Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Pariser Klimaabkommen Europäische Union will Ziele übertreffen

Die Europäische Union zeigt sich hinsichtlich des Pariser Klimaabkommens ehrgeizig und kämpferisch. Denn obwohl die USA zuletzt aus dem Pakt ausgetreten sind, will die EU ihre angepeilten Ziele noch überbieten.
27.06.2017 - 13:31 Uhr Kommentieren
Der EU-Vizekommissionspräsident glaubt an die Umsetzung des Klimaabkommens. Quelle: AFP
Maros Sefcovic

Der EU-Vizekommissionspräsident glaubt an die Umsetzung des Klimaabkommens.

(Foto: AFP)

Brüssel Trotz des Ausstiegs der USA glaubt die Europäische Union an die Umsetzung des Pariser Klimapakts und will ihre Ziele übererfüllen. Dies sagte Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic am Dienstag zum Start eines Städtenetzes für den Klimaschutz.

Der Bürgermeister Atlantas, Kasim Reed, bekräftigte das Engagement von US-Städten gegen die globale Erwärmung. Die „enttäuschende Entscheidung“ von Präsident Donald Trump zur Abkehr vom Pariser Abkommen habe dies nur noch verstärkt. Da die meisten Treibhausgase in Städten entstünden, könne man auch ohne die US-Regierung eine Minderung um 35 bis 45 Prozent erreichen.

Dem Globalen Bündnis der Bürgermeister (Global Covenant of Mayors) gehören Vertreter von 7400 Städten weltweit an. Sie haben sich vorgenommen, die Ziele des Pariser Abkommens umzusetzen oder zu übertreffen. Mit dem 2015 geschlossenen Pakt soll erreicht werden, dass die globale Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit möglichst nicht mehr als 1,5 Grad ansteigt, höchstens aber um 2,0 Grad. Dazu muss die Energieversorgung komplett umgestellt werden.

Wie Trumps Klimapolitik den kleinen Inseln zusetzt
Trügerische Insel-Idylle
1 von 11

Für einige Inseln ist es nach Einschätzung des UN-Klimarates IPCC wohl schon zu spät: Der durch den Klimawandel verursachte Anstieg des Meeresspiegels wird ihr Ende bedeuten. Andere könnten vielleicht noch gerettet werden – doch mit dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten Austritt aus dem Klimaabkommen von Paris sind die Chancen deutlich gesunken.

(Foto: dpa)
Hilda Heine
2 von 11

Die im Pazifik gelegenen Marshall-Inseln zählen zu den Staaten, für die der globale Anstieg des Meeresspiegels ein existenzielles Problem ist. Kein Wunder also, dass deren Regierungschefin Hilda Heine die Klimapolitik von Trump als „zutiefst enttäuschend“ bezeichnet.

(Foto: AP)
Palau
3 von 11

Auch der weiter westlich gelegene Staat Palau ist massiv bedroht. „Einige Inseln sind schon verschwunden“, sagt Umweltminister Umiich Sengebau. „Wenn sich der Trend fortsetzt, ist unsere Existenz als Inselstaaten in vielen Fällen gefährdet.“ Nach dem Kurswechsel Amerikas sieht er keine andere Wahl, als sich an die Hoffnung zu klammern. (Foto: NOAA)

Rex Tillerson
4 von 11

US-Außenminister Rex Tillerson betonte nach der international scharf kritisierten Ankündigung seines Präsidenten, dass die USA ihre Kohlendioxid-Emissionen schon vor der Vereinbarung von Paris im Jahr 2015 „drastisch“ reduziert hätten. Die Folgen der US-Klimapolitik könnten für Staaten wie Palau oder die Marshall-Inseln dennoch verheerend sein.

(Foto: Reuters)
Globale Erwärmung aufhalten
5 von 11

Bereits seit 2009 gilt das Ziel, die globale Erwärmung gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen. Die besonders bedrohten Inselstaaten halten dies für nicht ausreichend und fordern eine Begrenzung auf maximal 1,5 Grad. Da die Welt sich bereits um etwa ein Grad erwärmt hat, dürften die Temperaturen demnach nur noch um weitere 0,5 Grad steigen.

(Foto: dpa)
Marshall-Inseln
6 von 11

„Die 1,5 sind weiterhin unser Ziel, aber realistisch betrachtet haben wir wohl den Punkt schon überschritten, an dem dies noch möglich gewesen wäre“, sagt Kenrick Leslie, Leiter des Klimawandelzentrums der Karibischen Gemeinschaft. Mit Trumps Abkehr vom Pariser Klimaabkommen seien die Chancen darauf nun „direkt zum Fenster hinausgeschmissen worden“.

(Foto: AP)
Inselstaat Kiribati
7 von 11

Kleine Inseln seien „die am stärksten gefährdeten Gebiete der Welt“, sagt der Klimaforscher Jim Skea vom Imperial College in London. Wenn die globale Erwärmung über 1,5 Grad hinausgehe, „macht dies die Bedrohung für sie noch akuter. Das ist wirklich existenziell“.

(Foto: dpa)

Die EU-Energieminister hatten am Montag Gesetzespakete zur Umsetzung der Klimaziele bis 2030 gebilligt. Dann will die EU 40 Prozent weniger Treibhausgase produzieren als noch 1990. Umweltschützer kritisieren die EU-Beschlüsse allerdings als wenig ambitioniert und fordern Nachbesserungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Pariser Klimaabkommen - Europäische Union will Ziele übertreffen
    0 Kommentare zu "Pariser Klimaabkommen: Europäische Union will Ziele übertreffen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%