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Spitzenkandidaten der Parteien

Die Briten wählen am 12. Dezember.

(Foto: AFP)

Parlamentswahl Das sind die Stärken und Schwächen der Spitzenkandidaten in Großbritannien

Mitten im festgefahrenen Brexit-Streit wählt Großbritannien ein neues Parlament. Altbekannte Gesichter führen dabei den Wahlkampf an. Ein Überblick.
14.11.2019 - 04:00 Uhr Kommentieren

London Über ein halbes Jahr nach dem eigentlichen Brexit-Datum befindet sich Großbritannien im Wahlkampfmodus – wieder einmal. Der konservative Premier Boris Johnson hofft so aus der festgefahrenen Abstimmungslage zu kommen, die seinen Brexit-Kurs immer wieder torpedierte.

Auf seiner Wahlkampf-Tour durch England besucht er vor allem Labour-Wahlkreise, um dort Stimmen einzusammeln. Seine Botschaft: Man müsse den Brexit endlich erledigen, dann könne man sich um die Dinge kümmern, die die Briten wirklich beschäftigten. Diese Strategie ist allerdings auch schon einmal schief gegangen. Nämlich als Johnsons Vorgängerin Theresa May bei dem Versuch, Labour-Wähler von ihren Brexit-Versprechen zu überzeugen, scheiterte.

Johnsons wichtigster Herausforderer ist Labour-Chef Jeremy Corbyn, doch auch drei weitere Parteien könnten den Wahlausgang entscheidend beeinflussen. Sie alle wollen Johnsons Brexit-Kurs etwas entgegensetzen. Entweder in Form eines noch härteren Austritts, oder mit Verbleib in der EU.

Das sind die Akteure der Wahl:

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    Boris Johnson (Konservative)

    Quelle: AFP
    Boris Johnson
    (Foto: AFP)

    Seit Premierminister Boris Johnson im Juli an die Macht gekommen ist, inszeniert er sich als der Mann, der das Land aus der EU führen wird. Mit der Neuwahl will er sich nun ein Mandat für seinen Brexit-Kurs holen.

    Brexit: „Wir setzen den Brexit um, die anderen blockieren nur“, lautet Johnsons zentrale Botschaft. Wenn die Tories im Dezember eine Mehrheit erhielten, werde das Parlament den EU-Ausstiegsvertrag im fünften Anlauf endlich ratifizieren. Nach dem Austritt Ende Januar will Johnson dann bis Ende 2020 ein Freihandelsabkommen mit der EU vereinbaren. Eine Verlängerung der Übergangsperiode schließt er aus, doch Experten halten dies für unumgänglich.

    Wirtschaftspolitik: Vor seiner Wahl zum Parteichef hatte Johnson Steuersenkungen versprochen. Führende Konservative fordern auch eine weitreichende Deregulierung der Wirtschaft nach dem Brexit. Im Wahlkampf hat Johnson diese Forderungen bisher nicht wiederholt. Stattdessen liefert er sich mit Labour einen Ausgabenwettlauf. Der Premier verspricht mehr Geld für Krankenhäuser, Schulen und 20.000 neue Polizistenstellen. Wo das Geld herkommen soll, hat er noch nicht verraten.

    Schwäche: Die Tories sind für den Sparkurs der vergangenen zehn Jahre verantwortlich und damit für viele Probleme beim Gesundheitssystem NHS, den Schulen und den Kommunen. EU-Anhänger werfen den Tories obendrein eine schädliche Obsession mit dem Brexit vor.

    Jo Swinson (Liberaldemokraten)

    Quelle: AFP
    Jo Swinson
    (Foto: AFP)

    Die Liberaldemokraten sind traditionell Großbritanniens Protestpartei. Sie profitieren, wenn die Wähler mit den beiden Volksparteien unzufrieden sind. Derzeit sorgt der Brexit für Zulauf.

    Brexit: Die Liberaldemokraten präsentieren sich als wahre Heimat der EU-Anhänger im Land und bilden damit den Gegenpol zur Brexit-Partei. Sie fordern, den Ausstiegsantrag in Brüssel zurückzuziehen und den Brexit abzusagen. Mit dieser radikalen Position hofft Parteichefin Jo Swinson, enttäuschte Labour-Wähler und Tories hinter sich zu sammeln.

    Sollte sie als Junior-Partnerin in einer Labour-Regierung landen, würde sie sich wohl mit einem zweiten Referendum zufrieden geben. In den vergangenen Monaten hat die Partei bereits mehrere Achtungserfolge erzielt: Prominente Abgeordnete aus den großen Parteien haben bei ihr Zuflucht gesucht. Die Wirtschaftspolitik spielt in ihrem Wahlkampf keine große Rolle.

    Schwäche: Im pro-europäischen Lager gibt es viel Konkurrenz. Labour, Grüne und Liberale konkurrieren um die gleichen Stimmen, in Schottland und Wales kommen die Nationalisten von SNP und Plaid Cymru hinzu. Die Zersplitterung könnte die Liberalen etliche Mandate kosten.

    Das sind die Kandidaten der Großbritannien-Wahl (Teil 2)
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