommen werden.
    Ach ja, Jens Ehrhardt (DJE) meinte kürzlich, dass es natürlich so ist, dass der deutsche Konsument ohne Euro jetzt besser da stünde...
    Es wird von den Euroland-Sozialisten/-Absolutisten nebulös argumentiert, dass Deutschland vom Euro profitiert. Wenn es darum geht, wer in Deutschland gemeint ist und wie er genau profitiert, dann kommt nur noch Blabla.
    Sehr lesenswert:
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13512761/Deutsche-Politik-feiert-Selbstaufgabe-als-Erfolg.html

  • Zitat:"Staaten, die um Hilfe nachsuchten, müssten einen Teil ihrer Souveränität aufgeben, „sich harten Bedingungen und scharfer Aufsicht unterwerfen“. Dies sei für viele sehr schmerzhaft, „aber allemal besser, als die Integrität der Eurozone zu gefährden"

    Und am Ende wird auch Deutschland in den Schuldensumpf der PIGS gezogen, und muß sich einer "scharfen Aufsicht" stellen und muss seine Souveränität aufgeben. Weil es von seinen Politikern verraten und verkauft wurde. Diese Politiker haben das Grundgesetz gebrochen und treiben Deutschland in den Staatsbankrott. Der Lissabonvertrag wurde in einer Ermächtigungsaktion ins Gegenteil verkehrt und das verlogene Verfassungsgericht versagt und schweigt. Deutschlands etablierten Parteien verkaufen das Volk und deren Wohlstand.

    Wir leben dann unter der Knute der EUdSSR, die von den Bilderbergern gesteuert wird.

  • Eurokrise
    Droht Italien unter dem Druck der Spekulanten zu zerbrechen?

    http://www.biallo.at/artikel/Kredit/eurokrise-italien-unter-druck-der-spekulanten.php

    Nach Griechenland, Irland und Portugal wird nun auch Italien von internationalen Spekulanten so hart attackiert, dass es EU-Finanzhilfen benötigt. Unter den jüngsten Kursverlusten an der Mailänder Börse leidet auch die UniCredit samt Bank Austria. Biallo.at sprach hierzu mit Chefvolkswirt Austria Stefan Bruckbauer.

  • Geb Ihnen ja recht, aber wieso ist Deutschladn halbwegs vernünftig? Die damals bewusst gesetzten Maastrichtkriterien (Verschuldung max. 60% des BIP) wird Deutschland niemals mehr wieder einhalten können! Diese Kriterien hatten damals schon seinen Sinn!
    Selbst eine Spaltung in Nord- und Südeuro geht nicht mehr, außer wir zählen uns zum Süden (Targetsaldo gegen die PIIGS 380 MRD. EUR). GAME OVER

  • Unsere Politiker wollen es nicht verstehen: der Euro ist tot und die EU kann man auch gleich abservieren.

    Wer sich noch von der Hochfinanz beraten lässt, welche die Politiker mit links über den Tisch zieht, der gehört in die Zwangsjacke.

    Jeder, mit ein bißchen Restverstand, kann diesen Globalisierungswahnsinn in dieser Form nicht unterstützen.

    Europa hätte eine Chance gehabt, wenn es mit den Bürgern aufgebaut worden wäre. So hat die Politik über die Köpfe der Bevölkerung hinweg eine Währungsunion etabliert. Die Folgen wurden ausgeblendet. Mahner gab es wahrlich genug!

    Jetzt stehen die Politiker vor dem Scherbenhaufen und wissen nicht weiter. Wir müssen zurück zur EWG. Mehr braucht Europa nicht. Damit können alle leben!!!

    Wir wollen keinen Superstaat und Bevormundung von nicht wählbaren Kommissaren. Die sollten mal richtig arbeiten und nicht nur auf Steuerzahlers Kosten die Bevölkerung drangsalieren.

    Weg mit diesem Bürokratenverein, weg mit dem Euro.

    Wir brauchen weniger Staat und mehr Selbstverantwortung!!!

  • Es ist nur noch abenteuerlich. Fassen wir zusammen: Eigentlich steht die Mehrheit der Länder im Euroraum faktisch vor der Pleite. Die wenigen noch halbwegs vernünftig aufgestellten Staaten - unter ihnen Deutschland - werden sich absehbar bei dem Versuch übernehmen, die vielen Krisenherde mit Geld zu löschen. Was sagt der gesunde Menschenverstand? Mit dieser Währung kann etwas nicht stimmen - wir brauchen eine Rückkehr zu nationalen Währungen. Nicht so aber unsere verstrahlte Europa-"Elite". Sie möchte lieber 500 Mio Bürger Jahrzehnte für ihre verkorkste Idee einer Einheitssuppe bluten lassen. Sie glaubt, dass nur so die europäische Idee überlebensfähig ist. Das Gegenteil ist der Fall: Der Euro zerstört die Einigkeit und den Frieden unter den Völkern Europas. Er hetzt die Wirtschaftsinteressen unausweichlich aufeinander. Das Agieren der Politiker in dieser Krise ist nicht nur fahrlässig, es ist demokratiefeindlich, da es faktisch eine nicht vom Bürger gewollte und parlamentarisch nicht hinreichend legitimierte Brüsler Überregierung konstituiert. Der Entwurf zur Transferunion ist unter Demokratiegesichtspunkten hanebüchend. Hier eine kommentierte Version - anhängend auch der Kompletttext:
    http://www.freiewelt.net/blog-3321/der-vertragsentwurf-zur-transferunion-ist-%F6ffentlich(!)---ziel-ist-die-beendigung-staatlicher-haushaltssouver%E4nit%E4t.html

  • ja..und rate mal was als nächstes passiert?..

    der krise wird benutz um der traum eine kleine elite endlich zu ermöglichen...der grundung eine neuen nation...der USE..anti-demokratisch..faschistisch..von und für der kleine elite die es aufbauen wollen..

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